Waldfee München: Schlechter Pseudo-Österreicher für’s Partyvolk

Summa summarum: Schräg-kitschig eingerichtetes schräges pseudo-österreichisches Restaurant mitten auf der Party-Meile mit weitgehend entfremdeten, meist nicht gekonnt zubereiteten österreichischen Gerichten, dazu Mainstream-Zeugs und viel Convenience. Fast jeder kleine österreichische Dorfwirt ist da wesentlich besser, aber für Feiervolk und Touristenhorden reicht das alle mal. „Ich will zu’nem Österreicher!“ hatte Caro gesagt, und wenn Caro was will, …

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Maria Taferl Dry Gin No 5: der kann was

Maria Taferl ist mit 300.000 Pilgern („Pilger“ nennen es die Verantwortlichen, ich befürchte ja, darunter sind viele gänzlich unchristliche Touristen) jährlich einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte Österreichs, eine hoch und weithin sichtbar über der Donau gelegene barocke Basilika minor zu Ehren der Schmerzensreichen Gnadenmutter mit einer Terrasse mit einem herrlichen Blick über Niederösterreich. In ihrem Haus …

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New York New York Bar Wien: unscheinbar, unaufgeregt, unglaublich schlechte Luft, ungeheuer gut

Beim Sorbet frage ich Wolfgang Ebner diskret, ob er uns nach dem Dinner noch zwei Plätze in Krugers Bar um die Ecke besorgen kann. Kurze Zeit später kommt er zurück und sagt fast peinlich berührt, keine Chance, alles sei für heute Abend ausgebucht, selbst für Gäste des Sacher, und das will in Wien was heißen. …

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Kaiserschmarrn à la Ben

Kaiserschmarrn ist, ob man geröstete Mandelblättchen, Vanille, Zitronenabrieb oder eingelegte Rumrosinen dazugibt, ob man ihn pur isst oder Kompott dazu serviert ein wahrhaft kaiserliches Gericht. Ich habe viele Rezepte ausprobiert, zuletzt das von Sarah Wiener (auf das allerhöchstens die Beschreibung des Kaisers Schmarrn zutrifft), und sowohl meine Probanden als auch ich sind zu dem Entschluss …

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Die Knackwurst und das Herrengulasch: Schlossgaststätte Wellenburg

Nach dem unsäglichen Intermezzo, das die Capitol GmbH mit Markus Lode als Pächter der Schlossgaststätte Wellenburg hingelegt hatte, übernahmen 2010 der Niederösterreicher Walter Nemeth und seine halbbrasilianischen Frau Marisol das Traditionslokal. Mit Nemeth, früher mal Chefkoch im Augsburger Hotelturm und dann Pächter des Kurhaus-Restaurants in Göggingen, hofften die Grafen Fugger-Babenhausen, denen Wellenburg gehört, frischen kulinarischen …

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Marginalie 36: Nostalgia – schwermütig

Es gibt Ereignisse, da kann man einfach schwermütig werden. Secret Escapes, die Reste-Zimmer-Verramsch-Plattform für bessere Hotels bietet dieser Tage eine Übernachtung im legendären Kempi – das Bristol Kempinski am Kurfürstendamm in Berlin  – für 52 € an, da ist manches Motel One oder so teurer. Warum mich das schwermütig macht? Es war 1973, ich war …

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Sauftour in Wien: 4. Akt in der Silver Bar

„Ins Triest,“ sage ich zum Fahrer, „Und können Sie bitte den Krach ausmachen.“ Widerwillig dreht er den arabischen Singsang leiser, ganz aus macht er ihn nicht – schon wieder kein Trinkgeld, denke ich mir –, und wir fahren die 10 Minuten über den Ring in die Wiedner Hauptstraße im 4. Bezirk ins Triest, genau ins …

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Sauftour in Wien: 1. Akt in der Blauen Bar

Danach kurz in’s Hotel, wohl verdienter, gleichwohl zu kurzer Mittagsschlaf, Siegrid holt uns um vier in der Blauen Bar ab, das ist generell praktisch, ein Hotel, dessen Bar bereits um 10:00 Uhr morgens öffnet. Wir warten an der Theke, in der Ecke zwei ganz offensichtlich halbseidene Herren, ich tippe auf Balkan, vielleicht Serben, mit zwei …

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Die Rote Bar im Sacher in Wien: Bewahrung oder Stillstand?

Summa summarum, was bleibt? Eine Küche, die zwischen strikt Traditions-bewahrend und einfallslos cought in the midlle hängt, kulinarische Patzer, die bei „Traditions-bewahrend“ nicht vorkommen dürften, tolles, authentisches Ambiente, geschultes, gutes Personal, specknackige Klientel von Gestopften, ich werde alle ein, zwei Jahre wieder hier her kommen, schauen, ob die Monarchie zumindest kulinarisch noch nicht untergegangen ist …

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Supé in der Roten Bar im Sacher: ein kulinarisches Museum, hier hat sich zumindest die letzten 30 Jahre nichts verändert, weder vom Interieur noch von der Kulinarik her, weder zum Schlechteren noch zum Besseren. Bewahrung oder Stillstand?

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Hotels in Wien – die Qual der Wahl

Nur so vorweg: ich liebe Wien, bin seit 35 Jahren wenigstens drei- bis viermal pro Jahr dort, habe dort einige Zeit gelebt, studiert und gearbeitet, habe viele Freunde in Wien, könnte mir gut vorstellen, meinen Lebensmittelpunkt dorthin zu verlagern – und doch würde ich niemals sagen, dass ich die Stadt kenne, auch nicht nur ansatzweise. …

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