Heiß und fett!

Schwein – Rind – Huhn. Nein, wir sind nicht bei den Montagsmalern, wir sind beim Fondue! Das klassische Event-Essen zu Silvester. „Machen wir Fondue, das geht ja so einfach.“ Letztlich steht die Hausfrau aber doch gefühlte zwei Manntage in der Küche – Soßen rühren, Fleisch zerstückeln, Baguette auftauen und-so-weiter-und-sofort. Wir …

Weihnachtsstollen Egerländer Art

So, der traditionelle Egerländische Christstollen wäre auch fertig  – eigentlich mehr ein Hefezopf, weil Orangeat, Zitronat, Marzipan, Rosinen, das mag es auf der anderen Seite des Erzgebirges, im reichen Dresden gegeben haben, aber nicht im Egerland. Meine Großmutter flocht den Stollen noch auf die alte Weise: drei mal Drei, zwei …

Marginalie 69 – Kleinigkeiten

Jeder Viel-Reisende kennt das, auf dem Zimmer erwarten einen irgendwelche Aufmerksamkeiten des Hauses, ich vermute ja immer, um den Gast gnädig zu stimmen, wenn er das obligatorische schwarze Haar findet. Das reicht von dem rasch vom Housekeeping auf das Kopfkissen geworfene Bonbon oder Mini-Tütchen Gummibären (unbedingt einstecken, helfen, um über …

Marginalie 68: Vom Reiz des Immer-Gleichen

Ich muss zugeben, bei aller Neugier, bei allem Reiz des Neuen, zuweilen bin ich ein Gewohnheitstier, und zwar sowas von … Natürlich muss ich in’s Sushi Sho wenn ich in Stockholm bin, in’s Le Quincy in Paris, Nordseeseezunge mit Bratkartoffeln im Butt in Jever, zum Pakistaner in’s Lahore Kebab House …

Warteck in Freudenstadt: traditionell, gehoben, gut, Patzer, die nicht sein müssten

Summa summarum: gehobenes, gutbürgerliches Lokal mit traditioneller, sehr guter badischer Küche mit gekonnten französische-mediterranen Einschlägen ohne Mode-Schnickschnack in konservativ-gediegenem bis leicht spießigem Ambiente mit flottem, aber eher rustikalem als steifem Service, und leider regelmäßigen, nicht nur kleinen Patzern bei Küche und Service; aber alles in allem eine sichere Bank für …

Marginalie 67: Waldheidelbeeren satt

Es gibt gewiss viele Definitionen und viele Spielarten von purem Luxus beim Hotelfrühstück, und ich meine jetzt nicht überbordende, riesige Buffets mit reichlich von Allem, was das Herz des Gastes begehren könnte, ich meine die echten, qualitativen Highlights, den Tee-Sommelier zum Beispiel, echtes Wasabi zum hausgebeizten Lachs, frisch gepresster Orangensaft …

Marginalie 66: Die Bäume sind noch dieselben, aber die Menschen sind andere …

Ein alltägliches, banales, scheinbar belangloses Bild, Fallobst verrottet massenweise unter einem Baum irgendwo am Straßenrand auf dem Lande. Früher, zu meiner Jugendzeit, vor 50 Jahren (sakra, was bin ich alt!), da war das vollkommen anders, da sah es unter Obst-Bäumen generell aus wie gefegt. Früher, da war Fallobst noch wertvoll, …

Die 10 Standard-Sünden von Nobel-Hotels

Nehmen wir mal an, ich habe ein Hotel gebucht, ein Fünf-Sterne-Hotel, aber nicht so eine Pseudo-Fünf-Sterne Manager-Jugendherberge wie Hilton, Marriott, Sheraton, Steigenberger, Maritim, Meridien, Westin Grand, sondern ein richtiges Fünf-Sterne Hotel für 300, 400, 500 EURO pro Nacht, in New York, Moskau oder Shanghai auch gerne mal das Doppelte oder …

Marginalie 63: Semmering Basis-Tunnel, Lotsenpunkt 14

Ich bin über den Semmering gefahren, nicht durch den Tunnel, sondern die alte Landstraße oben über den Pass, durch Semmering Kurort, ein recht seltsames Fleckchen Erde, aber das tut hier nichts zur Sache. Bei der Fahrt runter in’s Schwarza-Tal quält mich ein zutiefst menschliches Bedürfnis, dessen Befriedigung vor all den …

Auf dem Weg in’s richtige Leben

Die Natur grandios, die Alpengipfel gewaltig, die Bergseen lieblich, die Luft würzig-sauber, die Passstraßen steil, die Serpentinen schweißtreibend-eng, das Panorama gigantisch, die Vergangenheit Geschichts- und Geschichten-geschwängert, die Seilbahnen Weltklasse, die Bächlein munter sprudelnd, die Kühe typisch, ebenso wie die lederbehosten und dirndelgewandeten Eingeborenen (die meisten davon sind allerdings Jugos, Tschuschen, …