Quarknocken

Schon wieder so ein ganz ein typisches sudetendeutsches Gericht: man nehme, was gerade da ist und mache das Beste draus. Das Prinzip hier ist simpel: aus Quark, Eiern, Mehl rühre man einen Batz, forme Nocken daraus, koche diese ab und esse die Dinger mit irgendwas. Man kann diese Quarknocken sowohl salzig – z.B. als Beilage …

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Minestrone

Minestrone, das ist kein Rezept, sondern mehr ein Prinzip. Und der Name hört sich deutlich besser an als „Gemüsesuppe“, der noch immer der Ruch von Kohl und Arme-Leute-Essen anhängt. Wer behauptet, DAS ultimative, authentische, einzig richtige Minstrone-Rezept zu haben, ist schlichtweg ein Aufschneider. Minestrone-Rezepte gibt es mehr als es Minestrone-kochende italienische Mamas gibt (das Klischee …

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Capuns

Wie fast jeden Spätsommer haben wir ein paar Tage in Genua verbracht, wie fast jeden Spätsommer sind wir das Rheintal hinauf über den Splügen-Pass gefahren, wie fast jeden Spätsommer sind wir ein paar Tage in Splügen in einem alten, einfachen, liebenswerten Berggasthaus geblieben, und wie fast jeden Spätsommer haben wir dort reichlich Capuns gegessen. Capuns, …

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Pfifferlinge mit Semmelknödeln

Semmelknödel, eine typische süddeutsche Restverwertung (was machen Norddeutsche eigentlich traditionell mit ihren überschüssigen Brötchen?) sind kinderleicht und sauschwer. Kinderleicht, wenn man den Dreh einmal raushat, sauschwer, bis man den Dreh raushat. Daher hier ein paar ganz einfache Regeln für Semmelklöße: Semmelknödel kann man nur aus Weißbrot, Weizenbrötchen, Baguette, aber auch aus Brezn und Laugengebäck machen. …

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Zwiebelkuchen

Zwiebelkuchen-Rezepte tauchen in den einschlägigen Koch-Publikationen immer dann auf, wenn es Federweißen gibt, als gäbe es eine zwingende Korrelation zwischen Zwiebelkuchen und Federweißem. Um ehrlich zu sein: ich mag Zwiebelkuchen, und ich mag Federweißen, aber zusammen haben mir persönlich beide zu viel Süße, als dass sie sich wirklich kongenial ergänzten. Ein spritziger Riesling oder auch …

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Hefeklöße mit Dillsauce

Dieser Tage – wir schreiben das Jahr 2004 – erschien eine Neuauflage von Siebecks lange vergriffener „Kochschule für Anspruchsvolle“ aus dem 76er Jahr. Auch heute ein noch durchaus lesenswertes und beeindruckendes Büchlein, das nur wenig an seiner Aktualität eingebüßt hat. Damals, im 76er Jahr, wetterte der Meister des deutschen Gastro-Journalismus gegen alles Böse in der …

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Bochna Kniala („Gebackene Knödel“)

Zu Bocha Kniala – eine der Leibspeisen meiner derben Jungend, und auch heute zuweilen nicht verachtet – gibt es viele Geschichten. Wenn es zur Erntezeit auf dem Hof meiner Großeltern im Sudetenland Bochna Kniala gab, so stand meine Großmutter morgens nicht wie sonst um halb fünf auf (um wie üblich die Kühe zu melken, das …

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Semmelbrösel selbstgemacht

Obwohl 16 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geboren und niemals richtigen Hunger wirklich kennengelernt, so stamme ich doch noch aus der Generation, für die das Wegwerfen von Lebensmitteln ein absolutes no-go ist. Für meine Großmutter war das Wegwerfen von Brot nicht nur Verschwendung, sondern zugleich eine sehr schlimme Sünde, denn – so meine Großmutter mit …

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Krabben-Lachs-Terrine

Zutaten Ca. 4-5 große Scheiben Räucherlachs* 120 g gepulte und gekochte Nordseekrabben Einige Tropfen Zitronensaft 150 g Ziegenfrischkäse 50 ml Sahne 2 Zweiglein frischen Thymian Krause Petersilie (ca. 1 Essl. gehackt) 150 g Stangensellerie 2 ½ Blätter Gelatine Pfeffer, Salz Zubereitung Eine kleine Terrinenform (ca. 400 ml) innen mit Lachsscheiben auskleiden; die Scheiben sollten so …

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Vodka, Cassis, Feige

Dieser Drink ist fies, alldieweil man damit recht viel Alkohol zu sich nimmt, ohne es wirklich zu merken. Aber lecker. Als Aperitif, zum Beispiel zu kleinen Crostinis mit Ziegenfrisch- oder Blauschimmelkäse, Feigen- oder Birnenspalten, etwas herbem Honig und gerösteten Pinienkernen oder wirklich guten Haselnuss-Stücklein (nicht das geschredderte Zeugs, das hierzulande in Discountern zum Backen verhökert …

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Erbsensuppe

Zutaten: 300 g getrocknete grüne Erbsen 1 Petersilienwurzel 1/8 Sellerieknolle 1 mittlere Zwiebel ½ Lauchstange 150 g geräucherter magerer Schweinespeck Salz, schwarzer Pfeffer frisch aus der Mühle, eine Prise Majoran, nach Geschmack drei gute Spritzer Maggi 500 g Kartoffeln 250 g Möhren 4 bis 12 Wiener Würstchen Zubereitung: 300 g getrocknete grüne Erbsen über Nacht …

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Grießflammerie mit Erdbeersauce

Grießflammerie, das sind schönste Kindheitserinnerungen. Mutter machte ihn als dicken Grießbrei, aromatisiert mit Zitronenschale oder Vanille (nie beides) mit etwas bindender Gelatine und dann aufgelockert mit Eischnee. Ich mache Grießflammerie heute zusätzlich mit Schlagsahne, dadurch wird er einerseits fluffiger und leichter als bei Mutter, andererseits aber auch fettiger und kalorienreicher. Und ich variiere bei den …

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Pfifferlings-Nudeln

Sei Mitte Mai gibt es die ersten Europäischen Pfifferlinge auf dem Markt, Portugal und Serbien sind dieses Jahr die Vorreiter. Kleine, feste, frische Pilze, noch mit Spuren von Waldboden daran, nicht diese aufgedunsenen Monstren, die man im Herbst zuweilen angeboten bekommt, aber das zu einem Preis, der erst einmal spontane Schnappatmung zur Folge hat, Bio-Rinderfilet …

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Brezen-Terrine

Neulich, da habe ich für ein paar Freunde Spargel gekocht, und wie man das halt so macht, da habe ich – quasi um die Vorfreude der Gäste zu befeuern – unter anderem ein Bild meiner Brezen-Terrine in status nascendi, also halbfertig im Entstehen gepostet. Abends, beim Gastmahl, kam ich nichtmehr dazu, das fertige Teil zu …

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