Semmelbrösel selbstgemacht

Obwohl 16 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg geboren und niemals richtigen Hunger wirklich kennengelernt, so stamme ich doch noch aus der Generation, für die das Wegwerfen von Lebensmitteln ein absolutes no-go ist. Für meine Großmutter war das Wegwerfen von Brot nicht nur Verschwendung, sondern zugleich eine sehr schlimme Sünde, denn – so meine Großmutter mit …

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Krabben-Lachs-Terrine

Zutaten Ca. 4-5 große Scheiben Räucherlachs* 120 g gepulte und gekochte Nordseekrabben Einige Tropfen Zitronensaft 150 g Ziegenfrischkäse 50 ml Sahne 2 Zweiglein frischen Thymian Krause Petersilie (ca. 1 Essl. gehackt) 150 g Stangensellerie 2 ½ Blätter Gelatine Pfeffer, Salz Zubereitung Eine kleine Terrinenform (ca. 400 ml) innen mit Lachsscheiben auskleiden; die Scheiben sollten so …

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Vodka, Cassis, Feige

Dieser Drink ist fies, alldieweil man damit recht viel Alkohol zu sich nimmt, ohne es wirklich zu merken. Aber lecker. Als Aperitif, zum Beispiel zu kleinen Crostinis mit Ziegenfrisch- oder Blauschimmelkäse, Feigen- oder Birnenspalten, etwas herbem Honig und gerösteten Pinienkernen oder wirklich guten Haselnuss-Stücklein (nicht das geschredderte Zeugs, das hierzulande in Discountern zum Backen verhökert …

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Erbsensuppe

Zutaten: 300 g getrocknete grüne Erbsen 1 Petersilienwurzel 1/8 Sellerieknolle 1 mittlere Zwiebel ½ Lauchstange 150 g geräucherter magerer Schweinespeck Salz, schwarzer Pfeffer frisch aus der Mühle, eine Prise Majoran, nach Geschmack drei gute Spritzer Maggi 500 g Kartoffeln 250 g Möhren 4 bis 12 Wiener Würstchen Zubereitung: 300 g getrocknete grüne Erbsen über Nacht …

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Grießflammerie mit Erdbeersauce

Grießflammerie, das sind schönste Kindheitserinnerungen. Mutter machte ihn als dicken Grießbrei, aromatisiert mit Zitronenschale oder Vanille (nie beides) mit etwas bindender Gelatine und dann aufgelockert mit Eischnee. Ich mache Grießflammerie heute zusätzlich mit Schlagsahne, dadurch wird er einerseits fluffiger und leichter als bei Mutter, andererseits aber auch fettiger und kalorienreicher. Und ich variiere bei den …

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Pfifferlings-Nudeln

Sei Mitte Mai gibt es die ersten Europäischen Pfifferlinge auf dem Markt, Portugal und Serbien sind dieses Jahr die Vorreiter. Kleine, feste, frische Pilze, noch mit Spuren von Waldboden daran, nicht diese aufgedunsenen Monstren, die man im Herbst zuweilen angeboten bekommt, aber das zu einem Preis, der erst einmal spontane Schnappatmung zur Folge hat, Bio-Rinderfilet …

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Brezen-Terrine

Neulich, da habe ich für ein paar Freunde Spargel gekocht, und wie man das halt so macht, da habe ich – quasi um die Vorfreude der Gäste zu befeuern – unter anderem ein Bild meiner Brezen-Terrine in status nascendi, also halbfertig im Entstehen gepostet. Abends, beim Gastmahl, kam ich nichtmehr dazu, das fertige Teil zu …

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Sauce Hollandaise

Viele Menschen – selbst professionelle Hobbyköche – haben einen Höllen-Respekt, um nicht zu sagen eine Höllen-Angst vor der Herstellung einer echten Sauce Hollandaise. Gut, zugegeben, ein wenig haglig ist das schon, auch ich produziere bis heute – trotz aller Routine, die sich aus einer 25-jährigen Beziehung zu einer Spargel-Liebhaberin quasi zwangsläufig ergibt – zuweilen noch …

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Gefüllte frische Morcheln

Wenn es etwas im Internet nicht gibt, dann gibt es es auch nicht … lautet eine weit verbreitete Meinung, die mehr und mehr wahr wird, eine self-fulfilling prophecy des big brothers sozusagen, der Triumph der Virtuallisierung der Realität. Aber ich schweife ab, über Morcheln will ich schreiben, über frische Morcheln und wie man sie zubereitet. …

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Meine Frankfurter Grüne Soße

Immer wieder kann man lesen, Grüne Soße sei das erklärte Leibgericht Goethes gewesen, und er habe sich dieselbe regelmäßig von seiner Mutter in Frankfurt zubereiten und per Eil-Droschke nach Weimar bringen lassen. Hier schreibt wohl ein Schreiberling vom anderen wacker ab, ohne in Original-Quellen gegenzuchecken, und so perpetuiert sich der Schwachsinn ad infinitum, in Artikeln …

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Wildkräutersalat mit gratiniertem Ziegenkäse

Ziegenfrischkäse gibt es in mannigfachen Sorten und Formen. Zum Gratinieren nehme ich eine halbfeste Ziegenkäserolle, die man mit der Harfe oder einem Bindfaden oder einem wirklich scharfen Messer in 6 bis 8 mm dicke Scheiben schneidet bzw. beim Käsehändler seines Vertrauens schneiden lässt; man kann auch die kleinen Picandou verwenden, mir sind sie erstens hier …

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Apfelkompott

Offenbar leben wir in einer Apfelmus-Zeit. Dazu werden Äpfel – geschält und entkernt oder auch am Stück – mit Zucker und vielleicht Gewürzen gekocht und alles sodann mittels Flotte Lotte, Passiermühle oder Pürierstab zu einem einheitlichen, homogenen Mus verarbeitet. Wenn Mutti das daheim macht, so gehe ich schon davon aus, dass die Äpfel nicht nur …

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Ragout von Fondue-Resten

Silvester ist vorbei, wie so oft gab es Fondue, wie fast immer haben wir viel zu viel sehr gutes Fleisch (Bio-Filet) eingekauft, wie immer haben wir die bereits zu Würfeln geschnittenen Fleischreste verkatert an Neujahr eingefroren. Alles kein Beinbruch, daraus kann man gelegentlich, wenn es kalt ist und schwere Gerichte zum Wetter passen, ein leckeres, …

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Speck-Sahne-Wirsing

Das Schöne an einem klirrend kalten Winter ist es ja unter anderem, dass man es kalorisch so richtig krachen lassen und jede einzelne zusätzliche Kalorie dabei auf den erhöhten Energiebedarf aufgrund der grimmigen Kälte schieben kann. Die Fettpölsterchen an den Hüften, die sich mit der Zeit dann zwar rasch zu Fettpolstern mausern, schert diese Argumentation …

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