Where the hell is Loccum?

Caro ist sauer, stocksauer wäre übertrieben, aber sauer allemal. „So, so, Du kennst Dich also mit schönen Landgasthöfen aus!“ schimpft sie mich. „Tschuldigung Fräulein …“ (sie hasst es, wenn ich sie Fräulein nenne, aber sie ist nun mal nicht verheiratet, also ein Fräulein) „… aber dem Internet kann man auch nicht immer alles ansehen. Das …

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Fränkischer Hof Bad Neustadt: durchwachsen

Summa summarum: rustikaler, alter Kleinstadtgasthof mit Patina mit einfachen Zimmern, schönem Innenhof, bodenständiger Speisekarte und teils ordentlicher, teils ambitionierter Küche Zuweilen macht es echt keinen Spaß, Gastronomiekritiken zu schreiben. Der Fränkische Hof in Bad Neustadt an der Saale ist so ein Fall. Ich habe dort hervorragende Schnecken gegessen, gratiniert in einer Kräuterbutter aus frischen Kräutern …

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Der Lack ist ab: Interconti Berlin

Es gab eine Zeit, da mochte ich das Intercontinental in Berlin wirklich richtig dolle. Das war Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts, noch bevor das Adlon wieder eröffnete und die meisten üblichen Hotel-Nobelmarken noch nicht so präsent waren in Berlin. Nur das Schlosshotel im Grunewald konnte dem Interconti damals nach meinem Dafürhalten noch das …

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It’s Schnäppchentime: Steigenberger in Bielefeld

109 EURO für ein Doppelzimmer mit Frühstück in einem Vier-Sterne superior Hotel mitten in einer deutschen Großstadt, das kann man getrost als wohlfeil bezeichnen. Normalerweise liegen die Preise im Steigenberger in Bielefeld bei 150 bis 180 EURO pro Nacht, können bei Großveranstaltungen aber auch gerne mal die 250-EURO-Marke knacken, wobei das Frühstück zu 25 EURO …

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Schneeweiß: ziemlich gute österreichische Küche mitten im Friedrichshainer Kiez

Summa summarum: unaufgeregtes, gemütliches Speiselokal mit authentischer, traditioneller, gekonnt gemachter österreichischer Küche und gutem Service zu moderaten Preisen Wo sich Italiener, Griechen, Türken, Araber, Asiaten, Klopsbrater, Bier- und Szenekneipen, Bars, Fine Dining, Körnerfresser und gesichtslose internationalistische Lari-Fari-Köche ein munteres kulinarisches Stelldichein geben, liegt mittendrin im Friedrichshainer Kiez das Schneeweiß. Der erste Eindruck ist: unaufgeregt. Hier …

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Schwarzer Bock in Ansbach: gemeuchelt

Summa summarum: nie wieder Es ist weit über zehn Jahre her, dass wir das letzte Mal im Schwarzen Bock in Ansbach waren. Damals war es ein wunderschönes, altes, gepflegtes deutsches Gasthaus mit einfachen, aber heimeligen Zimmern, sehr ordentlicher, gutbürgerlicher Küche, einer rustikalen Gaststube, einem lauschigen Gastgarten und – oh größtes aller Wunder – mit eigenen …

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Der Grosch bei Coburg: hat keinen Spaß gemacht

Summa summarum: Von der Papierform her ein uriger fränkischer Brauereigasthof, in der Realität ein architektonisch wild zusammengewürfeltes Gebäudeensemble, eingezwängt zwischen Hauptverkehrsstraße und Bahnlinie, mit altfränkischer, uriger Wirtsstube, trostloser Außengastronomie, ordentlichen Zimmern, fast durchweg enttäuschender Küche und Personal mit viel Potential nach oben. Ansprechende Hotels sind in Coburg ebenso rar gesät wie rustikale Landgasthöfe, und die …

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Alpenhof Augsburg: ganz schön schräg, aber mal etwas Anderes – kurzum, wir haben uns wohlgefühlt

Summa summarum: äußerlich ist der Alpenhof ein baulich wenig ansprechendes Ensemble in einer wenig ansprechenden Lage am Stadtrand Augsburgs. Das macht das Haus mehr als wett mit einem Overkill an Deko, der schon wieder etwas Stylisches und Heimeliges hat. Als Hotel ist der Alpenhof solider Vier-Sterne-Standard mit sehr ordentlichen, individuell eingerichteten, sauberen Zimmern, kleinem SPA …

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Aufwiederessen VI: O’Sole Mio Radegundis

Summa summarum: Ausgesprochen gute Pizzeria, das sonstige Angebot viel zu umfangreich und eher Mittelmaß, aber ein lauschiger Gastgarten Seit Jahrzehnten ist das O’Sole Mio in Radegundis in unmittelbarer Nachbarschaft von Wellenburg eine feste gastronomische Größe vor den Toren Augsburgs. Das Lokal ist schlicht, der Gastgarten ist lauschig und bei schönem Wetter immer sehr gut besucht, …

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Aufwiederessen V: Gasthof Bären Randersacker

Summa summarum: alter, sehr gepflegter Gasthof, seit 140 Jahren in Familienhand, Zimmer je nach Preiskategorie von ordentlich-zweckmäßig bis gemütlich-wohnlich, wunderschöner Innenhof, rustikal-unprätentiöse Gaststuben, in denen man sich ungezwungen wohlfühlt, gehobene, sehr gut gemachte, moderne fränkische Küche ohne Zeitgeistschnickschnack, saftige Preise, die im Endeffekt aber jeden Cent wert sind Wir sind gerne im Bären, ziemlich genau …

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Aufwiederessen IV: Joe’s La Perla im Schlachthof Augsburg

Summa summarum: Standard-Tex-Mex-Schuppen in beeindruckender alter Industrie-Architektur mit schönem Biergarten, die Speisekarte so oder so ähnlich schon tausend Mal gesehen, das übliche Sammelsurium an Tex-Mex-Food, keine kulinarische Highlights, sondern langweiliger Durchschnitt Früher einmal hieß es Restaurant im Schlachthof und war spektakulär für Augsburg, heute ist es mit dem ehemaligen Joe Peña’s in fusioniert, zwei alte …

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Aufwiederessen III: Wildbad bei Burgbernheim in Franken

Summa summarum: Rustikal-romantischer Gasthof in Alleinlage mitten im Wald an sieben Quellen, gute Luft und Ruhe pur (bis auf die krakeelenden Pfauen), zweckmäßig-gemütliche Zimmer, zünftig-unprätentiöse Gaststuben ohne Design-Schnickschnack, schöne Terrasse, bodenständige, regionale, frisch gemachte und sehr ordentliche gut bürgerliche fränkische Küche ohne Kniefall vor Zeitgeist oder Massentouristen. Eines meiner persönlichen hide outs. Eigentlich ist hier …

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Aufwiederessen II: Riegele Wirtshaus Augsburg

Summa summarum: Auf zünftig gepimptes, modernes Brauerei-Wirtshaus mitten in der Augsburger Innenstadt mit hübschem Biergarten und netter Sonnenterrasse, einer beeindruckenden, leckeren Auswahl eigener Premium-Biere und einer durch und durch enttäuschenden Küche. Vor 14 Jahren, kurz nach der Eröffnung, besuchten wir erstmals das Riegele Wirtshaus. Wir freuten uns weiland, dass die zentral gelegene Brauerei nun endlich …

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Aufwiederessen I: Fuchs in Steppach

Summa summarum: unverändert ehrlicher bayrisch-schwäbischer Gasthof vor den Toren Augsburgs mit bodenständiger, handwerklich sehr ordentlich gemachter Küche, lauschigen Wirtsstuben, großer Terrasse und einem echten Biergarten (und chronisch zu wenig Parkplätzen) In meinem vorherigen Leben waren wir regelmäßig im Brauereigasthof Fuchs in Steppach. Der Fuchs war immer gut für eine Radlermaß, eine Brotzeit und ein ehrliches …

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Irgendwie fast wie nach Hause kommen: Biber in Motten in der Rhön

Summa summarum: altfränkischer, solider, heimeliger Landgasthof mit funktionalen Zimmern, bürgerlicher Speisekarte ohne Spinnereien und verlässlicher Küchenleistung Irgendwie ist es ein wenig wie nach Hause kommen. Das Gebäude ist unspektakulär, architektonisch gewiss kein Kleinod, auch nicht sonderlich herausgeputzt, damit reiht es sich harmonisch ein in die anderen architektonisch nicht ansprechenden, nicht herausgeputzten Häuser dieses eher tristen …

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Motel One Nürnberg City: If you’ve seen one, you’ve seen them all

Es muss irgendeine Messe oder Großveranstaltung in Nürnberg stattfinden, die Hotelpreise sind für ein paar Tage – natürlich genau die Tage, an denen wir reisen wollen, wie sonst? – astronomisch, locker doppelt so hoch wie sonst – sofern man überhaupt noch ein freies Zimmer findet. Ich werde schließlich im Motel One Nürnberg City fündig, im …

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