Aufwiederessen IV: Joe’s La Perla im Schlachthof Augsburg
Summa summarum: Standard-Tex-Mex-Schuppen in beeindruckender alter Industrie-Architektur mit schönem Biergarten, die Speisekarte so oder so ähnlich schon tausend Mal gesehen, das übliche Sammelsurium an Tex-Mex-Food, keine kulinarische Highlights, sondern langweiliger Durchschnitt Früher einmal hieß es Restaurant im Schlachthof und war spektakulär für Augsburg, heute ist es mit dem ehemaligen Joe Peña’s in fusioniert, zwei alte …
„Martha“ von Martha Stewart – Die kulinarische Autobiografie einer amerikanischen Legende
Es gibt kaum eine Persönlichkeit, die die moderne Genuss- und Haushaltskultur der Vereinigten Staaten so tiefgreifend geprägt hat wie Martha Stewart. Mit ihrem 100. Buch liefert die mittlerweile über 80-jährige Stilikone kein gewöhnliches Kochbuch ab. „Martha“ ist ein tief persönliches Werk, das Rezeptesammlung, Fotoalbum und kulinarische Autobiographie zugleich ist. Hier präsentiert sie ihre 100 Lieblingsrezepte …
Vorsicht Witz!
Gespräch mit einem Gastwirt im Münsterland
Ich kann es kaum fassen: auf der Speisekarte des Landgasthofs im Münsterland stehen neben Schnitzel, Steak, Eintopf und Salat auch der – heute vielleicht noch bekannte – Pfefferpotthast (zur Erläuterung: ein herzhaftes Rindergulasch, allerdings komplett ohne Paprika, dafür mit sehr vielen Zwiebeln, Lorbeer, Nelken und – namensgebend – reichlich schwarzem Pfeffer, traditionell mit Pumpernickel-Bröseln angedickt, …
Martini mit Freunden, doch wir haben eine Verräterin unter uns
Aufwiederessen III: Wildbad bei Burgbernheim in Franken
Summa summarum: Rustikal-romantischer Gasthof in Alleinlage mitten im Wald an sieben Quellen, gute Luft und Ruhe pur (bis auf die krakeelenden Pfauen), zweckmäßig-gemütliche Zimmer, zünftig-unprätentiöse Gaststuben ohne Design-Schnickschnack, schöne Terrasse, bodenständige, regionale, frisch gemachte und sehr ordentliche gut bürgerliche fränkische Küche ohne Kniefall vor Zeitgeist oder Massentouristen. Eines meiner persönlichen hide outs. Eigentlich ist hier …
Resteverwertung: Nudel-Schinken-Auflauf
Ich weiß ja nicht, wie’s Ihnen geht, ich für meinen Teil koche prinzipiell zu viel Nudeln. Die Reste sind meist zu wenig für eine weitere Mahlzeit, aber Lebensmittel werden nicht weggeworfen, also wandern die Mini-Portionen Nudeln in einem kleinen Sackerl in den Tiefkühler. Ähnlich geht es mir mit Käse, Schinken und magerem Speck, andauernd bleiben …
„Paris – Tokio“ von Christian Bau: Die Vermessung einer kulinarischen Weltklasse-DNA
Es gibt Kochbücher, die man liest, um am Wochenende ein neues Rezept auszuprobieren. Und es gibt Kochbücher, die Denkmäler sind. In die zweite Kategorie gehört zweifellos „Paris – Tokio“ von Koch-Legende Christian Bau. Es erscheint pünktlich zum Jubiläum von 20 Jahren ununterbrochenen Drei-Sternen für sein Restaurant „Victor’s Fine Dining“ an der Mosel. Dieses über 350 …
Vorsicht Witz!
Aufwiederessen II: Riegele Wirtshaus Augsburg
Summa summarum: Auf zünftig gepimptes, modernes Brauerei-Wirtshaus mitten in der Augsburger Innenstadt mit hübschem Biergarten und netter Sonnenterrasse, einer beeindruckenden, leckeren Auswahl eigener Premium-Biere und einer durch und durch enttäuschenden Küche. Vor 14 Jahren, kurz nach der Eröffnung, besuchten wir erstmals das Riegele Wirtshaus. Wir freuten uns weiland, dass die zentral gelegene Brauerei nun endlich …
Martini mit Imbiss in der Studentenbude in Augsburg
Aufwiederessen I: Fuchs in Steppach
Summa summarum: unverändert ehrlicher bayrisch-schwäbischer Gasthof vor den Toren Augsburgs mit bodenständiger, handwerklich sehr ordentlich gemachter Küche, lauschigen Wirtsstuben, großer Terrasse und einem echten Biergarten (und chronisch zu wenig Parkplätzen) In meinem vorherigen Leben waren wir regelmäßig im Brauereigasthof Fuchs in Steppach. Der Fuchs war immer gut für eine Radlermaß, eine Brotzeit und ein ehrliches …
Bier-Zwiebel-Gulasch
Dies wird kein Wiener Saftgulasch, sondern etwas gänzlich anderes. Der Hauptunterschied liegt in dem verwendeten Fleisch. Für ein klassisches Wiener Saftgulasch verwendet man Wade, Hals oder Schulter vom Rind, da diese Fleischstücke relativ viel Bindegewebe, Sehnen und Fett enthalten, wodurch sie beim Schmoren nicht trocken werden und der Sauce gleichzeitig eine natürliche Bindung verleihen. Es …

