Charlie Palmer im Archer in New York: Geölte Selbst-Marketing-Maschine und nix dahinter

Summa summarum: beliebiges Hotelrestaurant mit beliebigem Interieur, aber netter Terrasse, Restaurant betrieben von einem umtriebigen, berühmten Koch mit hohem Anspruch, viel Bla-Bla und gutem Selbst-Marketing, was auf den Tisch kommt ist Mittelmaß bis schlecht und nie und nimmer sein Geld wert. Der Charlie Palmer, der ist so’n imperialer Koch, „Chef“ nennt man solche Leute hier. …

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Marginalie 81: Perrier oder Pellegrino?

New York City. Nach dreieinhalb Stunde planlosen Treiben-lassens habe ich irgendwo nördlich von Hell’s Kitchen alle Touristen hinter mir gelassen und einen Diner gefunden, einen echten Amerikanischen Diner, 365 Tage im Jahr 24 Stunden geöffnet, viele Rentner und Bauarbeiter als Gäste, mehr die blue color Fraktion, die white colors scheine wo anders zu speisen, und …

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Marginalie 80: Eine Nacht in Paris bringt’s wieder rein

Napoleons Groß-Stallmeister, der Herzog von Vincenca, notierte am 07. September 1812, nach der Schlacht von Borodino mit 75.000 Toten den vergnügten Kommentar des Kaisers: „Eine Nacht in Paris bringt’s wieder rein.“ So ähnlich scheinen Menschen, zumal menschliche Arbeitskraft in Manhattan speziell, aber auch in den USA generell behandelt zu werden. Rund um Timessquare, Broadway, Central …

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Utility meat

„They hadn’t this in the old times.“ Der Alte neben uns an der Bar grantelt vor sich hin. Wir sind in Midtown Manhattan, in einer dieser uralten – uralt bedeutet in den USA ungefähr so viel wie 50, maximal 100 Jahre –, klassischen, eigentlich sehr schönen amerikanischen Cocktailbars. Dunkles Holz, gedämpftes Licht aus Messinglampen mit …

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Uber in Black

Manhattan wird dieser  Tage bevölkert – oder sagte man besser ‚belagert‘? – von einer Armada absurd großer, schwarzer SUVs (SUV steht für Sport Utility Vehicle, wörtlich übersetzt ungefähr nützliches Sport-Fahrzeug, sinngemäß Geländelimousinen mit erhöhter Bodenfreiheit und einer selbsttragenden Karosserie, die an das Design echter Geländewagen angelehnt sind, meist ohne selbst wirklich geländegängig zu sein), allen …

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Marginalie 79: Who cares?

Ich sitze bzw. stehe in der Spyglass Rooftop Bar des Archer Hotels mitten in Manhattan, 38 Street, one of the places to be these days in NYC, der Blick auf’s Empire State Building könnte kaum besser sein, nur King Kong fehlt mir etwas, auch im Hinblick auf seine aufräumende Tätigkeit. Neben mir eine Gruppe junger, …

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Imperium

Ich frage mich, ob ich der Einzige bin, dem dies auffällt: es ist nicht nur ein wenig wie im alten Rom, es ist ganz viel so. Ich bin im Zentrum der Macht, in der Hauptstadt der Erde, auch wenn sie niemand mehr so nennt. Die Truppen stehen in der ganzen bekannten Welt, hoch gerüstet, quasi …

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Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen …

… 18,59 US$ für eine halbe Stunde parken in Manhattan Down Town, zuzüglich 3,52 US$ Parksteuern, also 39 EURO pro Stunde (und das ist jetzt kein Extrem-Beispiel, sondern guter Durchschnitt); Wien, München, Paris, selbst Zürich sind da wirklich Billig-Park-Land. Da wundert es tatsächlich nicht, dass schon 2017 die immunen UN-Spesenritter 16 Millionen EURO offene Knöllchen …

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Ein Wochenende mit Caro in New York, und wo wir geschlafen, gegessen und vor allem getrunken haben. Teil 1: The Warwick und Randolph’s Bar

„Komm doch einfach für ein verlängertes Wochenende rüber.“, hatte Caro auf ihre oft unbekümmerte, direkte Art gesagt. „20 Stunden Flug für ein paar Tage im Reich des Bösen.“, hatte ich recht lustlos geantwortet, was Caro einfach geschickt ignorierte: „Die Meetings in Boston gehen bis Donnerstagnachmittag. Wahrscheinlich schaffe ich einen Flieger um vier oder fünf, das …

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