Lachstatar

Dieses Gericht zeichnet sich durch seine Kontraste und seine Diffizilität aus. Die beiden Lachs-Sorten müssen einerseits von aller-bester Qualität sein (ein „Wird doch eh‘ alles kleingehäckselt, nehmen wir was Billiges“ beim Einkaufen wird unweigerlich in’s kulinarische Desaster führen), andererseits tun es auch unansehnlichere Schwanzstücke vom Fisch, sofern er von aller-bester Qualität ist (weil: „Wird doch …

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Frohe Weihnachten …

mit Ginstr, ein London Dry Gin aus Stuttgart, der bei mir unter’m Weihnachtsbaum lag. Nach dem üblichen Gegurke von heimischen Zutaten, small batch, Handarbeit, bio und Großvaters Brennblase ein wirklich ausgesprochen ordentlicher Gin mit 44 Umdrehungen und sehr deutlicher, um nicht zu sagen dominanter Zitrus-Note (ja, ja, man kennt sie ja, die Stuttgarter Zitronen), dahinter …

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Rehrücken 2

Es gab mal eine Zeit, da schmeckte Wild noch nach Wild – sagen die einen. Die anderen beklagen, weiland – als königliche, herzogliche und gräfliche Jäger noch einsam die finsteren Forste durchstreifen – hätte das Wildfleisch mangels ausreichender Kühl- und Logistikketten im wäldlichen Waidwesen einen notorischen haut goût, (Französisch, „hoher Geschmack“) gehabt, wobei es einen …

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Filet-Terrine

Dieser Lockdown erlaubt in Sachen Restaurant- und Hotelkritik wenig Neues. Das schlägt sich leider auch auf das In- und dann Output von opl.guide nieder. Jetzt hat der Werner aus M., der was dich offenbar ein treuer Leser von opl.guide ist, aber gesagt, ich solle mich gefälligst nicht so hängen lassen, Lockdown hin, Pandemie her. Wenn …

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Leser-Kommentar zu meinen Beitrag „’Das Wirtshaus unter dem Bogen‘: eine Schande“

Anfang des Monats besuchte ich mit Freunden voller Vorfreude auf gediegene bajuwarisch-schwäbische Gastronomie das neu eröffnete „Wirtshaus unter dem Bogen“ in Augsburg; das kulinarische Erlebnis war nach gemeinsamer Einschätzung mehr als desaströs, worüber ich dann auch sogleich hier berichtete (siehe https://opl.guide/das-wirtshaus-unter-dem-bogen-eine-schande/). Am 2.09.20 erreichte mich um 13:30 Uhr ein geharnischter Leser-Kommentar zu diesem Beitrag von …

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Hochsommer in Zürich …

.. alle Schweizer sind im Tessin und Engadin, die Amis haben Reiseverbot, die Asiaten sterben vor Angst, die Russen haben kein Geld mehr, nur noch bornierte Teutoten-Sprosse trauen sich in’s verwaiste Zürich: Terrasse des Hotel Helvetia (halb leer, vor Jahresfrist war hier kein Platz zu bekommen, vis-à-vis der Spielbank, mitten in der Stadt, am Sihl, …

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Wicker Park Seafood & Sushi Bar O‘Hare: simply a mess

Chicago O’Hare, Caro und ich haben gerade noch einen der letzten Flüge raus gekriegt, in den nächsten Tagen wird hier der Flugverkehr in die Alte Welt wohl komplett eingestellt. Es sollte kalt sein um diese Jahreszeit in Illinois, eisig, mit frostigen Winden vom See, tatsächlich ist es so ein Bäh-bäh-Wetter, feucht, fast irgendwie schwül, kalt-schwül, …

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Port Orford: Right in the middle of nowhere (3/3)

Mittag sitzen wir hinter dem Haus, trinken Weißwein aus Oregon, essen ganz stilecht Chips, blicken auf das Meer und freuen uns. Von Süden zieht Nebel auf, man kann sehen, wie sich die dicke Nebelbank Meter um Meter vorschiebt uns alles in ihren weißen weichen Schleier hüllt. Die Einheimischen nennen den August denn auch Fogust, sie …

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Bären Schlatt: echte Schweiz

Es gibt Dinge, die ändern sich. Imperiale Präsidenten zum Beispiel, oder die genehme Meinung über Schwule, oder die Speicherkapazität von Chips. Und dann gibt es Dinge, die ändern sich nicht. Die Zahl Pi etwa, oder der durchschnittliche Intelligenzquotient grüner Politfunktionäre, oder das Hermannsdenkmal. Und dann gibt es noch den Bären in Schlatt. Von allen un- …

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Es war einmal ein Putzmann am Flughafen

Es war einmal ein Putzmann am Flughafen, der putze jeden Tage die öffentlichen Toiletten in einem der Flughafen-Parkhäuser, weil die Leute ständig neben die Pissoirs pinkelten, die Kloschüsseln verdreckt zurückzuließen und die Papierhandtücher nicht ordentlich in die Mülleimer warfen. Zehn Minuten lang putze der die Toiletten im Erdgeschoss des Parkhauses, zehn Minuten lang putze der …

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Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen …

… 18,59 US$ für eine halbe Stunde parken in Manhattan Down Town, zuzüglich 3,52 US$ Parksteuern, also 39 EURO pro Stunde (und das ist jetzt kein Extrem-Beispiel, sondern guter Durchschnitt); Wien, München, Paris, selbst Zürich sind da wirklich Billig-Park-Land. Da wundert es tatsächlich nicht, dass schon 2017 die immunen UN-Spesenritter 16 Millionen EURO offene Knöllchen …

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Von Bier zu Bier: Der Bayerische Brauereiführer – überflüssig

Wieder einmal haben unsere Österreichischen Nachbarn von der Medien-Tochter des Red-Bull-Konzerns uns etwas vorgemacht, vorgemacht in beiden Bedeutungen des Wortes: etwas voraushaben und – sagen wir mal – mit teils alternativen Fakten jonglieren. Anfang des Jahres erschien im bekannten Servus-Verlag „Von Bier zu Bier: Der Bayerische Brauereiführer“ von Katherine Wiesinger und Marc Ritter, letzterer vor …

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