Hummer Pedersen Hamburg: Enttäuschung auf ganzer Linie

Summa summarum: Bistro-Ableger eines alteingesessenen Hamburger Fischhändlers, unprätentiöses Ambiente jenseits des schlimmsten Touristenrummels, verheißungsvolle Fisch-Speisekarte, für uns durchgängig grottige Küchenleistung Madame gelüstete es während unseres Besuchs in Hamburg nach Nordsee-Seezunge. Ich habe sie im Butt in Jever mit dem Zeug angefixt. Nordsee-Seezunge ist noch nicht einmal halb so groß wie eine normale Atlantik-Seezunge, von der …

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Motel One Hamburg am Michel: alles andere als weltläufiges, maritimes, hanseatisches, urbanes Flair

Summa summarum: zentral gelegen, preiswert, spartanisch, sauber, doch längst nicht mehr role modell moderner urbaner Hotellerie Einerseits, es hat schon was, die große Kirchturmuhr des Michels, so heißt die evangelische Hauptkirche Sankt Michaelis im Volksmund in Hamburg, unmittelbar vor dem Fenster quasi als Nachttischuhr zu haben, der Preis für diese Aussicht ist eine sechsspurige, Tag …

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Marginalie 111: Perfekter Service

Lauschiger Gastgarten am Fluss in Nordhessen, rustikales Landgasthaus mit grausamem Convenience-Futter für Fahrrad-Touristen, die Bedienungen sind Schülerinnen oder Studentinnen, jedenfalls keine gelernten Service-Kräfte, aber flott und sehr freundlich, ohne jeden Tadel. Am Nachbartisch sitzen zwei alte Damen, geschätzt 80+, gut gekleidet, sehr runzelig, schlohweißes, dünnes, onduliertes Haar, feines Benehmen. Die eine trinkt doppelte Brandy, serviert …

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Marginalie 110: Urlaub vs. Reisen

Reisen, das bedeutet für mich nicht, bräsig in warmen Sand in der Sonne am Meer zu liegen, oder ergriffen von der Schönheit der Natur mächtige Berge zu erkraxeln, oder finstere Forste festen Schrittes zu durchmessen, oder sportliche Aktivitäten an mehr oder minder schönen Orten bis zum Exzess zu betreiben; reisen bedeutet für mich auch nicht, …

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Der Massentourismus frisst seine Wirte – und die fangen an, sich zu wehren

Zuweilen verwende ich hier auf opl.guide den Begriff „touristisch verlauster Ort.“ Das hat mir viel, sehr viel Ablehnung eingebracht, mal kluge Kritik, mal einfach nur wüste Beschimpfungen, ich nehme an, letztere stammen meist von den Läusen selber. „Touristisch verlaust“ sind für mich Orte eigentlich schon, wenn mehr als zehn Prozent der Leute auf der Straße …

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Gespräch mit einem Koch: „Es geht um die Maultaschen!“

„Ihren Blog lese ich regelmäßig mit großem Interesse, besonders ihre Gespräche mit Leuten aus dem Gastro-Gewerbe. Sprechen Sie eigentlich nur mit Wirten und Hotelbesitzern? Oder würden sie auch mal mit einem ganz einfachen Koch aus Bayern sprechen wollen? Ich könnte ihnen so einiges erzählen!!! Wenn sie Interesse haben, hier meine Email …“ Diese Anfrage erreichte …

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„Manchmal kann es die Hölle sein.“ – Eine Kellnerin erzählt

„Hast Du übermorgen Abend Zeit?“ Caro ist mit ihrer direkten Art am Telephon. „Für Dich habe ich doch fast immer Zeit, geliebter Besen.“ „Ha-ha,“ klingt es schal-gelangweilt aus der Funke, wohl nicht wirklich angekommen mein flaches Wortspiel. Hätte ich aber eigentlich vorher wissen müssen. Minuspunkt für mich. „Du müsstest allerdings nach Frankfurt kommen.“ „Warum nicht …

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Aus den Küchen des Teufels

Sie sind so nett, die Leute von Unilever (Sitz in London, Tochterunternehmen weltweit, lockere 60 Mrd. EURO Umsatz, in der Lebensmittelsparte gehören Marken wie Ben & Jerry’s, Knorr, Langnese, Magnum, Maizena, Mondamin (what an irony, beide marktbeherrschenden Maisstärken aus einem Konzern!), Pfanni und Unox dazu, aber die Jungs – und Mädels, Verzeihung – stellen auch …

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Marginalie 108: Gebackene Schweinefleischbällchen süß-sauer oder kann mir das bitte mal jemand erklären?

Spät von einer Reise zurückgekommen, müde, hungrig, Kühlschrank leer, keine Lust, kochenderdings irgendetwas am Herd zu improvisieren, auch keine Lust, nochmal rauszugehen und ein Restaurant zu suchen (es gibt in Augsburg ohnehin kaum noch wenigstens akzeptable Restaurants). Also das Unerhörte, Unmögliche, Unsägliche getan: Lieferando aufgerufen, in der Not frisst der Teufel Fliegen. Schweinebällchen süß-sauer, mich …

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„Die Grünen leben in einer Fantasie- und Verbotswelt. Sie sind die Verbotspartei Nummer 1“

Ich mag die Bild am Sonntag als Medium nicht. Und ich bin weder sein Fan noch sein Parteifreund, ich bin noch nicht einmal oft seiner Meinung, aber wo er Recht hat, hat er Recht, der Söder Markus, selbst wenn er das in der BAMS sagt: „Natürlich esse ich auch gerne Salat und Gemüse, aber die …

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Der Schelling-Salon in München: Ikonen kritisiert man nicht, maximal berichtet man von ihnen

Summa summarum: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht.“ lautet eine gern bemühte Plattitüde. Der Schelling-Salon in Schwabing ist der lebende Gegenbeweis, dass das nicht zwangsläufig stimmen muss. Das Interieur ist seit 150 Jahren kaum verändert, die Speisekarte zumindest seit den Achtzigern des letzten Jahrhunderts ebenfalls nicht, hier wird museale teutonische Plumpsküche gekocht, meist in …

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Geschichte von zwei Uhrenkäufen, einem geifernden Schrumpf-Rübezahl und einem tierisch angepissten Wirts-Ehepaar

Ich bin mit Caro nach Sachsen gefahren, sie bildet sich eine neue Uhr aus Glashütte ein, weiß aber noch nicht, ob es eine Glashütte Original, eine Nomos, eine Nautische Instrumente, eine Union oder eine Lange werden soll, nur Wempe, Tutima oder Bruno Söhnle kommen für sie nicht in Frage. „Wer ko, der ko, sagt der …

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Marginalie 107: Sexspielzeug und Reizwäsche

Mit Caro bin ich über’s Wochenende in einem versteckten, sehr schönen, sehr angenehmen, sehr gepflegten, sehr entspannten, aber nicht massiv-luxuriösen Wellness- und Genusshotel im Badischen, keine 100 Zimmer, großer SPA-Bereich, tolle Gartenanlagen, ein Ein-Sterne-Restaurant mit internationalistischem Zeugs, eine rustikalere Bauernstube mit typisch badischer Küche, beachtlicher Weinkeller, nettes Café mit Kuchen und Torten aus der hauseigenen …

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Scheinbar ein ganz harmloses Photo …

Ein scheinbar ganz harmloses Photo eines harmlos gedeckten Tischs zu Heilig Abend, und doch irgendwie traurig. Die Wassergläser sind noch einheitlich, doch für Ben steht ein Weißweinglas für einen Vinho Verde auf dem Tisch, für Luc ein Bierkrug für Edelstoff, für Natalie eine Tasse für Salbeitee (sie hat Halsschmerzen) und ein Süßweinglas für einen Rosé …

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