Frühstücken in Heidelberg

Frühstücken auf Reisen ist zuweilen auch so’ne Sache. Egal, ob das nun überbordende Buffetts in großen Hotels mit beträchtlichen Quantitäten und meist geringen Qualitäten sind oder Tellerfrühstücke mit zwei Semmeln, einer Scheibe Wurst, einer Scheibe Käse und Konfitüre in kleinen Pensionen. Zuweilen kann einem unterwegs bereits das Frühstück – oder das, was sich dafür ausgibt …

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Zum Spreisel Heidelberg: konsequente Verweigerung

Summa summarum: ungekünstelte, derbe, traditionelle, frisch gemachte, Convenience-freie Regionalküche in einer der romantischsten Ecken mitten in Heidelberg in rustikalem, altdeutschem Ambiente, und das weitgehend ohne Touristen Dieses Lokal ist ein Phänomen: in idyllischster und zugleich touristisch höchst frequentierter Lage mitten in der Heidelberger Altstadt direkt an der Alten Brücke am Neckar gelegen, verweigert es sich …

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No kidding: Versuch eines Martinis in der Hotelbar des Hilton Heidelberg

Der Laden brummt nachts um halb elf, vor allem amerikanische Touristen lassen es sich hier bei Aperol Spritz oder orginal german beer und kostenlosen Nüsslein wohlergehen, während sie sich lautstark gegenseitig von ihren Entdeckungen in dieser lovely medieval city (sie sagen tatsächlich ‚medieval‘) berichten und ihre erstandenen Souvenirs – Kitsch as Kitsch can – und …

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Gespräch mit Frank, dem Gastronomen

Ich kenne Frank schon lange, über zwanzig Jahre. Als wir uns das erste Mal trafen, betrieb er mit seiner entzückenden Gattin Anika ein kleines, feines Lokal mitten in der Stadt, er in der Küche, sie im Service, eine Küchenhilfe und am Wochenende noch eine zusätzliche Servicekraft, das war’s. Die Karte war bewusst klein gehalten, drei …

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Gespräch mit zwei Gastwirt-Brüdern

„Als der Vater noch gelebt hat, da waren wir ein bodenständiges hohenzollerisches Gasthaus.“ Die Wortwahl ist wichtig. Wir sind nicht in Baden, wir sind nicht in Württemberg, wir sind in Hohenzollern. Die Alteingesessenen legen Wert auf diese Differenzierung, den Zugezogenen und den Bundesland-machenden Siegermächten ist und war sie weitgehend egal, und das ärgert die Alteingesessenen …

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Schweizerhof bei Villingen-Schwenningen: selten so schlecht gegessen

Summa summarum: hübsches Haus in einem Örtchen vor Villingen-Schwenningen, allerdings direkt an einer lauten Straßenkreuzung gelegen, funktionales, wertig eingerichtetes, gepflegtes, pikobello sauberes kleines Zimmer und Bad, wertige, doch gesichtslose 80er Jahre Restauranteinrichtung, nette Terrasse, korrektes, aber nicht freundliches Personal, kein Hotelbetrieb zwischen Frühstück und Mittagessen und nach dem Mittagessen bis zum Abendessen, absolut tote Hose, …

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Ochsenpost Tiefenbronn: Unaufgeregtes Schlemmen im äußersten Zipfel Badens

Summa summarum: „Herberge für Anspruchsvolle“ steht über Tür, und diesem Anspruch wird die Ochsenpost mehr als gerecht. Altes, sehr gepflegtes, nicht nobles, aber gemütliches Gasthaus mit architektonisch halbwegs passenden modernen Anbauten, wohnlichen Zimmern, hübschem, altertümlichem Hauptrestaurant, monströsem Wintergarten, nettem Gastgarten, kompetentem, ausgesprochen freundlichem, zuvorkommendem Personal und sehr guter badischer Regionalküche, vermischt mit etlichen gekonnten Ausflügen …

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Martinshof in Rottenburg: unerwähnenswert

Summa summarum: zentral gelegenes, durchaus unhübsches Hotel mit kleinen, funktionalen Zimmerchen ohne jeden Wohlfühlfaktor, ebenso wie das ganze Haus. Es gibt Dinge, auf die lohnt es sich nicht, besonders viel Schreib- einerseits und Lesezeit andererseits zu verwenden. Das Hotel Martinshof in Rottenburg am Neckar gehört gewiss dazu. Dabei liegt es ganz hübsch am Eingang zur …

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Lamm in Wangen: macht Spaß

Summa summarum: unprätentiöses, unaufgeregtes, einfaches und doch gemütliches bürgerliches Restaurant mit einer handwerklich perfekt gemachten, traditionellen, schlichten, typisch schwäbischen Küche (fast) ohne Kniefall vor einem vermeintlichen Zeitgeist in einem hübschen, alten Städtchen in der schwäbischen Provinz Es gibt Lokalitäten, da kommt zuerst einmal die Story, da erzählen SEO-optimierte Hochglanz-Webpages Mären von bio und zero miles, …

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Mohrenpost Wangen: gemeuchelte Tradition

Summa summarum: wunderschönes historisches Gasthaus in trefflicher Lage in einem wunderschönen Schwaben-Städtchen, von Finanzinvestoren effizient und sparsam zu Tode renoviert, heute eine Allerwelts-Herberge mit charmebefreiten, altbackenen, funktionalen Zimmern, dazu mäßiges, zeitgeistiges, internationalisisches Futter mit ein paar lokalen Feigenblättern in einer industriell von der Stange gestalteten Gaststube mit historischen Reminiszenzen. Ich kannte noch die Paula Veit, …

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Krone Tettnang: einfach nur schön

Summa summarum: sehr gut gemachte, hochwertige, traditionelle, authentische schwäbische Regionalküche auf hohem Niveau, aber unprätentiös und ohne Schnörkel und Zeitgeistkniefall, dazu einige modernere Gerichte in einem gepflegten, heimeligen Gasthaus mit eigener Brauerei und ein paar einfachen, aber netten Zimmerchen mitten in der Tettnanger Altstadt. Tettnang selber ist … nun ja, sagen wir mal, streckenweise ganz …

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Weihnachtsmarkt Ulm: was für’n Scheiß

Caro ist unleidlich, um nicht zu sagen höchst unleidlich. In diesem Zustand neigt sie dazu, gefährlich zu sein, gefährlich für Ihre unmittelbare Umwelt (das bin zurzeit vorwiegend ich, glibs!), gefährlich für sich selber, vor allem aber gefährlich für die Quellen der Unleidlichkeit. Und in diesem Zustand neigt sie dazu, zu klagen, klagen nicht im Sinne …

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me and all hotel ulm: Reproduzierter Zeitgeist aus der Retorte

Summa summarum: Bemüht zeitgeistiges Mittelklasse-Hotel von der Stange in bester Innenstadtlage, mit Vorauskasse, funktionalen, gewöhnungsbedürftigen Zimmern ohne Wohlfühlfaktor, einer wirklich netten, hippen Bar/Lounge/Terrasse auf dem Dach mit relativ kleiner Getränke- und Speise-Auswahl und mit chronisch duzendem Personal. Und wieder eines mehr. Jüngst eröffnete das me and all hotel in Ulm. me and all hotels ist …

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Linde in Albstadt: der Funke springt nicht über

Summa summarum: alteingesessenes Gasthaus frei von Tadel, durchrenoviert, solide, sauber, wertig, doch für mich gefühlt wie aus der Retorte, ohne Herz und Charme, mit einer ebenfalls nicht wirklich zu tadelnden, aber mittelmäßigen schwäbischen Küche. Irgendwie tue ich mich auch nach dem zweiten Aufenthalt in der Linde in Albstadt-Ebingen, mitten im Herzen der Schwäbischen Alb, schwer …

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Widmann‘s Löwe in Zang: unterdurchschnittliches schwäbisches Dorfgasthaus im Fahrwasser des hauseigenen Sterne-Restaurants

Summa summarum: charme-freies Gebäude-Ensemble an einer gut befahrenen Durchgangsstraße auf dem Dorfe mit charme-freien, ordentlichen Gästezimmern, schönem Biergarten und recht luxuriösen Chalets und rustikalen Bauwagen zur Übernachtung hinter dem Haus, dazu ein Sterne-Restaurant namens ursprung und ein schwäbisches Land-Restaurant namens Widmann’s Löwen. Zum urpsrung kann ich hier nichts sagen, Widmann’s Löwe jedenfalls ist von der …

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