Villatoro: Denkwürdiges am östlichen Neißeufer

Summa summarum: allein mit Geld und gutem Willen stampft man kein Spitzenlokal von Null aus dem Boden. Herzblut mag ja da sein, beim Geldgeber wie beim Koch wie beim Service, nur Konzept, Know-How und Mentor fehlen schmerzlich. Das Haus sei eröffnet worden, so teilt uns unser Gewährsmann, die Plaudertasche, mit, von einem der beiden Söhne …

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Pupp Karlsbad: Wieder großes Grand-Hotel-Theater

Summa summarum: nach Jahren des gefühlten schleichenden Niedergangs hat sich das Pupp endlich berappelt und bietet wieder den Service und das Ambiente eines echten Grand-Hotels. In den vergangenen Jahren hatte ich den Eindruck, das Pupp – das legendäre Karlsbader Grand-Hotel mit Gästen wie Bach, Beethoven, Casanova, Wagner, Bismarck, Napoleon, Franz Josef I, Peter der Große, …

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Schwejk Karlsbad: unmöglich

Summa summarum: Touristenabfütterungsanstalt, die ihren Charme und ihre Authentizität nicht verraten und verkauft hat, sondern die einfach kocht wie seit fünfzig Jahren oder mehr … Ich darf dieses Restaurant nicht mögen, es geht gar nicht, dass ich es mag, es widerspricht all meinen üblichen Bewertungskriterien eklatant, es hat fast alles, was ich üblicher Weise kritisiere, …

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Gasthof Bären Randersacker: manchmal sind es die Kleinigkeiten …

Summa summarum: hübscher, authentischer Landgasthof mit heimeligen Gaststuben, in denen freundliche Bedienungen handwerklich gut gemachte, Convenience-freie, regionale Hausmannskost ohne Enttäuschungen und ohne kulinarische Höhenflüge servieren, dazu wertig eingerichtete, gemütliche Zimmer, die leider etwas besser gepflegt sein könnten. 22 Jahre vor der Geburt von Galileo Galilei (der Typ mit dem „Und sie dreht sich doch“-Spruch) prellten …

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Wieder einmal im Bruns in Dalhausen: unverändert gute bürgerliche Küche auf dem Lande

Summa summarum: unprätentiöse, ehrliche, noch mit Können, Liebe und guten Zutaten zubereitete traditionelle deutsche gutbürgerliche Küche in gewöhnungsbedürftigem Ambiente irgendwo im Nirgendwo des Weserberglandes Matthias Bruns, der im Ein-Sterne-Restaurant Silberdistel der Sonnenalp in Offerschwang das Kochen gelernt hat, liefert seit Jahren im Familienbetrieb im kleinen Dörfchen Dalhausen bei Beverungen (bei Höxter bei Paderborn, also irgendwo …

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Gambrinus Keller in Friedberg: Für’n Teller Nudeln reicht’s

Summa summarum: belanglos bis enttäuschend. Viel gib es hier nicht zu sagen: Friedberg (Bayern, nicht Hessen), den meisten vielleicht bekannt durch das Möbelhaus Segmüller, das hier seinen Firmensitz hat, seit 1264 äußerste Bastion der Wittelsbacher gegen die einst mächtige Freie Reichsstadt Augsburg, 1396 von den Augsburgern niedergebrannt, dann im Dreißigjährigen gleich zweimal von den Schweden, …

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Diversifikation tut Not: Das Spiesswerk

Summa summarum: Das Spießwerk ist ein ganz normales, durchschnittliches Steakhaus wie tausend andere auch, nur dass es hier zusätzlich noch Fleisch auf Spießen gibt. Wer gerne große Flatschen toter Kuh isst und weder auf Beilagen noch auf kulinarisch anspruchsvollere Gerichte Wert legt, der kommt im Spießwerk sicherlich auf seine Kosten. Neben dem Stammhaus in der …

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Hoettl Deggendorf: charmbefreite Übernachtungs-Gelasse, urige Gaststube, ordentliche Wirtshausküche, pralles Leben

Summa summarum: baulich vorne hui, hinten pfui, vorne traditioneller Gasthof im alten, schönen Haus direkt am Stadtplatz, hinten gesichtslose, funktionelle Neubau-Metastasen zwischen Parkplätzen und Hinterhöfen mit pragmatischen, gänzlich charme-befreiten Übernachtungs-Gelassen und muffigem SPA unter’m Dach, aber die Gaststuben im Altbau sind gemütlich, authentisch, vorwiegend einheimische Gäste, ein gediegener Querschnitt durch die bürgerliche Mittelklasse, ordentliche regionale …

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me and all hotel ulm: Reproduzierter Zeitgeist aus der Retorte

Summa summarum: Bemüht zeitgeistiges Mittelklasse-Hotel von der Stange in bester Innenstadtlage, mit Vorauskasse, funktionalen, gewöhnungsbedürftigen Zimmern ohne Wohlfühlfaktor, einer wirklich netten, hippen Bar/Lounge/Terrasse auf dem Dach mit relativ kleiner Getränke- und Speise-Auswahl und mit chronisch duzendem Personal. Und wieder eines mehr. Jüngst eröffnete das me and all hotel in Ulm. me and all hotels ist …

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Farwell Schwab‘s Landgasthof

Summa summarum: traditioneller, gepflegter, gemütlicher, weder überkandidelter noch künstlich auf historisch gemachter Landgasthof mit ordentlichen Drei-Sterne-Komfort-Gästezimmern, gemütlichen Gaststuben, freundlichem Personal, meist einheimischen Gästen sowie moderner, anspruchsvoller fränkischer Küche mit Höhepunkten und Mittelmaß eng beieinander. Wenn ich in’s Nördliche der Republik fahre, so tue ich das meist in zwei oder drei Etappen, fahre vier bis sechs …

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Mader in Steyr: authentisches Städtchen, nettes, historisches Hotel, durch und durch enttäuschendes Futter

Summa summarum: ausgesprochen schönes, altes Städtchen mit viel historischer, authentischer Bausubstanz, interessantes, gepflegtes, sehr altes Hotel in zentraler Lage mit guten, preiswerten, charmanten, ausreichend komfortablen Zimmern, aber dazu eine durch und durch mittelmäßige Gastronomie in nur bedingt romantisch-heimeligen Abfütterungsräumlichkeiten mit mal gutem, mal sehr viel weniger gutem Servicepersonal, dafür aber keine Pauschaltouristen, überhaupt wenig Fremde, …

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Hotel Stern in Chur: gepflegtes Hotel mit sehr gutem, authentischem Schweizer Restaurant ohne Kniefall vor Zeitgeist und Internationalismus

Summa summarum: Das Hotel Stern mit seinem Restaurant Veltliner Weinstube sind mit das Beste, was ich in letzter Zeit erlebt habe. Uraltes, gepflegtes, gemütliches, aber nicht überkandideltes Hotel direkt in der Altstadt samt ausreichend Parkmöglichkeiten, in dem man sich einfach wohl fühlt, durch die Bank weg sehr freundliches und engagiertes Personal, außerordentlich gute, authentische Schweizer …

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Westtirol: Hotel Hirschen in Imst

Summa summarum: gibt sich als authentisches Tiroler Wirtshaus, ist aber nur ein Massentourismus-Abfertigungs-Betrieb ohne Herz und Seele und mit wenig Charme, mit effizienter 08/15-Massenabfertigungs-Küche, die weder regionale kulinarische Erlebnisse noch Freude aufkommen lässt. Ich muss dienstlich nach Chur in der Schweiz, im Rheintal am Anfang der Via Mala (oder, für die Eiligen, wo die Autobahn …

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Déjà bu? München: Nett

Summa summarum: nettes, fast authentisches Bistro mitten in einer der Münchner Party-Meilen, klein, gemütlich, nettes Publikum, einfaches, ordentliches Bistro-Essen mit viel Potential nach oben, wohlfeile kleine, aber gute Weine von unbekannten französischen Winzern, ein Ort zum ungezwungenen Wohlfühlen „Déjà bu?“, das übersetzt die hauseigene Webseite mit „Schon probiert?“, doch wenn mich meine marginalen Französisch-Kenntnisse nicht …

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Hotel Chemnitzer Hof: Uncharmant

Summa summarum: schmuckloser Bauhaus-Klotz mitten in der Innenstadt, ordentlich renoviert, bar jeglichen Charmes und Flairs, mit Optimierungspotential beim Servicegedanken Es muss das Jahr 1993 gewesen sein, als ich das erste Mal im Chemnitzer Hof nächtige. Von der einstmaligen Noblesse des 1930 im Bauhausstil errichteten Luxushotels war – außer dem Marmor und den großzügigen Grundrissen – …

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Alte Post in Wangen: Agonie

Summa summarum: ursprünglich mal ein schönes, nobles Kleinstadthotel, heute nur noch mühsam aufrecht erhaltene Fassade, Abnutzung und Renovierungsstau an allen Ecken und Enden, das Erdgeschoss okkupiert von einem Billig-Discounter, man spürt kein authentisches Flair, sondern lediglich Agonie und Niedergang, die eigentlich hübschen Speiseräume werden nur noch zum Frühstück genutzt, die Hotelküche verwaist, das Haus zum …

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