Kategorie: Restaurant- und Hotelkritiken
Jenseits der zivilisierten Welten angelangt …
… im Bolero an der Partymeile im alten Innenhafen von Duisburg. Was hier als Martini Cocktail serviert wird, spottet wirklich jeglicher Beschreibung: grausam!!!
Nich lang schnacken, Kopp in Nacken!
Grüße von der Baustelle des Atlantic in Hamburg. Es ist ein Witz, hier und heute von „Neueröffnung nach der Renovierung“ zu sprechen. Die Renovierung ist nach wie vor in vollem Gange, das halbe Haus eingerüstet, der Haupteingang gesperrt, stattdessen muss man durch die Saaleingänge in’s Hotel, keine aufmerksam wartenden Doormen vor den Türen, parken in …
Zwischen Magie und Macke: Rhöner Botschaft reloaded
Summa summarum: schönes, altes, gut renoviertes Gasthaus in der Ortsmitte eines verschlafenen Dörfchens in der Rhön, schöne Gasträume und schöner Biergarten, gesichtslos-modernistisch-funktionale Hotelzimmer von der Stange, alles leider an einer lauten, vielbefahrenen Bundesstraßen-Kreuzung, freundliches, engagiertes Service-Team und eine herausragende, heimatverbundene, frische, nicht gewollt leichte, mal traditionelle, mal moderne Küche, die ihre gutbürgerlichen Wurzeln nicht verleugnet …
Essen in USA (5/19): The Flame Diner
Am nächsten Morgen holen wir uns einen Donut auf die Hand und einen dieser verfluchten Coffee to go – but when you are in New York, do like the New Yorkers do – und laufen nach Norden, über den schon morgens quirligen Times Square, Rockefeller Center, Carnegie Hall und Central Park lassen wir rechts liegen …
Essen in USA (4/19): Hot Dog und Sant Ambroeus
Nach einem – sagen wir – sehr gewöhnungsbedürftigen, wahrscheinlich grottenauthentischen Hot Dog von einem der typischen Straßen-Stände, bestehend aus dem obligatorischen länglichen, dreiviertel aufgeschnittenen Labberbrötchen und einer (wahrscheinlich) fleischhaltigen Masse in Wurstform, ummantelt von einem Plastikdarm, garniert mit Ketchup, gehackten frischen und industriell frittierten Zwiebeln, einer – recht interessanten – Art saure Gurken Relish, einer …
Essen in USA (3/19): Ridgeway Diner
Am nächsten Morgen machen wir uns noch auf dem Zimmer aus der verfluchten Kapselmaschine heißes, schwarzes, höchst umweltschädliches Chlorwasser, die Amis – aber auch die deutschen Kapselapologeten, die soll die tollwütige, dumme Umwelt-Gretel beißen – nennen es euphemistisch „Kaffee“, danach bummeln wir durch das Morgengrauen die Sechste, die Leute hier nennen sie Avenue of the …
Essen in USA (2/19): Charlie Palmer Steak New York
Wir wohnen im Archers Hotel an der 38. Straße mitten in Manhattan, quasi vis-à-vis vom Empire State Building. Nach fast 20 Stunden Reise nur schnell eine Dusche, umziehen, einen Drink an der Bar und dann – was läge näher? – ziemlich erschöpft und hungrig in’s offensichtlich ja gut beleumundete (oder sollte man sagen „gut gebrandete“) …
Essen in USA (1/19): Vorrede
Es ist schon etwas großkotzig, da fliegt man nach New York, Caro spendiert auch noch den Heli-Transfer von JFK zu Pier 6 und hat absolut keine Lust mehr auf das Touri-Standardprogramm von Freiheitsstatue, Ellis Island, Battery Park, Brooklyn Bridge, Wallstreet, Broadway, World Trade Center (ach ne, das gibt’s ja nicht mehr), Chinatown, Little Italy, Empire …
Heller’s Kuchenglocke: Ökologische Backwaren zwischen Honeckers ungewendeter Garde, West-Schicky-Micky, Drogendealern und Studentenvolk
Summa summarum: derzeit sicherlich eine der besten Adressen in Dresden für leckeres, ungezwungenes, ökologisch korrektes Frühstück. Dresdner Neustadt im Jahr 2020, eine Gemengelage aus Non-Konformität, Anarchie, Normalität, Verbrechen, Schicky-Micky, Kleinbürgerlichkeit, Party-Szene, Drogen und Erbrochenem auf dem Trottoire. Hier liegt Heller’s Kuchenglocke am Martin-Luther-Platz Ecke Plusnitzer Straße, vis à vis der Martin-Luther-Kirche und eines alten jüdischen …
Wicker Park Seafood & Sushi Bar O‘Hare: simply a mess
Chicago O’Hare, Caro und ich haben gerade noch einen der letzten Flüge raus gekriegt, in den nächsten Tagen wird hier der Flugverkehr in die Alte Welt wohl komplett eingestellt. Es sollte kalt sein um diese Jahreszeit in Illinois, eisig, mit frostigen Winden vom See, tatsächlich ist es so ein Bäh-bäh-Wetter, feucht, fast irgendwie schwül, kalt-schwül, …
Sugar Bakery Seattle: Blattschuss auf den Zeitgeist
Summa summarum: ich ziehe jetzt auch in’s Imperium, lasse mir eine nette Story mit viel Buzzwords einfallen, suche eine gute Location, rufe laut „Guru-guru“, koche dort irgendwas und werde reich. Es ist immer wieder unglaublich, womit man im Imperium erfolgreich sein kann. Man nehme: zwei gut positionierte innerstädtische Verkaufslokale, nichts Besonderes, Neubau, Erdgeschoss, quadratisch-praktisch-gut, mit …
Pitchwood Raymond: pralles Hillbilly-Leben in tiefster Provinz
Summa summarum: authentische, sehr rustikale Provinz-Kneipe, widerliches Essen, große Auswahl an lokalen Biere und Schnäpsen, ordentliche Drinks, authentische, sehr rustikale, aber freundliche Menschen Wir sind den ganzen Tag durch Washington gefahren, die 101 von ihrem Anfang in Olympia, den kompletten Schlenker nach Norden über Port Los Angeles wieder runter nach Aberdeen, dort haben wir auf …
Neulich im Hotel: Bülow Palais, Dresden
Hirsch in Aichwald: immer wieder gerne
Summa summarum: echtes schwäbisches Dorfgasthaus mit authentischer, sehr guter, einfacher Dorfwirtshausküche. Wenn wir ehrlich sind, so müssen wir doch zugeben, dass wir in einer Zeit leben, in der nichts Besonderes etwas durch und durch Besonderes ist. Aichwald, tiefstes Schwaben, ein Kaff auf halbem Weg zwischen Göppingen und Stuttgart an der L1201 gelegen, nicht mehr so …
Geigers Besenwirtschaft: Volkes Himmel
Summa summarum: bodenständiges, derbes, gutes Essen in großen Portionen, dazu süffige, kleine heimische Weinchen, alles zu sehr moderaten Preisen, und das alles sowohl vom Interieur als auch der kollektiven Stimmung her in einer brechend vollen Musikantenstadel-Umgebung. „Ich höre schon des Dorfs Getümmel, Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein; Hier bin …

