Hi-Way 101 Diner in Sequim: Eine Nation, die in großem Stile so etwas isst, kann keine gute Nation sein

Summa summarum: So typisch imperial-amerikanisch, dass es fast schon weh tut. Typische Diner-Architektur und –Einrichtung, typische Diner-Speisen, typische Diner-Qualität, typisches Diner-Publikum. Es ist ein Graus. Klar, der legendäre Highway 101 entlang der Westküste der Vereinigten Staaten von Washington bis Kalifornien ist für jeden aufrechten Transatlantiker ein sentimentales Sehnsuchtsziel, so wie für jeden Bewunderer der Russischen …

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Port Orford: Right in the middle of nowhere (3/3)

Mittag sitzen wir hinter dem Haus, trinken Weißwein aus Oregon, essen ganz stilecht Chips, blicken auf das Meer und freuen uns. Von Süden zieht Nebel auf, man kann sehen, wie sich die dicke Nebelbank Meter um Meter vorschiebt uns alles in ihren weißen weichen Schleier hüllt. Die Einheimischen nennen den August denn auch Fogust, sie …

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Port Orford: Right in the middle of nowhere (2/3)

Vom Motel aus kann man – eine absolute Seltenheit in den Staaten – fast alles in Port Orford fußläufig erreichen, von einem Ende des Örtchens zum anderen ist es keine halbe Stunde. Angesichts des tollen Wetters und der tollen Aussicht von der Wiese hinter dem Motel haben wir erstmal keine Lust, uns zum Essen in …

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Port Orford: Right in the middle of nowhere (1/3)

Von Seattle nach San Francisco sind es – je nach Route – +/- 1.000 Meilen, also rund 1.600 Kilometer, irgendwie ist Ami-Land ganz schön groß, das vergessen wir immer wieder. Ziemlich genau auf halber Strecke liegt Port Orford. Port Orford, mit Ausnahme Alaskas die westlichste Stadt der kontinentalen USA und zugleich älteste weiße Stadtgründung in …

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48 Stunden SanFran (6/6)

Unseren Absacker für den Tag nehmen wir in der Bar des Ritz Carlton, einem protzigen neoklassizistischen Schuppen mit einer im Gegensatz zum Fairmont ziemlich guten Hotelbar namens The Lounge. Es ist nobel-gediegen, ein Mann mit Schlägermütze spielt vor dem Kamin auf einem Banjo amerikanische Weisen vom Herzschmerz und dass dieses Land mein Land sei, und …

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48 Stunden SanFran (4/6)

Wie dem auch sei, ausgerechnet hier im Westfield Shopping Center soll es einen der besten Asiaten ganz San Franciscos geben, das M.Y. China von Martin Yan, einem populären US-Koch-Clown mit angeblich über 3.500 Kochsendungen, einer eigenen Restaurantkette und mehr als 30 angeblich selbst verfassten Kochbüchern. Zusammen mit den Gebrüdern Ronny und Willy Ng, multiplen, umtriebigen …

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48 Stunden SanFran (3/6)

Am nächsten Morgen bummeln wir durch Chinatown, Chinatown in San Francisco ist wirklich noch interessant, ich weiß nicht, ob ich „authentisch“ schreiben sollte, nicht wegen der zweisprachigen Straßenschilder, der Drachen, Tempel und Straßenlampen, sondern wegen der Geschäfte und vor allem wegen der Menschen, die hier gefühlt zu einem Drittel aus glotzenden Touristen wie uns bestehen, …

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48 Stunden SanFran (2/6)

„Was ist der Plan?“ fragt sie. „Keinen Plan.“ antworte ich. „Aber sonderlich sexy finde ich es hier nicht.“ „D’accord“ stimmt mir Caro spontan zu. „Top of the Mark?“ schlägt sie vor. „Ist doch ein Interconti, die sind doch gemeinhin nichts mehr.“ wende ich ein. Top of the Mark, das ist die Roof Top Bar des …

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48 Stunden SanFran (1/6)

„Bis wann geht die Tour?“ fragt Caro. „Offiziell bis Sonntag, die machen das oft so, dann haben die Teilnehmer einen guten Grund, nach einer Woche Meeting-Marathon im Silicon Valley noch das Wochenende auf Geschäftskosten in Kalifornien zu verbringen und erst am Montag oder Dienstag wieder im Büro aufzuschlagen. Ich würd‘ meinen Leuten ja was erzählen, …

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Mendocino: Vergessene Alt-Hippie-Kolonie (2/2)

Halt stopp, ein weiteres Highlight gibt es noch in Mendocino, nämlich Dick’s Place, quasi direkt neben dem Mendocino Hotel gelegen. Dick’s Place, das ist eine echte Spelunke vom Feinsten. Pierers Universal-Lexikon von 1863 definiert Spelunke als ‚schmutzigen, unansehnlichen Ort, wo sich gemeine Leute versammeln‘, und das ist das Dick’s Place garantiert. Abgewetzter Holzfußboden, rechts ein …

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Mendocino: Vergessene Alt-Hippie-Kolonie (1/2)

Es war eine düstere Zeit. Nennen wir sie das digitale Mittelalter. Die Transistoren machten sich gerade daran, die Röhren zu verdrängen, Lochkarten waren die neuesten Errungenschaften der Computertechnologie, Fernseher und Kühlschränke hatten ungefähr die gleiche Größe, es gab zwei Fernsehprogramme, Das Erste und Das Zweite, nur manche Menschen im Süden konnten noch Österreichisches oder Schweizer …

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Marginalie 89 (Menschen im Hotel – Miniatur-Sitten-Gemälde): Botanist und Kuhblicke

„Bitte einen Martini Cocktail, gerührt, nicht geschüttelt, extra-extra-extra dry, sehr kalt, nur gewaschenes Eis, alle Flüssigkeit abgegossen, mit Noilly  Prat und dem Botanist bitte, Lemontwist, keine Olive.“ Der Barkeeper blickt mich an wie eine Kuh, aber die hätte wahrscheinlich mehr verstanden. Routiniert greift er zum Beefeater und einem Shaker, „Nein“, sage ich, „Botanist hatte ich …

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Ostern in Lissabon: Ostermontag

Wir schlafen lang an diesem Tag, sehr lang, packen unsere Sachen und frühstücken wieder in der Pastelaria Cristal II in der Rua Buenos Aires um die Ecke. Wir sitzen an einem der Tische auf dem Trottoir, es ist kühler geworden, trinken sehr viel Kaffee und noch mehr sehr süße Limonaden und essen dazu sehr, sehr …

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Ostern in Lissabon: Ostersonntag

Am nächsten – genau genommen am selben – Morgen fahren wir nach dem obligatorischen schnellen Frühstück in einer kleinen Pastelaria um die Ecke todmüde durch die engen Altstadtgassen auf der mächtigen, wirklich beeindruckenden Vasco da Gama Brücke über den Tejo, vorbei an den Flamingos von Samouco, ausgedehnten Weiden und Korkeichen-Wäldern nach Westen in’s Alentejo, nach …

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