Kategorie: Reiseberichte
P.S. in Sachen Woronoffbutter 2 Wochen nach unserem letzten Besuch im Landgasthaus Bruns.
Die Butterzubereitung ist richtig gut und lecker, mit ihrer mit ausgewogener Estragon-Knoblauch-Paprika-Note passt sie in der Tat perfekt zu Schnecken, sicherlich aber auch zu einem Steak. Der Koch rückt das Rezept nicht raus, und so habe ich das Recherchieren angefangen. Meine Kochbücher – inklusive Escoffier und Teubners großes Saucenkochbuch – Fehlanzeige. Und auch im Internet …
„Rückbau“ Hutschenreuther-Werk
Rätsel: Was ist das? Das ist das Gelände, auf dem bis vor kurzem noch das Hutschenreuther-Werk in Selb stand, „Rückbau“ steht euphemistisch auf dem Bauplakat in der Bildmitte. Hier haben die neuen italienischen Besitzer von Rosenthal und damit Hutschenreuther ganze Arbeit geleistet. Frage: wo mag das „Original Hutschenreuther Porzellan“ jetzt wohl herkommen?
Gehen die Deutschen nicht mehr essen?
Deprimierende Fahrt durch den Odenwald: landschaftlich sehr schön, aber noch nie so viele geschlossene, verkommene Dorfgasthäuser gesehen, man fährt durch zehn Ortschaften hintereinander und kein einziges Wirtshaus mehr. Gehen die Deutschen nicht mehr essen?
Und nochmals Wiesbadener Stadtmarkt – von Oben
Es wird Frühling: Wiesbadener Stadtmarkt!
Es gibt sie noch, die Wiener Kaffeehaus-Kultur, wenngleich mit elektronischer Registrierkasse: das Sperl im VI Bezirk
Augsburger Premium-Draft-Biere vom Riegele auf der Speisekarte eines Wiener Stadt-Beisl; und Commerzienrat gibt’s vom Fass.
Naschmarkt in Wien: nur noch ein reiner Touristen-Nepp, künstliches Disney-Land auf österreichisch.
Hotels in Wien – die Qual der Wahl
Nur so vorweg: ich liebe Wien, bin seit 35 Jahren wenigstens drei- bis viermal pro Jahr dort, habe dort einige Zeit gelebt, studiert und gearbeitet, habe viele Freunde in Wien, könnte mir gut vorstellen, meinen Lebensmittelpunkt dorthin zu verlagern – und doch würde ich niemals sagen, dass ich die Stadt kenne, auch nicht nur ansatzweise. …
Augsburger Stadtmarkt, Samstag 07:30
Das Restaurant des Hotels Marko in Portorož: Verarsche vom Feinsten
Portorož: Perle an der Slowenischen Adriaküste, mildes Klima, um das noble alte Palace-Hotel (heute ein nettes, aber auch eines der mäßigeren Kempinskis) haben sich entlang der Küste und an den Hängen zahllose Hotels angesiedelt, meist gesichtslose, aber gepflegte 80er- und 90er-Jahre Bauten, die Striezies aus Ljubljana kommen bis heute gerne hier her, es ist quirliger …
Restoran Krk: kroatische Gastfreundschaft abseits des Touristenrummels
Meine Söhne haben mich geschimpft: ich würde immer nur Kritiken schreiben, wenn ich mich geärgert hätte, aber nie etwas Positives. Nun denn, hier aus tiefstem Herzen etwas wirklich Positives. Die Insel Krk ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Dalmatien-Reisen, jetzt mit dem Festland durch eine atemberaubende Brücke verbunden, die Insel selber ein karges Eiland mit petrochemischer …
Berlin 1999, Teil 5: Nacht in der Bar des Grandhotels in der Hauptstadt während der Baufachmesse
Nervös wartet er an der Bar auf sie. Sie kommt heute nicht, sie wird nie mehr kommen, zumindest diese sie nicht. Unaufhörlich kippt der Keeper billigen Lemon juice in die Caipirinha, drückt vorgeschnittene, gekühlte Limonenschnitzen mit den Händen aus, mit denselben ungewaschenen Händen, mit denen er kurz zuvor auch mein Geld angefaßt hat. Während mir …
Berlin 1999, Teil 4: Die Marlene-Bar im Interconti
Nach nochmals 10 Minuten, weiter die Kantstraße herunter, vorbei am Bahnhof Zoo (die Nachfolgerinnen der Christiane F. stehen noch immer da), der Gedächtniskirche und dem Zoo kommt man schließlich zum alterwürdigen Interconti, sofern man einen siebziger Jahre Zweckbau überhaupt altehrwürdig nennen kann. Traditionell schlafen die US-amerikanischen Präsidenten bei ihren Berlin-Besuchen hier, hier fand der Filmball …
Berlin 1999, Teil 3: Das Ottenthal
Ein ähnliches offenes Geheimnis ist das Ottenthal, ein paar Häuserblocks die Kantstraße herunter in Richtung Zoo. Zugegeben, hier ist man nicht so unaufgeregt wie im florian. Ohne Reservierung geht in der Regel nichts, das Publikum ist gesetzter, man trägt Krawatte, hier verkehrt mehr das Geld als die Kunst und die Politik, statt lockerer Bistro-Kneipen-Stimmung beherrscht …

