Kinderfrühstücksecke …
… im Interconti in Berlin: wirklich mal eine nette Idee, auch wenn dem Melonen-Monster die Zähne ausfallen.
… im Interconti in Berlin: wirklich mal eine nette Idee, auch wenn dem Melonen-Monster die Zähne ausfallen.
Summa summarum: derbe, traditionelle, authentische Berliner Volksküche, plump, schmackhaft, sättigend in unverfälschter, echter Kneipen-Atmosphäre. Nichts für kulinarische Feingeister, auch nicht für jeden Tag, aber dann und wann macht auch sowas mal Spaß. Die Liste der Gäste, die das Berliner Restaurant mit dem unkonventionellen Namen Schildkröte seit seiner Eröffnung 1936 besucht haben, liest sich wie ein …
Irgendwie tut es einem ja immer leid, wenn man miterleben muss, wie ein guter alter Freund so langsam vor die Hunde geht und man selber nur hilflos daneben steht, ohne wirklich etwas machen zu können. So geht es mir seit Jahren mit dem Interconti in Berlin. Früher, in den Siebzigern und Achtzigern, da logierten wir …
Summa summarum: Heruntergekommene Mischung aus Trash und möchte-gern edel, vor zehn Jahren vielleicht mal hipp und schick, heute weder vom Ambiente noch vom Service, geschweige denn vom Essen her auch nur annähernd überzeugend, noch nicht einmal mehr Publikum zum sehen und gesehen werden, schlichtweg sein Geld nicht wert. Vor viereinhalb Jahren war ich das erste …
Summa summarum: Sicherlich keine Bar für Partyvolk, Eimersäufer und Paarungswillige, sondern ein verborgenes, nicht steifes, legeres und doch gepflegtes Refugium für Genießer, die keinen Mainstream zum tausendsten Male reproduziert haben wollen, sondern die neugierig auf Neues, gierig nach Qualität und versessen auf Können sind und die gerne unter sich bleiben wollen. Mixology, das Magazin für …
Da sitzen Caro und ich des Nachts bei Rum und Martinis beisammen, plaudern freundlich entspannt über Gott und die Welt, aus der Krawallbox (vulgo Bluetooth SoundBox) spielt via Funke (vulgo Mobilfunktelephon) und Spotify mehr aus Zufall im Hintergrund Max Raabe, da sagt Caro plötzlich „Hast Du nicht mal Lust, auf ein Max Raabe-Konzert zu gehen?“ …
Caro hat nach Berlin eingeladen. Sie hat einen Termin am Montagmorgen, wir fliegen Freitagnachmittag schon rüber, sie kann den Flug in ihrer Blechkiste von der Steuer absetzen und ihre notwenigen Pilotenstunden sammeln, ich spare den Flugpreis, den ich allerdings gerne zahlte, wenn ich dafür in einem richtigen Flugzeug fliegen dürfte, mit Piloten, Pursern, Gratis-Nüsslein, Toiletten, …
Es gibt Ereignisse, da kann man einfach schwermütig werden. Secret Escapes, die Reste-Zimmer-Verramsch-Plattform für bessere Hotels bietet dieser Tage eine Übernachtung im legendären Kempi – das Bristol Kempinski am Kurfürstendamm in Berlin – für 52 € an, da ist manches Motel One oder so teurer. Warum mich das schwermütig macht? Es war 1973, ich war …
Vor Jahren, da reiste ich noch sehr viel, lebte wochen- und monatelang in Hotels, immer in der Nähe meiner wechselnden Klienten, nur am Wochenende daheim bei Weib und Kindern, und selbst das manchmal nicht, Karriere machen heißt man dieses blödsinnige Verhalten wohl. Über vier Monate hatte ich im Westin Grand in Frankfurt schon gewohnt, mitten …
Summa summarum: wo die Bayern von den Preußen in Sachen schlechtem Einschenken noch was lernen können, wo man schlecht isst, aber recht nett und zentral sitzt Zitat aus der Berliner Morgenpost vom 22.04.2016 aus einem redaktionellen Artikel von Britta Klar über 10 Berliner Biergärten, die einen Besuch lohnen: „Bereits 1954 eröffnete die Familie Fistler …
Nervös wartet er an der Bar auf sie. Sie kommt heute nicht, sie wird nie mehr kommen, zumindest diese sie nicht. Unaufhörlich kippt der Keeper billigen Lemon juice in die Caipirinha, drückt vorgeschnittene, gekühlte Limonenschnitzen mit den Händen aus, mit denselben ungewaschenen Händen, mit denen er kurz zuvor auch mein Geld angefaßt hat. Während mir …
Nach nochmals 10 Minuten, weiter die Kantstraße herunter, vorbei am Bahnhof Zoo (die Nachfolgerinnen der Christiane F. stehen noch immer da), der Gedächtniskirche und dem Zoo kommt man schließlich zum alterwürdigen Interconti, sofern man einen siebziger Jahre Zweckbau überhaupt altehrwürdig nennen kann. Traditionell schlafen die US-amerikanischen Präsidenten bei ihren Berlin-Besuchen hier, hier fand der Filmball …
Ein ähnliches offenes Geheimnis ist das Ottenthal, ein paar Häuserblocks die Kantstraße herunter in Richtung Zoo. Zugegeben, hier ist man nicht so unaufgeregt wie im florian. Ohne Reservierung geht in der Regel nichts, das Publikum ist gesetzter, man trägt Krawatte, hier verkehrt mehr das Geld als die Kunst und die Politik, statt lockerer Bistro-Kneipen-Stimmung beherrscht …
Das wirkliche, das echte Berlin hält sich versteckt. Versteckt nicht etwa hinter verschlossenen Türen von exklusiven Privatclubs – die Havanna Lounge ist wieder geschlossen, und selbst der China Club im Adlon soll so seine Probleme haben, hört man – sondern in aller Öffentlichkeit, versteckt hinter Unspektakulärheit, Unaufgeregtheit, solider Schlichtheit. Schon im vorletzten Jahrhundert war die …