Der Lack ist ab: Interconti Berlin

Es gab eine Zeit, da mochte ich das Intercontinental in Berlin wirklich richtig dolle. Das war Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts, noch bevor das Adlon wieder eröffnete und die meisten üblichen Hotel-Nobelmarken noch nicht so präsent waren in Berlin. Nur das Schlosshotel im Grunewald konnte dem Interconti damals nach meinem Dafürhalten noch das …

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Schneeweiß: ziemlich gute österreichische Küche mitten im Friedrichshainer Kiez

Summa summarum: unaufgeregtes, gemütliches Speiselokal mit authentischer, traditioneller, gekonnt gemachter österreichischer Küche und gutem Service zu moderaten Preisen Wo sich Italiener, Griechen, Türken, Araber, Asiaten, Klopsbrater, Bier- und Szenekneipen, Bars, Fine Dining, Körnerfresser und gesichtslose internationalistische Lari-Fari-Köche ein munteres kulinarisches Stelldichein geben, liegt mittendrin im Friedrichshainer Kiez das Schneeweiß. Der erste Eindruck ist: unaufgeregt. Hier …

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Marginalie 118: Der Sackgassen- und Poller-Irrsinn

Nun gut, seit einige Jahren wohne ich auf dem Lande, vielleicht bin ich die Großstadt nicht mehr richtig gewöhnt. Wenn bei uns im Städtchen mal eine Straße vorübergehend gesperrt wird – es gibt hier ohnehin nicht allzu viele Straßen –, dann steht das Wochen vorher im Lokalblättchen (endlich passiert mal was, irgendwas), beim Metzger wird …

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Deutsche Spirituosen Manufaktur: London Dry Gin

Die Geschichte kennt man. Hunderte, wenn nicht tausende Male mittlerweile: die Enthusiasten, die sich zusammengefunden haben, um herausragenden Schnaps zu destillieren, der Chef und Eigentümer ein studierter BWLer, dazu ein promovierter Apotheker und noch ein paar Leute. Bio, öko, small batch, handcrafted, schonend, demeter, regionale Zulieferer, naturnah, das ganze verbale Bullshit-Bingo-Arsenal in Perfektion. Dabei kleckern …

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Adlon: es geht bergab

Jede Nation hat ihre gute Stube, meist Hotels, wo ausländische Staatsgäste bevorzugt in Hochsicherheits-Präsidenten-Suiten untergebracht werden, wo die Reichen und die Schönen ihre Festivitäten abhalten, wo Waffenschieber und Escort-Girls sich unheilige Stelldicheins geben, für solche Leute halt. Mit nicht weniger als dem Anspruch, solch eine gute Stube zu sein, war das Adlon bei seiner Neu-Eröffnung …

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Sagt mal: wollt ihr mich echt verarschen? Oder Matjesfilet Hausfrauenart im Quarre Restaurant im Adlon in Berlin

Eigentlich mag ich das Quarre, eines der hauseigenen Restaurants im Adlon ja. In allerbester Hauptstadtlage, quasi einen Revoluzzer-Steinwurf vom Brandenburger Tor entfernt und in Spuck-Entfernung von der imperialen Besatzer-Zentrale (vulgo: amerikanische Botschaft) bietet das Quarre („QUARRE, quarr, f., nd. eine quarrende person, ein viel weinendes kleines kind, eine zänkische keifende frau“ Deutsches Wörterbuch von Jacob …

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Schildkröte: Fast authentisches Alt-Berlin ohne Zeitgeist-Befall

Summa summarum: derbe, traditionelle, authentische Berliner Volksküche, plump, schmackhaft, sättigend in unverfälschter, echter Kneipen-Atmosphäre. Nichts für kulinarische Feingeister, auch nicht für jeden Tag, aber dann und wann macht auch sowas mal Spaß. Die Liste der Gäste, die das Berliner Restaurant mit dem unkonventionellen Namen Schildkröte seit seiner Eröffnung 1936 besucht haben, liest sich wie ein …

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Neulich im Interconti Berlin

Irgendwie tut es einem ja immer leid, wenn man miterleben muss, wie ein guter alter Freund so langsam vor die Hunde geht und man selber nur hilflos daneben steht, ohne wirklich etwas machen zu können. So geht es mir seit Jahren mit dem Interconti in Berlin. Früher, in den Siebzigern und Achtzigern, da logierten wir …

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The Grand Berlin: Much Ado About Nothing

Summa summarum: Heruntergekommene Mischung aus Trash und möchte-gern edel, vor zehn Jahren vielleicht mal hipp und schick, heute weder vom Ambiente noch vom Service, geschweige denn vom Essen her auch nur annähernd überzeugend, noch nicht einmal mehr Publikum zum sehen und gesehen werden, schlichtweg sein Geld nicht wert. Vor viereinhalb Jahren war ich das erste …

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Becketts Kopf

Summa summarum: Sicherlich keine Bar für Partyvolk, Eimersäufer und Paarungswillige, sondern ein verborgenes, nicht steifes, legeres und doch gepflegtes Refugium für Genießer, die keinen Mainstream zum tausendsten Male reproduziert haben wollen, sondern die neugierig auf Neues, gierig nach Qualität und versessen auf Können sind und die gerne unter sich bleiben wollen. Mixology, das Magazin für …

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