Krone Großheubach: ich bin traurig.

Mit dem Schreiben ist das so eine Sache. Manchmal setzt man sich begeistert-euphorisch an den Rechner, manchmal wütend-sauer, manchmal widerwillig-gelangweilt, manchmal gänzlich emotionslos-rational. (Wer an dieser Stelle einwendet, der Journalist müsse doch in den allermeisten Fällen sein Handwerk emotionslos-rational angehen und einfach nur ehrlich berichten, was war, der hat vollkommen Recht, nur bin ich eben …

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Essen in USA (11/19): Main Noodle House

Den nächsten Tag verbringe ich nach einem ausführlichen, aber wenig guten Hotelfrühstück im  New York-Presbyterian Hospital der Columbia und der Cornell University  im nördlichen Manhattan, dort, wo keine Touristen mehr hinkommen, genauer im Edward S. Harkness Eye Institute. Die guten Leute verlangen den Gegenwert eines Kleinwagens als Vorabzahlung, um als Ausländer überhaupt einen Termin dort …

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Essen in USA (10/19): Keens Steakhouse

Hotel, Dusche, Nickerchen, Caro brezelt sich auf, ich begnüge mich mit einer frischen Unterhose und viel Parfum, Vorglühen in der Dachbar des Archers (erwähnte ich bereits, dass die wirklich nett ist?), kurz vor Neun die Fünf Minuten zu Fuß von der 38ten in die 36te, zu Keens Steakhouse. Eigentlich geht man als guter Tourist von …

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Zum Tavernwirt in Aichach-Sulzbach: viel mehr Spielraum nach oben als nach unten

Summa summarum: Als Biergarten ist der Tavernwirt in Sulzbach sehr hübsch, aber kulinarisch bei Leibe nichts Besonderes. Ob in den Gaststuben Besseres serviert wird, muss sich zeigen. Man soll und man will ja niemanden totschreiben, schon gar kein junges Paar, das den gemeinsamen Sprung in die gastronomische Selbstständigkeit wagt, das ist etwas Löbliches, noch dazu …

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Maaschanz Frankfurt: Ruppiges Frankreich am Main

Summa summarum: Ein echtes Stück Frankreich im verrotteten Frankfurt mit bodenständiger, authentischer, unverfeinerter, guter französischer Land-Küche zu fairen Preisen, einem kauzigen bis zuweilen ruppigen Patron, stark schwankender Servicequalität, einer netten Auswahl von landestypischen, wohlfeilen Alkoholika in einem nicht zu lobenden, nicht zu tadelnden Ambiente. Eigentlich hatte ich mir ein zentrales Fünf-Sterne-Hotel in Bahnhofsnähe in Frankfurt …

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Essen in USA (8/19): The Shadmoor

Der nächste Tag wird dann kulinarisch etwas – nicht viel, aber etwas – besser. Nach einen paar Kaffees und Rühreiern mit Roggen-Wabbel-Toast im Hotel gehen wir Richtung Osten durch das morgendliche, fast schon ruhige Murray Hill zum East River runter, schauen das Hauptquartier der Vereinten Nationen an, überlegen uns, warum in Dreiteufelsnamen wir das Hauptquartier …

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Il Gallo Nero Augsburg: Lauschiges Plätzchen, mäßiges Futter

Summa summarum: hübsch gelegener Italiener ohne Pizza mit kulinarischen Ambitionen, denen man zumeist nicht gerecht werden kann. Sehr lange bin ich nicht in den Schwarze Hahn, Il Gallo Nero, gegangen, denn hier hat man es nicht nötig, sich an die gesetzlich vorgeschriebene Aushangpflicht einer Speisekarte in einer beleuchteten Vitrine vor dem Restaurant zu halten; vielmehr …

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Essen in USA (7/19): McDonalds

Den Abend und die verbliebene Magenkapazität nutzen wir später dann, um vielleicht das Amerikanischste allen Amerikanischens zu begehen:  wir gehen tatsächlich zu McDonalds, nicht in einen dieser Flagship-Dinger am Broadway oder Wall Street, sondern in einen x-beliebigen irgendwo ziemlich weit oben an der Sechsten Avenue. Der typische McDonalds-Geruch vermischt sich beim Eintreten zusätzlich mit Körperausdünstungen …

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Lamm in Vaihingen-Horrheim – Schwäbisches Trauerspiel in drei Akten: schlecht gegessen, schlecht geschlafen, schlecht gefrühstückt

Summa summarum: Gesichtsloses Haus ohne Wohlfühlfaktor, funktionale, durch schreiende Nachbarn laute Gästezimmer, sehr mäßiges Essen, ob die Küche zu Besserem fähig sein kann, bleibt offen, freundlicher Service, ausgesprochen mäßiges Frühstück mit industriellen Backlingen, obwohl eine heimische Bäckerei auf der anderen Straßenseite liegt. Geschäftstermin im tiefsten Schwäbischen, allein die Logistik ist der blanke Horror, aber hey, …

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Nich lang schnacken, Kopp in Nacken!

Grüße von der Baustelle des Atlantic in Hamburg. Es ist ein Witz, hier und heute von „Neueröffnung nach der Renovierung“ zu sprechen. Die Renovierung ist nach wie vor in vollem Gange, das halbe Haus eingerüstet, der Haupteingang gesperrt, stattdessen muss man durch die Saaleingänge in’s Hotel, keine aufmerksam wartenden Doormen vor den Türen, parken in …

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Zwischen Magie und Macke: Rhöner Botschaft reloaded

Summa summarum: schönes, altes, gut renoviertes Gasthaus in der Ortsmitte eines verschlafenen Dörfchens in der Rhön, schöne Gasträume und schöner Biergarten, gesichtslos-modernistisch-funktionale Hotelzimmer von der Stange, alles leider an einer lauten, vielbefahrenen Bundesstraßen-Kreuzung, freundliches, engagiertes Service-Team und eine herausragende, heimatverbundene, frische, nicht gewollt leichte, mal traditionelle, mal moderne Küche, die ihre gutbürgerlichen Wurzeln nicht verleugnet …

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Essen in USA (4/19): Hot Dog und Sant Ambroeus

Nach einem – sagen wir – sehr gewöhnungsbedürftigen, wahrscheinlich grottenauthentischen Hot Dog von einem der typischen Straßen-Stände, bestehend aus dem obligatorischen länglichen, dreiviertel aufgeschnittenen Labberbrötchen und einer (wahrscheinlich) fleischhaltigen Masse in Wurstform, ummantelt von einem Plastikdarm, garniert mit Ketchup, gehackten frischen und industriell frittierten Zwiebeln, einer – recht interessanten – Art saure Gurken Relish, einer …

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