Kategorie: Reiseberichte
Der Martini Cocktail extra dry
In Bars gibt es Standardgetränke, Modedrinks und schließlich Klassiker. Mit einem Standardgetränk wie einem Dom Pérignon (oder einem landesüblichen Pils) wird man in den seltensten Fällen etwas wirklich falsch machen können, wenn er nicht gerade in einer Achterbahn gelagert wurde (wenngleich zwischenzeitlich für die meisten – zumindest jüngeren – Jahrgänge ein ordentlicher Tattinger vorzuziehen ist, …
Hotel De Goudfazant, Amsterdam: Trendiger Szeneschuppen mit gekonnter, bodenständiger, recht guter Küche ohne Spinnereien
Summa summarum: nur umständlich zu erreichendes Szenelokal in heruntergekommenem Viertel mit netter Lage in altem Industriebau am Wasser, mit gewöhnungsbedürftigem Interieur, ebenso gewöhnungsbedürftigen, aber netten und flotten Bedienungen, gemischtem Publikum und sehr solider, handwerklich gut gemachter, gehobener, regional verbundener Küche ohne Spinnereien und ohne Höhenflüge. Um ehrlich zu sein, kulinarisch war mir Amsterdam immer …
Fußwaschverbot am Flughafen … man lernt nie aus.
Marginalie 22 – Des Teufels Taxifahrer
Man kommt viel rum, pflegt Caro zuweilen zu sagen, und das stimmt sicherlich auch, was Taxifahren anbelangt, genauer, was Taxifahrer anbelangt. Harmlos war da noch der Taxifahrer in Mailand, über Monate arbeite ich nahezu jeden Dienstag oder Mittwoch in Mailand, nächtigte im Duomo mitten in der Stadt, um dann am nächsten Tag die allererste Maschine …
Heute auf dem Markt in Üsküdar, Asien
Wenn das massenhafte Aufhängen von Landesflaggen ein Ausdruck des Nationalstolzes eines Volkes ist, so scheinen die Türken über etwas zu verfügen, was den allermeisten Deutschen längst abhandengekommen ist.
Hilfsbereitschaft auf Türkisch
Den Gewürzmarkt oder Ägyptenbasar hinter der Yeni Cami Moschee haben wir zügig hinter uns gelassen, Kontrollen an den Eingängen zum Markt, jeweils eine Frau mit Metallscanner, ein junger Mann mit umgehängter martialischer Maschinenpistole, ein anderer mit Pistole blank im Ledergürtel steckend, ohne Halfter, aber alle mit Westen bekleidet, die sie als Polizei identifizieren, wobei ich …
Boarding heute bei Turkish Airlines. Wann gleich hatte ich auf einem Lufthansa-Flug das letzte mal einen Koch mit an Bord?
Martini Cocktail im Soho House in Istanbul: das Leben ist schön.
St. Martin kann kommen.
Soweit das Auge reicht … … Felder voll mit den schönsten Rotkohl-Köpfen … … dicke Kartoffeln bis an den Horizonzt … … und fette freilaufende Gänse: St. Martin kann kommen.
Schlossanger-Alp bei Pfronten: Wundervolles Hide-Out in den Allgäuer Alpen
Summa summarum: traumhaft schön und ruhig gelegenes, komfortables, aber nicht schickes, sondern gemütlich-unverkrampft-entspannt-entschleunigtes Alpen-Hide-Out mit super-freundlichen, herzlichen Menschen und einer unprätentiösen, bodenständigen, verfeinerten Küche, die sich nicht für höhere Weihen verbiegt und verkompliziert. Irgendwie ist der Mann ein Phänomen, Bernhard „Toni“ Ebert, seines Zeichens Patron im Berghotel Schlossanger-Alp bei Pfronten im Allgäu. Irgendwie ist er …
Alpenländische Scherzkekse
Marginalie 19: Alle Pariser Taxifahrer sind Flegel – und Uber wird ihr Zuchtmeister
Ich solle nicht immer so verallgemeinern, sagt Caro, und sicherlich hat sie Recht damit. Aber in diesem einen speziellen Falle will ich einmal verallgemeinern: nahezu alle Pariser Taxifahrer sind Flegel, und ich weiß, wovon ich rede, denn ich gehöre zu der bedauernswerten Spezies Mensch, die seit Jahrzehnten mehrmals im Monat nach Paris muss und dort …
Marginalie 18: Machen Sie 9,90
Scheidungen sind teuer, und so habe ich den Porsche gegen ein preiswerteres Gefährt eingetauscht, gegen einen Geländewagen, einen Jeep Wrangler, sehr rustikal, aber auch sehr robust, mit seinem Urgroßvater wurde Nazi-Deutschland platt gemacht, sein Großvater war in Korea und Vietnam hundertausendfach unterwegs, wenig elektronischer Schnick-Schnack, der kaputt gehen könnte, keine luxuriösen Sonderausstattungen, im Sommer echtes …
Der köstlichste Imbiss der Welt
Es war Anfang des Jahrtausends, die Jungs gerade in die Schule gekommen, da entdeckten wir die Hiša Franko in Slowenien in den Julischen Alpen bei Kobarid an der Soča, dem tükis-farbensten Fluss, den ich je gesehen habe, Isonzo nennen ihn die Italiener, Sontig früher die Deutschen, an seinen Ufern spielten sich blutige, unendliche und unendlich …

