Der Figlmüller in Wien : Gralshüter des Schnitzels Wiener Art

Summa summarum: der Gralshüter des Wiener Schnitzels, man muss einfach einmal im Leben ein Figlmüller-Schnitzel gegessen haben, aber das reicht dann in der Regel auch für den Rest des Lebens. Ansonsten begrenztes Angebot an Wiener Speisen in ordentlicher, aber unspektakulärer Qualität, enges, dampfiges Ambiente mit freundlicher, zügiger Massenabfertigung nie enden …

Teile diesen Beitrag:

Gin: Das Thema ist durch

Ich möchte eine kurze Geschichte erzählen. Sie beginnt im tristen Nordhessen der siebziger Jahre, führt über München, London, New York, Warschau und viele andere Städte und endet geschätzte 20.000 € später schließlich in einem Edeka-Laden in einem elenden 10.000-Einwohner-Städtchen i n Ostwestfalen-Lippe. Es ist meine Geschichte meiner Liebe zum Gin. …

Teile diesen Beitrag:

Pastissima Augsburg: Verweigere dich dem Mainstream, und die bist schon etwas Besonderes, auch ohne wirklich gut zu sein

Seit 17 Jahren betreibt Massimo Siniscalchi seine Gaststätte Pastissima eher versteckt und unauffällig in der Jesuitengasse im Augsburger Domviertel.  Innen bietet das kleine Restaurant keine 50 Sitzplätze, dazu kommt im Sommer ein kleiner, recht hübscher Innenhof mit ein paar Tischen. Bereits die Inneneinrichtung des Pastissima verweigert sich den üblichen Italiener-Klischees …

Teile diesen Beitrag:

Landgasthof Dietz: „Bist Du blöd, da wären ja noch mehr gekommen.“

An einem trüben, regnerischen Sonntagmorgen verließen wir Nürnberg. Karte und Navigationsgerät ungenutzt, stur folgten wir dem Kompass Richtung Westen, so gut es irgend ging, selbst über Feld- und Waldwege, nur Unterholz, Wiesen und Bachläufe mieden wir. Bei diesem Fahren nach dem Kompass sieht man die Landschaft aus völlig anderen Blickwinkeln, …

Teile diesen Beitrag:

Gutes Marketing, düster-rauchiges Lokal, lustloser Service, ordentliche Rostbratwürste und ansonsten schlechtes Essen: Der Guldene Stern in Nürnberg

Streitlustig war er immer schon, der Martin Hilleprandt, streitlustig und geschäftstüchtig. Als Student soll er in einem Referat das Marketing der katholischen Kirche mit dem von Coca-Cola verglichen haben, und kurze Zeit später war er bei Tucher jüngster Direktor einer Großbrauerei. 1980 erwarb er von seinem ehemaligen Arbeitgeber das Lokal …

Teile diesen Beitrag:

Le Mérdien Grand Hotel Nürnberg: on the edge

In weiten Teilen schlichtweg überfordertes und/oder schlechtes Personal, signifikante bauliche Mängel, suboptimale organisatorische Abläufe, grottige Küchenleistung in einem nichtsdestotrotz recht netten Ambiente mit einigen unbestrittenen positiven Überraschungsmomenten — das wäre vielleicht eine Kurzformel für den heutigen Zustand des Nürnberger Grand Hotels, wäre aber gleichzeitig viel zu kurz gesprungen für die …

Teile diesen Beitrag: