Hirsch in Aichwald: immer wieder gerne
Summa summarum: echtes schwäbisches Dorfgasthaus mit authentischer, sehr guter, einfacher Dorfwirtshausküche. Wenn wir ehrlich sind, so müssen wir doch zugeben, dass wir in einer Zeit leben, in der nichts Besonderes etwas durch und durch Besonderes ist. Aichwald, tiefstes Schwaben, ein Kaff auf halbem Weg zwischen Göppingen und Stuttgart an der L1201 gelegen, nicht mehr so …
Neulich in Kentucky …
Gins aus British Columbia: Small Batch, Handcrafted, Tralala, und gar nicht mal so schlecht
Man kann dumme Dinge machen. Sehr dumme Dinge auch. Neulich, in Vancouver, British Columbia, Kanada, Downtown, ein gehobenes Mittelklassehotel, die Lage genial, die gesamte Innenstadt samt Vergnügungsmeilen und Philharmonie fußläufig, Zimmer so lala, Installationen, Matratzen und Fenster von anno Dunnemal, Teppichboden wahrscheinlich von der örtlichen Uni für die Zucht toxischer Bakterien- und Viren-Kulturen gepachtet, Strom-, …
Take care and take it serious.
We are together at home.
Clementine Paddleford: How America Eats
Mittlerweile gibt es wohl keine Länderküche mehr, über die nicht Myriaden von wohlgemeinten Kochbüchern verfasst wurden. Die meisten dieser Kochbücher sind dem sprachunbegabten Ausländer nicht zugänglich, da sie nur in der Landessprache vorliegen, und mein Isländisch zum Beispiel ist miserabel, so dass mir die Geheimnisse der isländischen Küche weitgehend verschlossen sind. Die lokalen Kochbücher, die …
Vorsicht dummer Spruch!
Geigers Besenwirtschaft: Volkes Himmel
Summa summarum: bodenständiges, derbes, gutes Essen in großen Portionen, dazu süffige, kleine heimische Weinchen, alles zu sehr moderaten Preisen, und das alles sowohl vom Interieur als auch der kollektiven Stimmung her in einer brechend vollen Musikantenstadel-Umgebung. „Ich höre schon des Dorfs Getümmel, Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein; Hier bin …
Vorsicht dummer Spruch!
Luisenhof Dresden: in bester DDR-Tradition
„Was genau hat denn nicht gepasst?“ fragt uns die junge Frau in einem ganz kuriosen Tonfall, der Höflichkeit, Schnippischkeit und Unsicherheit in sich vereint. Und ihre Körperhaltung spiegelt eine Mischung aus Unwohlsein und Angriffslust wieder. Jedenfalls eine mutige junge Frau, ich möchte jetzt ehrlich gesagt nicht in ihrer Haut stecken, das sind für junge Service-Chefs …
Die Spinnen, die Deutschen …
Der erste deutsche Spargel Mitte März – von beheizten Feldern aus dem Gäuboden: pervers.
Martini Vesper …
… stilecht in der Becher’s Bar des Pupp in Karlsbad (wo die Casino-Szenen von „Casino Royal“ gedreht wurden) perfekt zubereitet: 6 cl Plymouth Gin, 1,5 cl Russian Standard Vodka, 0,75 cl Lillet Blanc auf Eis geschüttelt, straight in vorgekühlte Cocktail-Schalen geseiht, als Garnitur Lemon Twist. In Ian Flemmings Roman „Casino Royal“ von 1953 bestellt Bond: …
Marginalie 92: Knappe Streichhölzer, knipsende Gaffer und elitäre Schnösel
Stellen Sie sich vor: Sie sind in einem dieser gediegenen Fünf-Sterne-Boutique-Hotels mitten in einer historischen Altstadt, die Zimmerpreise fangen hier so bei Schnappatmung aufwärts an, gerne aber auch mal deutlich mehr, dafür wird man von fast jedem Mitarbeiter mit Namen angeredet, es gibt Eierspeisen à la minute zum Frühstück und keine warmgehaltene Tetrapack-Eierpampe, das Abends …
Vorsicht dummer Spruch!
Krone Alt-Hoheneck: Ein Gasthaus ist ein Gasthaus ist ein Gasthaus
Summa summarum: Krone Alt-Hoheneck ist einfach ein Gasthaus, wo man gemütlich sitzt und gut isst und trinkt, wo man gerne ist, wo man Mensch ist. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Danke dafür Schwäger Fetzer. Wirte sind schon eine seltsame Zunft. Da gibt es Haderlumpen und Verbrecher, verdammt viele Haderlumpen und Verbrecher, es gibt glücklose, …

