Full English Breakfast …
… das Leben kann so grausam sein.
Frühstück am Flughafen Müchen: 3 Weißwürst aus der Mikrowelle, braunes Rührei, verbrannter Speck, labbriges Sandwich, 2 Kaffee, 1 Limo: 36,90 €!
Einerseits, ja, ich grantle oft und viel und zuweilen auch derb bei meinen Gastronomie-Berichten, andererseits, nein, ich tue das nicht gerne, eigentlich ist das Granteln nicht mein ureigenster Wesenszug, vielmehr würde ich lieber stets enthusiasmiert von gigantischen gastronomischen Großtaten in höchsten Tönen lobend Kunde tuen. Geht nur leider recht selten, liegt aber nicht an mir, …
Zugegeben, ich grantle ja viel, oft und ausgiebig, besonders, was Restaurants und Hotels anbelangt, aber – andererseits – man sollte mich auch ein wenig verstehen: da suche ich oft stundenlang nach neuen kulinarischen Erfahrungen, fahre dann nochmals stundenlang quer durch die Pampa, freue mich wie ein Schneekönig auf leckeres Essen, habe mich längst arrangiert mit …
Summa summarum: Sehr, sehr solide, ambitionierte, gekonnte, ungekünstelte und doch anspruchsvolle Küche, die sich nicht zu schade ist für einen Leberkäs mit Bratkartoffeln, die aber mit den Crevetten oder der Kalbsjus durchaus in kulinarische Regionen kommt, die man mit Fug und Recht als ziemlich gehoben – ohne abgehoben zu sein – bezeichnen kann. Und dazwischen …
Metallurgisch ist in Geislingen an der Steige, dem Stammsitz der Württembergischen Metallwarenfabrik, kurz WMF mit den fünf Marken WMF, Silit, Kaiser, Schaerer und Hepp schon lange nicht mehr allzu viel los, Rohbestecke werden seit 2010 aus dem Werk im chinesischen Heshan bezogen, der Konzern selber längst Spielball der Heuschrecken, seit letztem Jahr mal wieder mit …
Die unglaublich wichtigen Menschen hatten den unglaublich wichtigen Termin mit den unglaublich wichtigen Geschäftspartnern zu dem unglaublich wichtigen Thema für 09:30 Uhr angesetzt, ja geht’s noch? Als die unglaublich wichtigen Menschen merkten, wie unglaublich wichtig dieser Termin mit den unglaublich wichtigen Geschäftspartnern zum dem unglaublich wichtigen Thema tatsächlich werden würde, bat man auch mich dazu, …
Wieder so ein früher mal ganz netter, jetzt getöteter Landgasthof. Gesehen in Batzenhofen.
Hotel- und Restaurant-Kritiken sollten ja eigentlich ausgewogen sein, so nach dem Motto „Dieses war ja wirklich nichts, weil A), B), C), aber Jenes war recht gut, weil D), E), F), insgesamt gewannen wir den Eindruck, dass …“. Hotel- und Restaurant-Kritiken müssen aber vor allem eines sein, und das ist ehrlich. Um das hier vorwegzunehmen: der …
Beschaulich ist es hier, heimelig, fast schon schön. Die Kammel mäandert unbegradigt und ungestaut durch ihr Tal mit Wiesen, Feldern und Hainen gen Norden, bis sie das kleine Städtchen Krumbach in Schwaben erreicht, die Altstadt zieht sich auf einem kleinen Hügel vom Bächlein hinauf, oben dann Marktplatz, Fachwerk-Rathaus, Kirche, alte Häuser, enge Gässchen, kleine Sträßchen, …
„Krabbencocktail Toast und Butter 1-5-8-10“, „Cevappcici mit Curryreis und Salat angarniert 7-9“, „Weckewerk in Butter gebraten mit Röstzwiebeln, Kartoffelpüree und gemischter Salat 4-5-7“, „Putengeschnetzeltes ‚Indische Art‘ mit Früchten Wildreis und gemischter Salatteller 1-7“, „Nordseescholle ‚Finkenwerder Art‘ mit Bratkartoffeln und Salat 4“, „Maultaschen mit Käsesauce und gem. Salatteller 1-4-7“: welcher kulinarische Irrwisch beim Zusammenstellen der Speisekarte …
Das ist sie, die original Bercher’s Bar (mit falschem Apostroph) im Pupp in Karlsbad, wo alle Kasino-Szenen im dem James Bond – Film „Casino Royale“ gedreht wurden, die ja angeblich in einem Hotel Splendid in Montenegro spielen sollen. Über „Casino Royale“ kann man geteilter Meinung sein, über Daniel Craig ebenfalls, nicht aber über Craigs alias …
Einen Auslassung über ein Lokal in Pappenheim mit einer Einlassung zu dem Spruch, dass man seine Papenheimer schon kenne zu beginnen, wäre wirklich zu plump, das sei den Herrschaften von der FAZ vorbehalten; wer dennoch mag, mag bei Schiller das Original nachlesen, Wallensteins Tod III / 15. Und wen die pejorative Entwicklung des Terminus in …
Summa summarum: Multikulturelles Zentrum in ebensolcher Lage, ordentlich renovierte Zimmer, teils gemütliches Ambiente, aber offensichtlich ohne richtiges Hotelleben, die Selbstverständlichkeiten eines Fünf-Sterne-Hauses fehlen gänzlich, schlechter Service, kurzum, ein Trauerspiel. Es ist gewiss nicht leicht, eine standesgemäße Unterkunft in Innsbruck zu finden. Natürlich gibt es die die imperialen Stützpunkte, Hilton und Ramada, in hässlichen, gesichtslosen Betonbauten, …