Kategorie: Gastrosophische Gedanken
… und in die Lebensmittelgeschäfte, würde ich noch ergänzen
Warum sich Mutter früher immer den ersten Pfannkuchen nahm …
Die Jüngeren kennen das wahrscheinlich nicht, aber früher war es oft selbstverständlich, dass Mutter sich den ersten Pfannkuchen nahm, obwohl sie ansonsten das Rollenklischee brav einhielt, alle anderen zuerst bediente und sich selber bei fast allem hintan stellte, sich natürlich auch als letzte beim Essen – das sie ja immerhin gekocht hatte – nahm. (Nicht, …
Geht mir genau so!
Marginalie 70: Gemeindeschenke Crawinkel
Dass es überall „Ratsstuben“, „Ratskeller“, „Ratsschänken“ (oder „Ratsschenken“ – der Duden lässt hier beide Schreibweisen zu) gibt, ist irgendwie selbstverständlich für uns, diese Namen suggerieren, dass hier die besseren Herrschaften der jeweiligen Orte, sogar die Räte, von alters her zu speisen und zu zechen pflegten und dass dies bis heute Horte traditioneller gehobener Gastlichkeit seien, gleichwohl …
Wie blöd muss man eigentlich sein?
Heiß und fett!
Schwein – Rind – Huhn. Nein, wir sind nicht bei den Montagsmalern, wir sind beim Fondue! Das klassische Event-Essen zu Silvester. „Machen wir Fondue, das geht ja so einfach.“ Letztlich steht die Hausfrau aber doch gefühlte zwei Manntage in der Küche – Soßen rühren, Fleisch zerstückeln, Baguette auftauen und-so-weiter-und-sofort. Wir könnten natürlich auch Racklette machen, …
Vorsicht scheinbar dummer Spruch!
Weihnachtsstollen Egerländer Art
So, der traditionelle Egerländische Christstollen wäre auch fertig – eigentlich mehr ein Hefezopf, weil Orangeat, Zitronat, Marzipan, Rosinen, das mag es auf der anderen Seite des Erzgebirges, im reichen Dresden gegeben haben, aber nicht im Egerland. Meine Großmutter flocht den Stollen noch auf die alte Weise: drei mal Drei, zwei mal Drei, ein mal Drei. …
Marginalie 69 – Kleinigkeiten
Jeder Viel-Reisende kennt das, auf dem Zimmer erwarten einen irgendwelche Aufmerksamkeiten des Hauses, ich vermute ja immer, um den Gast gnädig zu stimmen, wenn er das obligatorische schwarze Haar findet. Das reicht von dem rasch vom Housekeeping auf das Kopfkissen geworfene Bonbon oder Mini-Tütchen Gummibären (unbedingt einstecken, helfen, um über das strunzend langweilige Meeting am …
Marginalie 68: Vom Reiz des Immer-Gleichen
Ich muss zugeben, bei aller Neugier, bei allem Reiz des Neuen, zuweilen bin ich ein Gewohnheitstier, und zwar sowas von … Natürlich muss ich in’s Sushi Sho wenn ich in Stockholm bin, in’s Le Quincy in Paris, Nordseeseezunge mit Bratkartoffeln im Butt in Jever, zum Pakistaner in’s Lahore Kebab House in London, Schnitzel bei Grolls …
Wohl wahr …
Apologie des Restaurantkritikers …
Warteck in Freudenstadt: traditionell, gehoben, gut, Patzer, die nicht sein müssten
Summa summarum: gehobenes, gutbürgerliches Lokal mit traditioneller, sehr guter badischer Küche mit gekonnten französische-mediterranen Einschlägen ohne Mode-Schnickschnack in konservativ-gediegenem bis leicht spießigem Ambiente mit flottem, aber eher rustikalem als steifem Service, und leider regelmäßigen, nicht nur kleinen Patzern bei Küche und Service; aber alles in allem eine sichere Bank für gepflegtes Speisen. Es ist schön, …
Neulich, bei Aldi auf’m Grabbeltisch: der Gin-Hype wird immer perverser …
Marginalie 67: Waldheidelbeeren satt
Es gibt gewiss viele Definitionen und viele Spielarten von purem Luxus beim Hotelfrühstück, und ich meine jetzt nicht überbordende, riesige Buffets mit reichlich von Allem, was das Herz des Gastes begehren könnte, ich meine die echten, qualitativen Highlights, den Tee-Sommelier zum Beispiel, echtes Wasabi zum hausgebeizten Lachs, frisch gepresster Orangensaft aus Blutorangen im Frühling auf …

