Marginalie 68: Vom Reiz des Immer-Gleichen

Ich muss zugeben, bei aller Neugier, bei allem Reiz des Neuen, zuweilen bin ich ein Gewohnheitstier, und zwar sowas von … Natürlich muss ich in’s Sushi Sho wenn ich in Stockholm bin, in’s Le Quincy in Paris, Nordseeseezunge mit Bratkartoffeln im Butt in Jever, zum Pakistaner in’s Lahore Kebab House in London, Schnitzel bei Grolls …

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Warteck in Freudenstadt: traditionell, gehoben, gut, Patzer, die nicht sein müssten

Summa summarum: gehobenes, gutbürgerliches Lokal mit traditioneller, sehr guter badischer Küche mit gekonnten französische-mediterranen Einschlägen ohne Mode-Schnickschnack in konservativ-gediegenem bis leicht spießigem Ambiente mit flottem, aber eher rustikalem als steifem Service, und leider regelmäßigen, nicht nur kleinen Patzern bei Küche und Service; aber alles in allem eine sichere Bank für gepflegtes Speisen. Es ist schön, …

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Marginalie 67: Waldheidelbeeren satt

Es gibt gewiss viele Definitionen und viele Spielarten von purem Luxus beim Hotelfrühstück, und ich meine jetzt nicht überbordende, riesige Buffets mit reichlich von Allem, was das Herz des Gastes begehren könnte, ich meine die echten, qualitativen Highlights, den Tee-Sommelier zum Beispiel, echtes Wasabi zum hausgebeizten Lachs, frisch gepresster Orangensaft aus Blutorangen im Frühling auf …

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Marginalie 66: Die Bäume sind noch dieselben, aber die Menschen sind andere …

Ein alltägliches, banales, scheinbar belangloses Bild, Fallobst verrottet massenweise unter einem Baum irgendwo am Straßenrand auf dem Lande. Früher, zu meiner Jugendzeit, vor 50 Jahren (sakra, was bin ich alt!), da war das vollkommen anders, da sah es unter Obst-Bäumen generell aus wie gefegt. Früher, da war Fallobst noch wertvoll, wurde geachtet und gehandelt. Heute …

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Die 10 Standard-Sünden von Nobel-Hotels

Nehmen wir mal an, ich habe ein Hotel gebucht, ein Fünf-Sterne-Hotel, aber nicht so eine Pseudo-Fünf-Sterne Manager-Jugendherberge wie Hilton, Marriott, Sheraton, Steigenberger, Maritim, Meridien, Westin Grand, sondern ein richtiges Fünf-Sterne Hotel für 300, 400, 500 EURO pro Nacht, in New York, Moskau oder Shanghai auch gerne mal das Doppelte oder noch mehr. Nehmen wir weiter …

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Marginalie 63: Semmering Basis-Tunnel, Lotsenpunkt 14

Ich bin über den Semmering gefahren, nicht durch den Tunnel, sondern die alte Landstraße oben über den Pass, durch Semmering Kurort, ein recht seltsames Fleckchen Erde, aber das tut hier nichts zur Sache. Bei der Fahrt runter in’s Schwarza-Tal quält mich ein zutiefst menschliches Bedürfnis, dessen Befriedigung vor all den Touristen nicht statthaft wäre, und …

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Auf dem Weg in’s richtige Leben

Die Natur grandios, die Alpengipfel gewaltig, die Bergseen lieblich, die Luft würzig-sauber, die Passstraßen steil, die Serpentinen schweißtreibend-eng, das Panorama gigantisch, die Vergangenheit Geschichts- und Geschichten-geschwängert, die Seilbahnen Weltklasse, die Bächlein munter sprudelnd, die Kühe typisch, ebenso wie die lederbehosten und dirndelgewandeten Eingeborenen (die meisten davon sind allerdings Jugos, Tschuschen, Pifkes und sonstiges Gastarbeiter-Gesindel), die …

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Marginalie 62: Adel verpflichtet

Berühmtes Grandhotel, zusammen mit seinen diversen Restaurants hat der Schuppen wohl mehr Sterne, Punkte, Hauben als ich Jahre auf dem Buckel, das ganz große Theater also. (Nein, ich will nicht angeben, so ist das halt, wenn Caro einlädt, weil sie was zu feiern hat, und da muss ich dann eben durch.) Hier setzt man sich …

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Authentische Küche?

Der Heer Daab, der hat mir eine sehr kluge, schwierige Frage gestellt: Hallo Hr. Opl, innerhalb Ihrer Antwort auf meinen Kommentar schrieben Sie, dass Sie die sog. authentische Küche bevorzugen. Allerdings stellt sich die Frage, was dies in heutiger Zeit sein soll? Beispielhaft möchte ich einmal nennen, wenn mir ein ordentliches und gepflegtes Haus z.B. …

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Bei Mario in München: Museale Küche

Summa summarum: Authentisches Essen wie früher, plump, fett, unkreativ, altmodisch, gestrig, ein kulinarisches Museum, in dem die Zeit stehen geblieben ist, in verstaubter Umgebung mit Bedienungen auf dem schmalen Grat zwischen Lässigkeit und Frechheit Als ich 1980 mit frisch gebrochenem Herzen das Studieren in München begann, war die Welt – mit Ausnahme des jähen Endes …

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