Marginalie 82 (Menschen im Hotel – Miniatur-Sitten-Gemälde): Die Sache mit den Nüsslein
Das junge Pärchen in der recht netten Dachterrassen-Bar mit Blick über die Stadt und auf die Festung hält sich über einer Stunde mit einer Dose Red Bull und einem Fläschchen Cola über Wasser, jeder der Beiden starrt die meiste Zeit in die Funke, reden dann und wann auch mal miteinander, auf dem Tisch steht ein …
Eggs Benedict bei Stormanns auf dem Augsburger Stadtmarkt
Unbedingt ausprobieren, selten so gute Eggs Benedict gegessen: pochierte Eier, Avocado-Schnitze (gehören zwar eigentlich nicht drauf, passen aber sehr gut, zumal es richtig reife, wohlschmeckende Avocado sind), Toast, krosser Speck und eine frisch gemachte Hollandaise, nach der man sich die Finger lecken kann, so gut bekommt sie kaum ein Sterne-Koch hin. Dazu ein Milchkaffee und …
Die Sache mit dem gewaschenen Bareis
Meta Maria hat gefragt, was ich andauernd mit „gewaschenem Bareis“ meine. Gute Frage, hier also die Antwort und schöne Grüße: „Gewaschenes Bareis“, das heißt zuerst einmal, Eis, das wenigsten -30° kalt ist; nur so kann ein Drink gekühlt werden, ohne gleich zu verwässern. Normales Kühlschrankeis mit -7° schmilzt sofort zügig, wenn man damit einen Martini …
Vorsicht kluger Spruch!
Les petites fugues
Festung mit extra trockenem Martini Cocktail: Gewaschenes Eis (leider nicht kalt genug), The Botanist Gin, Noilly Prat Vermouth, Lemon Twist
Man hat die Überfuhr getötet
Salzburg ist für den Reisenden problematisch. Zwar gibt es ein riesiges Angebot an Hotels, aber diese eigentlich wunderhübsche Stadt ist touristisch vollkommen verlaust und verdorben, und so sind die Hotels. Früher, da war ich immer in der Überfuhr, einem mittelgroßen authentischen österreichischen Gasthaus in Aigen, 40 Fuß-Minuten entlang der Salzach in die Innenstadt, direkt am …
Marginalie 81: Perrier oder Pellegrino?
New York City. Nach dreieinhalb Stunde planlosen Treiben-lassens habe ich irgendwo nördlich von Hell’s Kitchen alle Touristen hinter mir gelassen und einen Diner gefunden, einen echten Amerikanischen Diner, 365 Tage im Jahr 24 Stunden geöffnet, viele Rentner und Bauarbeiter als Gäste, mehr die blue color Fraktion, die white colors scheine wo anders zu speisen, und …
Bei dem Wetter darf man in Bayern auch im Biergarten arbeiten …
Kenne ich irgendwo her …
Arkadien liegt heute in Oberbayern, zumindest optisch
Summa summarum: Ein schlechtes Bier und ein Wurstsalat in einem zünftigen Biergarten mit wunderschöner Aussicht, dafür taugt dieses Gasthaus allemal, nur bloß nicht ohne Not dort ausgiebig essen wollen. „Boa-ey, gleich zwei Fendt 1050 Vario, geil-ey.“ Die jungen männlichen Eingeborenen sind vollends begeistert, blicken hinab in’s Tal auf die ausgedehnten hügligen Wiesen, wo zwei Schlepper …
Wenigstens ehrlich …
Mal wieder daheim, viel zu erledigen
Extra trockener Martini Cocktail: Gewaschenes Bar-Eis (-32 Grad), Gordons Pink (braucht kein Mensch, aber wenigstens mal probiert), Noilly Prat Vermouth, Lemon Twist
Marginalie 80: Eine Nacht in Paris bringt’s wieder rein
Napoleons Groß-Stallmeister, der Herzog von Vincenca, notierte am 07. September 1812, nach der Schlacht von Borodino mit 75.000 Toten den vergnügten Kommentar des Kaisers: „Eine Nacht in Paris bringt’s wieder rein.“ So ähnlich scheinen Menschen, zumal menschliche Arbeitskraft in Manhattan speziell, aber auch in den USA generell behandelt zu werden. Rund um Timessquare, Broadway, Central …
Vorsicht dummer Spruch!
Alf zum Thema ‚Gemüse‘.
L’evasion: unverändert gut
Summa summarum: l’évasion ist tatsächlich eine kleine Flucht, eine Flucht aus der Hektik von Paris und eine Flucht vor der schlechten Französischen Küche. Es ist kurz vor 21:00 Uhr an einem Mittwoch, Laurent und Catherine Brenta sind wohl schön gegangen, James Torilhon, der Sommelier mit der wirklich bemerkenswerten Biographie, macht den Service alleine, kassiert gerade …

