Geigers Besenwirtschaft: Volkes Himmel

Summa summarum: bodenständiges, derbes, gutes Essen in großen Portionen, dazu süffige, kleine heimische Weinchen, alles zu sehr moderaten Preisen, und das alles sowohl vom Interieur als auch der kollektiven Stimmung her in einer brechend vollen Musikantenstadel-Umgebung. „Ich höre schon des Dorfs Getümmel, Hier ist des Volkes wahrer Himmel, Zufrieden jauchzet groß und klein; Hier bin …

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Luisenhof Dresden: in bester DDR-Tradition

„Was genau hat denn nicht gepasst?“ fragt uns die junge Frau in einem ganz kuriosen Tonfall, der Höflichkeit, Schnippischkeit und Unsicherheit in sich vereint. Und ihre Körperhaltung spiegelt eine Mischung aus Unwohlsein und Angriffslust wieder. Jedenfalls eine mutige junge Frau, ich möchte jetzt ehrlich gesagt nicht in ihrer Haut stecken, das sind für junge Service-Chefs …

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Martini Vesper …

… stilecht in der Becher Bar des Pupp in Karlsbad (wo die Casino-Szenen von „Casino Royal“ gedreht wurden) perfekt zubereitet: 6 cl Plymouth Gin, 1,5 cl Russian Standard Vodka, 0,75 cl Lillet Blanc auf Eis geschüttelt, straight in vorgekühlte Cocktail-Schalen geseiht, als Garnitur Lemon Twist. In Ian Flemmings Roman „Casino Royal“ von 1953 bestellt Bond: …

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Marginalie 92: Knappe Streichhölzer, knipsende Gaffer und elitäre Schnösel

Stellen Sie sich vor: Sie sind in einem dieser gediegenen Fünf-Sterne-Boutique-Hotels mitten in einer historischen Altstadt, die Zimmerpreise fangen hier so bei Schnappatmung aufwärts an, gerne aber auch mal deutlich mehr, dafür wird man von fast jedem Mitarbeiter mit Namen angeredet, es gibt Eierspeisen à la minute zum Frühstück und keine warmgehaltene Tetrapack-Eierpampe, das Abends …

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Krone Alt-Hoheneck: Ein Gasthaus ist ein Gasthaus ist ein Gasthaus

Summa summarum: Krone Alt-Hoheneck ist einfach ein Gasthaus, wo man gemütlich sitzt und gut isst und trinkt, wo man gerne ist, wo man Mensch ist. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Danke dafür Schwäger Fetzer. Wirte sind schon eine seltsame Zunft. Da gibt es Haderlumpen und Verbrecher, verdammt viele Haderlumpen und Verbrecher, es gibt glücklose, …

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Westküsten-Kochbücher (6/6) – Andrea Carlson: Burdock & Co

Ich habe lange gegrübelt, wie ich diese Zeilen über das erste Kochbuch von Andrea Carlson, „Burdock & Co“ beginne. Kennen und schätzen gelernt hatte ich Carlson bereits 2010, als sie als Küchenchef in Vancouvers Bishop’s Restaurant arbeitete und den besten Kartoffelsalat (hört sich banal an, gell?) mit Trüffel und pochiertem Ei der Welt servierte. Seit …

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Westküsten-Kochbücher (5/6) – Eva Kosmas Flores: First We Eat

Dann ist da noch „First We Eat – Good Food for Simple Gatherings from My Pacific Northwest Kitchen“ von einer Eva Kosmas Flores, „Creator of Adventures in Cooking“, wie auf dem sehr aufwändig mit geprägten Lettern versehenen Hardcover-Buchumschlag proaktiv vermerkt wird. Diese Eva Kosmas Flores ist eigentlich Photographin, daneben auch noch Stylistin – vor allem …

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Westküsten-Kochbücher (4/6) – Andrew Barton: The Myrtlewood Cookbook

Wenn ich so überschlage, pro Jahr habe ich sicherlich um die 500 Kochbücher in der Hand (40 pro Monat, je 20 bei zwei Buchhandels-Besuchen entlang meiner Reiserouten – allemal, eher mehr), vielleicht 25 davon kaufe ich, ein paar weitere ereilen mich als wohlgemeinte Geschenke von Freunden, Gästen (liebe Gäste, schenkt mir keinen Gin und keine …

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