Marginalie 42: Räudige Kartoffeln

Kollegen von Caro hatten uns zum Essen eingeladen, gebildete, kultivierte, hart arbeitende, erfolgreiche, weltgewandte, den kulinarischen Genüssen keineswegs abgeneigte Menschen, Großbürger hätte man so etwas früher wohl genannt. Eigene Villa dort, wo „man“ wohnt, alte Bäume, verkehrsberuhigte Straßen mit Anwohnerparken, eingewachsene und eingezäunte große Grundstücke mit noblen, meist älteren herrschaftlichen Häusern samt Überwachungskameras, gute Kindergärten …

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Suppe von grünen und gelben Buschbohnen, unverfälscht

10„Viel bringt viel.“ ist ein Motto, nach dem zahlreiche Rezepte – auch von mir, ich mache da keine Ausnahme, mea culpa – aufgebaut zu sein scheinen. Zuerst die Basis-Zutaten, dann ein wenig Hiervon, ein Quäntchen Davon, eine Spur von Sonstwas, und einen Hauch von Feenstaub, bei Vollmond von einer Fee geklaut und dann mit linksdrehendem …

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Kulinarischer Irrwisch: „Der Schwälmer“ oder so ähnlich …

„Krabbencocktail Toast und Butter 1-5-8-10“, „Cevappcici mit Curryreis und Salat angarniert 7-9“, „Weckewerk in Butter gebraten mit Röstzwiebeln, Kartoffelpüree und gemischter Salat 4-5-7“, „Putengeschnetzeltes ‚Indische Art‘ mit Früchten Wildreis und gemischter Salatteller 1-7“, „Nordseescholle ‚Finkenwerder Art‘ mit Bratkartoffeln und Salat 4“, „Maultaschen mit Käsesauce und gem. Salatteller 1-4-7“: welcher kulinarische Irrwisch beim Zusammenstellen der Speisekarte …

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Feuerring

Nachdem sich die holde Weiblichkeit erfolgreich daran gemacht hat, Chefetagen, Fußballstadien, Kanzlerämter und Schnapsschenken zu erobern, nachdem sie sogar die Rasur an mannigfachen Stellen für sich entdeckt hat, bleibt der plumpen Männlichkeit – mit Ausnahme des Pissoirs – eigentlich nur noch die offene Feuerstelle zum Brutzeln roher Fleischfetzen als Hort des ungehemmten Auslebens des ureigensten …

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