Ammerland: die haben mein Klischee kaputt gemacht …
Starnberger See, da denkt ein jeder erst einmal an Starnberg, Münchner Protz-Porsche auf Wochenend-Spritztour im Stau, überteuerte Schicky-Micky-Lokale mit mehr oder minder miesem Essen und Seeblick, Familien-Schiffsfahrten mit Tante Erna, Kaffee, Kuchen und anschließendem See-Promenaden-Flanieren, Stadtverwaltungen und Landratsämter ohne Wartezeiten für den besser betuchten Bürger, festungsartig eingezäunte Seegrundstücke mit verbarrikadierten Großkopferten-Villen im Wert von vielen, …
Es geht doch nichts über gute Tipps …
Marginalie 87 (Menschen im Hotel – Miniatur-Sitten-Gemälde): Imperialer Veganismus
Zwei Amerikanerinnen – offensichtlich Mutter und Tochter, ich schätze zwanzig und gut vierzig, dem outfit nach halbwegs geldig – sitzen im Dachrestaurant. Sie trinken Cola light und zwei kleine Gläser Weißwein. Nach einem ausführlichen Studium des Inhalts ihrer Funken, diversen Telephonaten auf Derivat-Englisch und einer ausführlichen Mutter-Tochter-Diskussion, wie die nächsten Tage in Austria im Detail …
Rosewood Hotel, Vancouver
Gewaschenes Eis (zu warm), Noilly Prat, Family Reserve Okanagan Gin aus Vernon auf der Basis von Apfel-Sprit, 40% (echt Scheiße), Lemon Twist
Hash Browns …
… ist ein alter Name aus dem Indianischen und bedeutet so viel wie „Der, der zu doof ist, Rösti zu machen“.
CIA, FSB, MI6, BND: alles Pillepalle
Folgendes fiel vor: ich verbrachte einen Sonntagnachmittag missmutig in der Lufthansa-Lounge, alldieweil die Mittags-Maschine nach Genf ohne Nennung von Gründen einfach gecancelt worden war und ich auf die Abendmaschine warten musste. Kommt halt vor. Ich fragte die Dame am Counter der Lounge nach der mir bei einer über dreistündigen Verspätung zustehenden Entschädigung. Diese gab mir …
Vorsicht dummer Spruch!
Marginalie 86 (Menschen im Hotel – Miniatur-Sitten-Gemälde): Warum sollten wir Männer eigentlich Angst vor der Islamisierung Europas haben?
Bärtige Männer, offensichtlich in weiße Bettlaken oder so ähnlich gewandet, betreten breiten Schrittes den Frühstücksraum, gefolgt von über und über mit Chador und Nijab verschleierten Weibspersonen, gerade dass noch Augen, Nase, Mund aus den Schandfetzen ragen, vor der Zeit gealterte, verhärmte Frauen mit gesenktem Blick, vor der Zeit altern werdende, verhärmte Mädchen mit gesenktem Blick, …
Goof WE, Folks!
Extra trockener Martini Cocktail: Gewaschenes Eis (leider nicht kalt genug), Tanqueray Gin, Noilly Prat Vermouth, Lemon Twist, Nüsslein, Oliven
Es gibt so viele sinnvollere Plätze, seinen Laptop zum Schreiben aufzustellen, als im Büro …
… zu Beispiel auf der Terrasse des Mendocino Hotel & Garden in Mendocino an der Mainstreet, direkt an den Klippen. P.S.: Wer erinnert sich noch das Liedchen „Mendocino“, geschrieben 1968 von Dough Sahm, ein Jahr später von Michael Holm ins Deutsche adaptiert und bei Dieter-Thomas Heck in der Hitparade live gewimmert: „Mendocino, Mendocino / Ich …
Sundowner …
… in der Suite des Fairmont in San Francisco. Das Leben ist schön.
Schreiberlings Freude …
… vor dem Motel-Zimmer in Port Orford in Oregon.
Vorsicht kluger Spruch!
Potzblitz: Die Dahlia Lounge von Tom Douglas in Seattle
Es muss vor über zwanzig Jahren gewesen sein, dass ich das erste Mal bei Tom Douglas in Seattle aß. Es war – was sonst? – ein Geschäftsessen, aber keines der protzigen Art – „Kuck mal, was ich für ein dickes Spesenkonto habe …“ –, sondern eher freundlich-entspannt. Die amerikanischen Kollegen von der Ostküste erwarteten riesige …
Marginalie 85 (Menschen im Hotel – Miniatur-Sitten-Gemälde): Kimono und Sneaker
Eine Japanerin in einem Komon Kimono betritt den Frühstückssaal. Dazu trägt sie türkisfarbene Ringelsöckchen und Sneaker, trippelt aber mit Schritten, als würde sie Geta tragen. Ein sehr seltsamer Ausschnitt des Lebens.

