Kategorie: Gastrosophische Gedanken
Marginalie 57: Neulich beim Italiener
Caro und ich saßen neulich beim Italiener, nichts Besonderes, aber auch keine Spelunke, sondern nur ein richtig „gutbürgerlicher“, unprätentiöser, eingedeutschter Pizza-Pasta-Insalata-Italiener (beim „richtigen“ Italiener im „richtigen“ Italien muss man sich zumeist entscheiden, Pizza oder Pasta, Lokale, die beides anbieten, wurden in der Regel aus Deutschland bzw. für Touristen re-importiert, sind aber nicht originär italienisch) . …
Marginalie 56: Vom Alpha-Männchen im C&A-Westentaschen-Format
Ich gehöre ja zu der Fraktion Leute, die dann und wann mal essen gehen. Nicht nur in so Kaschemmen, zuweilen sind auch richtige Restaurants darunter, zuweilen auch ziemlich gute. Jetzt konnte ich feststellen, dass gleich drei meiner Lieblings-Restaurants – so im 14 bis 16 Gault Milau-Punkte-Bereich, manchmal auch mit einem Michelin-Stern, das sind so die …
Marginalie 55: Feinschmecker oder nicht Feinschmecker, das ist hier die Frage …
Ich treffe meine letzten Vorbereitungen für eine Sizilien-Reise. „Guten Flug“, ruft mir der alte Kollege beim Verlassen des Büros zu, „und genießen Sie Stoccafisso alla messinese und Trippa alla fiorentina!“ Dass er mir den sizilianischen Stockfisch ans Herz legt, kann ich ja noch nachvollziehen, aber warum er mir florentinische Kutteln für Sizilien empfiehlt, entzieht sich …
Und wieder eine Illusion zerstört …
McDonalds Restaurant der Zukunft: „To rattle in the East, while attaking in the West“ – einfach mal wieder genial
Ich war’s nicht, Caro war’s. Wer mich kennt, weiß es: nie und nimmer würde ich freiwillig in ein McDonalds-Etablissement (der Begriff „Restaurant“ verbietet sich hier ja wohl von selbst) gehen (es sei denn, ich hätte grimmigen Hunger und in der Umgebung wäre sonst so gar nichts, aber da muss der Hunger schon sehr grimmig sein, …
Blödmann!
Is(s) ja widalich …
Da fährt man eines Sonntag Vormittags vom Winzer am Fuße des Centgrafenberges kommend, den Wagen voll mit Rieslingen, Früh- und Spätburgundern heimwärts, bewusst die Autobahn vermeidend, statt dessen auf Landsträßchen stur nach Süden, quer durch den Odenwald (auch so’n vergessenes Stück Deutschland) bis in den Kraichgau, also den Landstrich im nordwestlichen Baden-Württemberg zwischen Odenwald im …
Das ist mal ein Wort!
Marginalie 53: Achtung vor Lebensmitteln
Samstagmittag, Rückkehr von einer zehntägigen Reise, erschöpft, glücklich auch, es waren schöne Tage, Taschen hochtragen, dazu die 18 Kisten Wein von der Mosel, die 2016er von Boch sind wieder der Hammer, Heizung hochfahren, Maschine Wäsche reinwerfen, noch schnell zum Supermarkt, die Basics – Milch, Butter, Eier, Jogurt, Obst, Gemüse, …, natürlich auch Blumen – einkaufen, …
Marginalie 52: Das ist zu viel!
Tiefste Provinz, Dorfgasthaus, nicht nur mit Schweinebraten und Schnitzel, sondern teils mit einer recht ambitionierten, erfolgreich ambitionierten Speisekarte, hier kann jemand richtig gut kochen (und langweilt sich wahrscheinlich bei Schweinebraten und Schnitzel zu Tode), dazu freundliche, flotte, zuvorkommende Bedienungen, nettes Ambiente, hier ist und isst man gerne. Wir haben trefflich und ausgiebig geschmaust und gezecht, …
Da irrt Melanchton (zumindest heute): kaum ein Volk gibt so wenig für Essen und Trinken aus, wie wir Deutschen. Gerade mal 10% des Einkommens.
Zum Glück sind wir so gutmenschig …
Genau solche Sätze führen bei trinkfreudigen Kaisern zum Todesurteil …
Weise …
So etwas macht wütend und traurig zugleich …
Belegte Brote einfach weggeworfen! Nach der Fachmesse Agrialp landeten in Bozen Lebensmittel einfach im Müll (Foto: Alto Adige), die Aufregung im Netz ist groß. Was jetzt, Fiera Bolzano – Messe Bozen? Gepostet von Südtirol Heute am Mittwoch, 6. Dezember 2017

