Nun also Hans-Jürgen, und dann noch gleich zwei davon …

… nämlich eine Sommer- und eine Winteredition. Ethusiasmiert von der ersten Sonnenstrahlen griff ich im Bauernmarkt in Dasing doch glatt zur letztjährigen Sommeredition des Hans-Jürgen Gins aus Wehringen, einem Dörfchen südlich von Augsburg am Rande der Westlichen Wälder, und ich bin – wie soll man sagen – zwiegespalten. Seit 2012 produziert der 44jährige Hans-Jürgen Flip …

Teile diesen Beitrag:

Le Clocher in Annecy: ich mag’s jetzt nicht sonderlich …

Summa summarum: Hübsches, zentral gelegenes Restaurant, gewiss weder verfeinerter Spesenritter-Sterne-Tempel noch fetttiefende Touristen-Abzock-Spelunke, mehr ein kulinarisches hide-out für die besser verdienenden Einheimischen mit angeblich traditioneller, regionaler Savoyer Küche mit gehobenem Anspruch und oft sehr ordentlichen Rohstoffen, die mich persönlich aber fast durchweg nicht überzeugt Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich recht selten in Savoyen Essen …

Teile diesen Beitrag:

Marginalie 75: Wie heißt das denn jetzt?

Gerade habe ich eine Stellenanzeige gesehen: „Commis de Rang und Sous Chef für gehobenes Restaurant in … ab sofort gesucht (w/m/s)“. Dieses „w/m/s“ ist ja jetzt wohl Gesetz, auch wenn eine Merkel-Nachwuchs-Kreatur darüber noch politisch mehr oder minder korrekte, humoristisch mehr oder weniger wertvolle Witze macht. Ich mache mir zwar keine Gedanken, wie das Restaurant-Management …

Teile diesen Beitrag:

Ziegler: dem Vermarktungstod nahe

Seit Jahrzehnten bin ich ein bekennender und begeisterter Fan der Brennerei Ziegler aus Freudenberg am Main, einem elenden Kaff in Churfranken. Scheinbar ein kleiner, alter Familienbetrieb, mit 18 Mitarbeitern und 6 Millionen EURO Umsatz sympathische Manufakturgröße,  offene Brennanlage neben dem kleinen Verkaufsraum, grundsolide, exzellente Produkte, nur regionale, heimische Zutaten und Produktion, Doppelbrennverfahren, lediglich der Mittellauf …

Teile diesen Beitrag:

Neulich im Interconti Berlin

Irgendwie tut es einem ja immer leid, wenn man miterleben muss, wie ein guter alter Freund so langsam vor die Hunde geht und man selber nur hilflos daneben steht, ohne wirklich etwas machen zu können. So geht es mir seit Jahren mit dem Interconti in Berlin. Früher, in den Siebzigern und Achtzigern, da logierten wir …

Teile diesen Beitrag:

Apfelkompott

Offenbar leben wir in einer Apfelmus-Zeit. Dazu werden Äpfel – geschält und entkernt oder auch am Stück – mit Zucker und vielleicht Gewürzen gekocht und alles sodann mittels Flotte Lotte, Passiermühle oder Pürierstab zu einem einheitlichen, homogenen Mus verarbeitet. Wenn Mutti das daheim macht, so gehe ich schon davon aus, dass die Äpfel nicht nur …

Teile diesen Beitrag:

Canning’s Gin aus Madeira

Nicht nur die vermaledeiten Spritmultis Diageo, Pernod Ricard, Bacardi und Kumpane sollten Gins industriell in großem Maßstab herstellen (bzw. Gin-Hersteller aufkaufen und stream-linen) und mit ihrer Marktmacht in Bars und Verkaufsregale pressen; nicht nur windige Marketing-Bubis sollten bar jeglicher Brenner-Erfahrung Phantasie-Gins mit fragwürdigen Qualitäten, aber gigantischen, meist abstrusen bis albernen Verkaufsmärchen drum herum kreieren, produzieren …

Teile diesen Beitrag:

Marginalie 74: Kinder in Paris

Ich laufe um 08:00 Uhr vom Hotel die 20 Minuten durch das morgendliche 8. Arrondissement zur Anwaltskanzlei, wo in einer Stunde das erste von vielen Meetings des Tages beginnt. Es wird Frühling in Paris, noch vor dem offiziellen Frühlingsanfang. Die japanischen Kirschbäume blühen, ganz viele Frauen tragen Miniröcke mit mehr dicken als filigranen Strumpfhosen darunter, …

Teile diesen Beitrag:
Back to Top