Marginalie 108: Gebackene Schweinefleischbällchen süß-sauer oder kann mir das bitte mal jemand erklären?
Spät von einer Reise zurückgekommen, müde, hungrig, Kühlschrank leer, keine Lust, kochenderdings irgendetwas am Herd zu improvisieren, auch keine Lust, nochmal rauszugehen und ein Restaurant zu suchen (es gibt in Augsburg ohnehin kaum noch wenigstens akzeptable Restaurants). Also das Unerhörte, Unmögliche, Unsägliche getan: Lieferando aufgerufen, in der Not frisst der Teufel Fliegen. Schweinebällchen süß-sauer, mich …
Krone Großsachsen: handwerklich ordentliche Küche und doch kein kulinarisches Erlebnis
Summa summarum: altes Gasthaus an der Bergstraße, gut in Schuss, durchweg sehr freundliches Personal, die Speiseräume im tiefsten Achtziger-Jahre Ambiente, funktionale, saubere, seelenlose Hotelzimmer (aber es soll auch hübschere Zimmer geben), die Speisekarte bietet ein konzeptloses Sammelsurium meist traditioneller gutbürgerlicher Gerichte, die zwar ordentlich zubereitet werden, Convenience hätte ich kaum bemerkt, es gibt sogar Brettspätzle, …
Cheers!
Brunch beim Kahn
Nordseekrabben-Avocado-Cocktail
Bei diesem Cocktail hängt alles von den Zutaten ab. Er wird misslingen mit einer schlechten, unreifen oder künstlich nachgereiften Avocado. Er wird misslingen mit schlechten Nordseekrabben; aber zumindest kann man statt guter Nordseekrabben auch gute Garnelen oder Shrimps nehmen. Ganz kurios dazu ist die Sauce: eigentlich zusammengerührter imperial-amerikanischer Industrie-Müll (diese Cocktail-Sauce ist eine zutiefst imperial-amerikanische …
„Die Grünen leben in einer Fantasie- und Verbotswelt. Sie sind die Verbotspartei Nummer 1“
Ich mag die Bild am Sonntag als Medium nicht. Und ich bin weder sein Fan noch sein Parteifreund, ich bin noch nicht einmal oft seiner Meinung, aber wo er Recht hat, hat er Recht, der Söder Markus, selbst wenn er das in der BAMS sagt: „Natürlich esse ich auch gerne Salat und Gemüse, aber die …
Trübes WE!
Der Schelling-Salon in München: Ikonen kritisiert man nicht, maximal berichtet man von ihnen
Summa summarum: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht.“ lautet eine gern bemühte Plattitüde. Der Schelling-Salon in Schwabing ist der lebende Gegenbeweis, dass das nicht zwangsläufig stimmen muss. Das Interieur ist seit 150 Jahren kaum verändert, die Speisekarte zumindest seit den Achtzigern des letzten Jahrhunderts ebenfalls nicht, hier wird museale teutonische Plumpsküche gekocht, meist in …
So klingt das Wochenende gut aus.
Sch… Wetter. Im Badischen haben gestern schon die ersten Obstbäume geblüht!
Blumenkohl in zwei Durchgängen
Kaum ein Gemüse dichotomisiert so stark wie Kohl: man liebt ihn oder man hasst ihn, tertium non datur. Blumenkohl macht da keine Ausnahme. Wie fast alle Kohlarten ist er ziemlich gesund, außerdem ausgesprochen vielfältig in seinen Zubereitungsmöglichkeiten. Für eine traditionelle vierköpfige Familie taugt so ein Blumenkohlkopf mit Beilagen und Soßen trefflich als Mittagessen. Das Problem …
Vorsicht dummer Spruch!
Jahreszeitenbar im Münchner Vier Jahreszeiten Kempinski: far away from being perfect
Summa summarum: auch nach drei Jahren Pause und Renovierung noch immer die erzkonservative, klassische, cosy American Bar, die sie seit jeher war, aber dazu haufenweise sehr ärgerliche Patzer im Service und ein Getränke- und Speisenangebot im unglücklichen Spagat zwischen reell und Egal-was-Hauptsache-teuer. Drei Jahre war die Jahreszeiten Bar im Hotel Vierjahreszeiten Kempinski an Münchens Prachtmeile …
Muss auch dann und wann mal sein ….
Beluga Kaviar Malossol vom Hausen (aus deutscher Aquazucht) mit den klassischen Beilagen: Buchweizen-Blinis, gehacktes Ei, Schmand und gehackte Zwiebel (Zwiebeln, nicht Schalotten)

