Hummer Pedersen Hamburg: Enttäuschung auf ganzer Linie

Summa summarum: Bistro-Ableger eines alteingesessenen Hamburger Fischhändlers, unprätentiöses Ambiente jenseits des schlimmsten Touristenrummels, verheißungsvolle Fisch-Speisekarte, für uns durchgängig grottige Küchenleistung Madame gelüstete es während unseres Besuchs in Hamburg nach Nordsee-Seezunge. Ich habe sie im Butt in Jever mit dem Zeug angefixt. Nordsee-Seezunge ist noch nicht einmal halb so groß wie eine normale Atlantik-Seezunge, von der …

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Café Paris in Hamburg: „In Rheinwein und Austern schlampampen“*

Summa summarum: trendige, ordentliche französische Bistro-Imitation mitten in der Hamburger Innenstadt am Rathaus, quälend enge Bestuhlung, meist proppenvoll, halb hanseatische Bohème, halb Touristen, ordentlich-durchschnittliches Bistro-Futter, keine kulinarischen Abgründe, keine kulinarischen Höhenflüge, zünftige Weinkarte, ganz atypisch für Frankreich eine umfangreiche Frühstückskarte, und die gar nicht mal gut, nettes, oft schlichtweg überfordertes Personal, so ein ganz typisches …

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Motel One Hamburg am Michel: alles andere als weltläufiges, maritimes, hanseatisches, urbanes Flair

Summa summarum: zentral gelegen, preiswert, spartanisch, sauber, doch längst nicht mehr role modell moderner urbaner Hotellerie Einerseits, es hat schon was, die große Kirchturmuhr des Michels, so heißt die evangelische Hauptkirche Sankt Michaelis im Volksmund in Hamburg, unmittelbar vor dem Fenster quasi als Nachttischuhr zu haben, der Preis für diese Aussicht ist eine sechsspurige, Tag …

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Biber Motten: ziemlich gute Herberge für Reisende

Summa summarum: völlig unprätentiöses Dorfgasthaus mitten in der Mitte Deutschlands, verkehrsgünstig in der Nähe der A7 gelegen, viele Geschäftsreisende als Stammgäste, pragmatische Gästezimmer mit allem, was man pragmatisch braucht – außer Gemütlichkeit –, pragmatische, doch halbwegs nette Gaststuben, hübscher Gastgarten, sehr bodenständige, aber gut gemachte, regionale, bürgerliche Küche ohne Spinnereien und Zeitgeist, genau der richtige …

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Gasthof Polster in Erlangen: hübsch, aber enttäuschende Küche

Summa summarum: Dörfliches Idyll am Erlanger Stadtrand, netter Gasthof, innen kühler achtziger Jahre Schick, sehr, sehr lauschiger Gastgarten, sehr ordentliche Zimmer, sehr guter und freundlicher Service, verheißungsvolle, fränkisch-österreichische Speisekarte von Sülze bis Filettopf, aber handwerklich fast durchweg enttäuschende Küchenleistung Für mein neues Esszimmer lasse ich mir ein Buffett bauen, acht Meter lang, unten tiefe Schränke …

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Brodhaus Einbeck: Außen hui, innen pfui

Summa summarum: Außen ein schönes, historisches Fachwerkhaus inmitten des ausladenden Fachwerkensembles des Einbecker Marktplatzes, innen Gaststätten-Beliebigkeit ohne Flair, sehr leckere Biere von der Einbecker Brauerei, gutes Brot, die Küche hat uns durch die Bank weg maßlos enttäuscht, der Service hat sehr viel Potential nach oben Man sollte Caro keine nicht-juristischen Bücher in die Hand geben, …

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Ochsenpost Tiefenbronn: Unaufgeregtes Schlemmen im äußersten Zipfel Badens

Summa summarum: „Herberge für Anspruchsvolle“ steht über Tür, und diesem Anspruch wird die Ochsenpost mehr als gerecht. Altes, sehr gepflegtes, nicht nobles, aber gemütliches Gasthaus mit architektonisch halbwegs passenden modernen Anbauten, wohnlichen Zimmern, hübschem, altertümlichem Hauptrestaurant, monströsem Wintergarten, nettem Gastgarten, kompetentem, ausgesprochen freundlichem, zuvorkommendem Personal und sehr guter badischer Regionalküche, vermischt mit etlichen gekonnten Ausflügen …

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Brauereigasthof Maierbräu Altomünster: Sehr schöne, urige Brauereigaststätte mit durchweg enttäuschender Küche

Summa summarum: Eigentlich ein schönes Tableau – alte Brauerei in Familienbesitz in einem kleinen Städtchen auf dem Land, dazu eine außen und innen wunderschöne, zünftige, traditionelle Brauereigaststätte mit süffigen Bieren. Das einzige, was dieses schöne Tableau stört, ist die Leistung der Küche. Selten so schlecht in einer Brauereigaststätte gegessen. Bis heute hat der 8.000 Einwohner …

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Al Teatro Augsburg: warum ist es da so voll?

Summa summarum: domestizierter Pseudo-Italiener, der alle teutonischen Klischees angeblich typisch italienischer Gerichte von A wie Antipasti über P wie Pasta und Pizze bis Z wie Zuppa Romana industriell-mechanistisch reproduziert, ohne eigenen Küchenstil, ohne geschmackliche Highlights, ohne exzeptionelle Rohstoffe, das meiste mit dem Ruch der Convenience, halt so, wie sich Klein-Herrmann eben Bella Italia vorstellt, aber …

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Steile Lernkurve …

Gut vier Wochen, nachdem ich über die – sagen wir mal – steigerungsfähige Performance der wieder eröffneten Vierjahreszeitenbar im Münchner Vier Jahreszeiten Kempi gegrantelt hatte, war ich jetzt wieder mit meinem kleinen Sohn da. Respekt, muss ich sagen. Der Keeper, ein völlig anderer als im Februar, begrüßt mich mit der Zauberformel jeder Bar: „Dasselbe wie …

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Krone Großsachsen: handwerklich ordentliche Küche und doch kein kulinarisches Erlebnis

Summa summarum: altes Gasthaus an der Bergstraße, gut in Schuss, durchweg sehr freundliches Personal, die Speiseräume im tiefsten Achtziger-Jahre Ambiente, funktionale, saubere, seelenlose Hotelzimmer (aber es soll auch hübschere Zimmer geben), die Speisekarte bietet ein konzeptloses Sammelsurium meist traditioneller gutbürgerlicher Gerichte, die zwar ordentlich zubereitet werden, Convenience hätte ich kaum bemerkt, es gibt sogar Brettspätzle, …

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Der Schelling-Salon in München: Ikonen kritisiert man nicht, maximal berichtet man von ihnen

Summa summarum: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht.“ lautet eine gern bemühte Plattitüde. Der Schelling-Salon in Schwabing ist der lebende Gegenbeweis, dass das nicht zwangsläufig stimmen muss. Das Interieur ist seit 150 Jahren kaum verändert, die Speisekarte zumindest seit den Achtzigern des letzten Jahrhunderts ebenfalls nicht, hier wird museale teutonische Plumpsküche gekocht, meist in …

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Jahreszeitenbar im Münchner Vier Jahreszeiten Kempinski: far away from being perfect

Summa summarum: auch nach drei Jahren Pause und Renovierung noch immer die erzkonservative, klassische, cosy American Bar, die sie seit jeher war, aber dazu haufenweise sehr ärgerliche Patzer im Service und ein Getränke- und Speisenangebot im unglücklichen Spagat zwischen reell und Egal-was-Hauptsache-teuer. Drei Jahre war die Jahreszeiten Bar im Hotel Vierjahreszeiten Kempinski an Münchens Prachtmeile …

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