Burgen Gin: Schuster bleib bei Deinem Leisten

Kirchen-technisch komme ich aus Fulda, genauer gesagt dem Bistum Fulda. Als Kind freute ich mich wie ein Schneekönig, endlich den Bischof bei meiner Firmung persönlich kennenzulernen, und dann kam irgend so ein streng parfümierter Hilfs- bzw. Weihbischof und firmte mehr schlecht als recht, jedenfalls eilig und nicht heilig, und dafür hatte ich Nachmittage um Nachmittage …

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Aus dem Kapitel „Seltsame Stilblüten des Lockdowns …“

Seit Monaten eingesperrt bin ich – um nicht vollends dem Lockdown-Blues zu verfallen – in mein Haus nach Nordhessen gefahren, Arsch der Welt, dort spürt man den Lockdown nicht so, denn eigentlich ist die Gegend seit Jahrzehnten im Lockdown, Agonie, Niedergang, die aktuellen Zwangsmaßnahmen des Merkel-Regimes on top fallen da gar nicht mehr in’s Gewicht. …

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Ahle Worscht

Dornröschen-Schloss, Documenta, Carlsbahn, Barocke Planstadt, Gebrüder Grimm, Herkules, Wilhemshöhe, Truppenaushebungen „ab nach Kassel“ … viel war und ist in der Tat nicht los in Nordhessen, um es auf den Punkt zu bringen, seit dem Karl der Große 797/798  sein Winterlager auf der Sieburg über Bad Karlshafen aufgeschlagen hatte (und selbst das ist nicht gesichert, vielleicht …

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Marginalie 68: Vom Reiz des Immer-Gleichen

Ich muss zugeben, bei aller Neugier, bei allem Reiz des Neuen, zuweilen bin ich ein Gewohnheitstier, und zwar sowas von … Natürlich muss ich in’s Sushi Sho wenn ich in Stockholm bin, in’s Le Quincy in Paris, Nordseeseezunge mit Bratkartoffeln im Butt in Jever, zum Pakistaner in’s Lahore Kebab House in London, Schnitzel bei Grolls …

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Marginalie 66: Die Bäume sind noch dieselben, aber die Menschen sind andere …

Ein alltägliches, banales, scheinbar belangloses Bild, Fallobst verrottet massenweise unter einem Baum irgendwo am Straßenrand auf dem Lande. Früher, zu meiner Jugendzeit, vor 50 Jahren (sakra, was bin ich alt!), da war das vollkommen anders, da sah es unter Obst-Bäumen generell aus wie gefegt. Früher, da war Fallobst noch wertvoll, wurde geachtet und gehandelt. Heute …

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Kartoffelsalat nach Omas Art

In meiner Jugend waren wir wohlhabend (nein, sicherlich nicht reich, aber wohlhabend), während Oma immer sparen musste (nein, sie war auch nicht arm, aber eben auch nicht wirklich wohlhabend mit ihrer kleinen Arbeiter-Rente, die sie bis ins hohe Alter noch immer mit Näharbeiten für bessere Herrschaften aufbesserte).  Wir aßen schon im kulinarischen Mittelalter der Sechziger …

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Gin von daheim: Fieldfare Diemel Dry Gin

Also, ich stamme ja von der Diemel, genau gesagt aus dem Ort, wo die Diemel in die Weser mündet, Sumpfland ehemals, urbar gemacht von einem Landgrafen, der den Welfen ein Schnippchen und der einen Kanal bauen wollte, dann besiedelt von aus Frankreich geflohenen evangelischen Hugenotten, Karlshafen heißt das Städtchen, heute mangels Bevölkerung wohl wieder auf …

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Kulinarischer Irrwisch: „Der Schwälmer“ oder so ähnlich …

„Krabbencocktail Toast und Butter 1-5-8-10“, „Cevappcici mit Curryreis und Salat angarniert 7-9“, „Weckewerk in Butter gebraten mit Röstzwiebeln, Kartoffelpüree und gemischter Salat 4-5-7“, „Putengeschnetzeltes ‚Indische Art‘ mit Früchten Wildreis und gemischter Salatteller 1-7“, „Nordseescholle ‚Finkenwerder Art‘ mit Bratkartoffeln und Salat 4“, „Maultaschen mit Käsesauce und gem. Salatteller 1-4-7“: welcher kulinarische Irrwisch beim Zusammenstellen der Speisekarte …

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Daheim

Ahle Worscht vom Köhler in Hofgeismar, Gehacktes vom Geschonke in Helmarshausen (zwei alteingesessene nordhessische Metzger, der eine kann dieses besser, der andere jenes, beides ist aber gut von beiden, dennoch kaufe ich dieses prinzipiell von diesem, jenes aber von jenem), Rheder Bier (ok, aus dem benachbarten Westfalen, aber trotzdem Kult), Kommissbrot (100% Roggen) vom Westbomke …

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Schmandkuchen

Auch wieder so ein ganz typisches nordhessisches Gericht: Schmand, Butter und Zucker: so geht Diät. Im Nachhinein wundert es mich nicht, dass meine gesamte Familie chronisch übergewichtig war. Nichtsdestotrotz, der Schmandkuchen meiner Mutter war und ist ein Gedicht: auf ein Blech mit schwerem Hefeteig wird so viel Schmand, Butter und Zucker geklatscht, bis die Galle …

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