Zur Schwane in Volkach: formidable Weine, hübsches Hotel, nettes Personal, lausiges Essen

Summa summarum: für ein bodenständiges, wohlfeiles, rustikales Franken-Wochenende bei Gerupftem, geräucherten Bratwürsten Mostsuppe, Zwiebelkuchen und jungen wohlfeilen heimischen Weinen in historischer Heckerwirtschaft ist die Schwane zu fein, zur formell, zu steif und vor allem auch zu teuer, und in mancher Dorfwirtschaft ist die Kartoffelsuppe um vieles besser; für ein fulminantes Gourmetwochenende mit höchsten Genüssen und …

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Deutsches Haus in Dinkelsbühl: Gasthaus mit Patina und sehr ordentlicher Küche

Summa summarum: Uraltes, gepflegtes, authentisches, nicht kitschiges Gasthaus mit echter Patina mitten im hübschen Städtchen Dinkelsbühl, mit einigen historisch-stilvollen, ansonsten 08/15 modernen, funktionalen Zimmern und einem recht gemütlichen Restaurant mit teils anspruchsvolleren, recht ordentlich gemachten internationalen Gerichten und zum anderen Teil solider fränkischer Hausmannskost. „Ein schönes Paradies. Zum Kotzen schön.“ Mit diesen Worten haderte der …

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Ziegler: dem Vermarktungstod nahe

Seit Jahrzehnten bin ich ein bekennender und begeisterter Fan der Brennerei Ziegler aus Freudenberg am Main, einem elenden Kaff in Churfranken. Scheinbar ein kleiner, alter Familienbetrieb, mit 18 Mitarbeitern und 6 Millionen EURO Umsatz sympathische Manufakturgröße,  offene Brennanlage neben dem kleinen Verkaufsraum, grundsolide, exzellente Produkte, nur regionale, heimische Zutaten und Produktion, Doppelbrennverfahren, lediglich der Mittellauf …

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Zipf’s Wein- und Gasthof Steuer und Steak Lounge Miltenberg

Man sollte ja meinen, Miltenberg am Main in Churfranken brummt nur so, umgeben von Weinbergen, dahinter Spessart und Odenwald, malerisches, unzerbombtes Stadtbild mit viel altem Fachwerk, historischer Marktplatz, Schnatterloch, verkehrsberuhigte Altstadt, geräumige Innenstadt-nahe Parkplätze, eigene Burg am Berg, viel roter Sandstein, idyllische Flußauen, Weingüter, die exzeptionell gute Faust-Brauerei, der begehrte Scharlatan Fürst im Nachbarort, die …

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Brauereigasthof Buttenheim: Bohnakern mit Kloß

Wetten, dass ich es fertig bringe, einen nahtlosen Bogen von Fränkischen Klöße mit Bohnen zu dem imperialen Kult-Hosenschneiderlein zu schlagen? Die gemeinsame Klammer ist der Fränkische Ort Buttenheim im Rednitztal, 1000 Jahre alt, wechselvolle Geschichte, an Handelswegen gelegen, daher früher mal sowohl wohlhabend als auch umkämpft, heute nur noch ein elendes Kaff mit knapp 3.000 …

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Gasthof Gentner: gemütlicher Landgasthof mit nicht durchweg erfolgreich bemühter Küche

Summa summarum: freundliche, gastliche Menschen in einem gemütlichen, authentischen, unaufgeregtem Landgasthaus mit einfachen, hübschen Zimmern und mit sehr ambitionierter, technisch gekonnter Küche mit bewusst sehr kleiner, bodenständiger Speisekarte ohne Spinnereien, mit regionalen, öko/bio Zutaten, aber mit geschmacklich, temperatur- und konsistenz-mäßig wechselndem Erfolg. „Bin ich der einzige Gast?“, frage ich doch etwas verunsichert. „Aber nein“ antwortet …

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Nürnberger Bratwursthäusle: eine Glaubensfrage

Summa summarum: Für die einen die besten Nürnberger Rostbratwürste der Stadt und des Erdkreises, für die anderen Bratwürscht halt wie alle anderen, dazu lieblose Beilagen, ein paar belanglose, deftige fränkische Fleischgerichte, triviale Getränkekarte, enger, meist voller, düsterer, rustikaler Gastraum, nette Innenstadt-Terrassen, durch die Lage an der Nürnberger Idioten-Rennmeile kaum Einheimische, fast ausschließlich internationales Laufpublikum mit …

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Albrecht-Dürer-Stube Nürnberg: Endlich mal nicht Modernisierung um jeden Preis

Summa summarum: authentisches, liebenswertes fränkisches Lokal mitten in Nürnberg und doch abseits der Touristen-Pfade mit bodenständiger, traditioneller, grober, nichtsdestotrotz guter, ehrlicher Küche ohne Convenience, Schnickschnack und Burger. Fast habe ich den Eindruck, Caro ist etwas nervös, beinahe schon aufgeregt. Diese Frau, die sonst mit der Ruhe und Selbstverständlichkeit nach New York oder in die Innere …

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Ostermaier’s Waldeck: grundehrliche, gekonnte, bürgerliche deutsche Küche mit freundlichem Service in angenehmem, zwanglosem Ambiente am A… der Welt

Einerseits, ja, ich grantle oft und viel und zuweilen auch derb bei meinen Gastronomie-Berichten, andererseits, nein, ich tue das nicht gerne, eigentlich ist das Granteln nicht mein ureigenster Wesenszug, vielmehr würde ich lieber stets enthusiasmiert von gigantischen gastronomischen Großtaten in höchsten Tönen lobend Kunde tuen. Geht nur leider recht selten, liegt aber nicht an mir, …

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Jenseits von Designer-Food und Customer Experience: Über 100 Jahre alte Dorfbrennerei im Trubachtal

In Pretzfeld mündet der 22,3 Kilometer lange Trubach in die Wiesent. Ritter gab es hier mal und einen jüdischen Friedhof, den Trubach aufwärts stehen noch ein paar alte Burgen herum, die mal erobert wurden und mal nicht, sanfte Hügel, viele Streuobstwiesen. Ansonsten ist die Gegend gänzlich frei von spektakulären Schlachten, Heroen, Nobelpreisträgern, Staatsmännern, Legenden, Komponisten, …

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Marginalie 18: Machen Sie 9,90

Scheidungen sind teuer, und so habe ich den Porsche gegen ein preiswerteres Gefährt eingetauscht, gegen einen Geländewagen, einen Jeep Wrangler,  sehr rustikal, aber auch sehr robust, mit seinem Urgroßvater wurde Nazi-Deutschland platt gemacht, sein Großvater war in Korea und Vietnam hundertausendfach unterwegs, wenig elektronischer Schnick-Schnack, der kaputt gehen könnte, keine luxuriösen Sonderausstattungen, im Sommer echtes …

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Landgasthof Dietz: „Bist Du blöd, da wären ja noch mehr gekommen.“

An einem trüben, regnerischen Sonntagmorgen verließen wir Nürnberg. Karte und Navigationsgerät ungenutzt, stur folgten wir dem Kompass Richtung Westen, so gut es irgend ging, selbst über Feld- und Waldwege, nur Unterholz, Wiesen und Bachläufe mieden wir. Bei diesem Fahren nach dem Kompass sieht man die Landschaft aus völlig anderen Blickwinkeln, man lernt Ecken kennen, die …

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Das Steichele: echte bodenständige fränkische Küche

Sorry, liebe Nürnberger, aber Nürnberg ist eine Stadt, an der man eigentlich immer vorbei fährt. Auf dem Weg nach Süden dann doch gleich lieber weiter nach München, das ist schließlich eine richtige Stadt; auf dem Weg nach Norden ist man meist erst gerade losgefahren, wenn man Nürnberg passiert, warum also hier schon Station machen? Nürnberg, …

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