Nachtrag zur Marginalie 44: „Glutamat oder Arroganz und/oder Dummheit der abendländischen Küche“

Neulich hatte ich mich hier ja aufgeregt über das dumme, pauschale Glutamat-Bashing, das seit geraumer Zeit in Feinschmecker-Kreisen und besonders bei denen, die sich dafür halten, so en vogue ist. Derzeit bereite ich eine kleine Reise nach Norden vor, und wie schon öfters ist meine erste Station Björn Leist in seiner Rhöner Botschaft in Hilders, gewöhnungsbedürftiges, aber liebenswertes Hotel, ziemlich geniale Küche. Gerade warf ich zum Behufe der Befeuerung der Vorfreude einen Blick auf die Speisekarte des Gourmet-Restaurants des Hauses, genannt DasOx im Internet. Und was finde ich da? Ein Tartar (nicht Tatar), welches 5 Geschmäcker verheißt, und eine Bones-Brühe mit viel Umami. Vielleicht ist das Abendland ja doch noch nicht verloren …

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3 Comments

  1. Reinhard Daab

    Lieber Hr. Opl,

    „Vielleicht ist das Abendland ja doch noch nicht verloren …“

    Wie sagt man in Frankfurt „mer waases net“

    Zu den Leists sollte ich auch mal wieder fahren, aber es würde mich schon interessieren, falls Sie ein Gericht mit Umami verspeisen, wie es schmeckt.
    Der Björn gehört ja zu den etwas zurückhaltenden Menschen, man bekommt ihn kaum zu sehen. Sonst könnte man gleich fragen weshalb er diesen Geschmacksverstärker verwendet.

  2. Niemand hat hier je behauptet, dass Björn Leist Glutamat verwendet, Umami-Geschmack bekommt man auch anders hin, siehe Marginalie 44, z.B. mit Tomaten, Parmesan, Erbsen. Was Knochen und Umami gemein haben, will ich nun rausfinden …

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