Juniper … mal wieder ein Bayrischer Gin, diesmal sogar blended

Whisky-Puristen rümpfen die Nase, wenn man das Wort „blended“ nur in den Mund nimmt, und sie lächeln (zumindest bis vor ein paar Jahren) mitleidig, wenn man von „Deutschem Whisky“ spricht. Jetzt gibt’s auch noch mitleidiges Naserümpfen im Quadrat, nämlich „blended German Gin“, genau genommen „blended Bavarian Gin“. Bei der altehrwürdigen Traditionsmanufaktur Lantenhammer (die verantwortlich zeichnet für den unerträglichen Slyrs) werden seit 2015 in streng limitierter Auflage der hauseigene Bavarka Gin, The Duke aus München und Granit Bavarian Gin von Penninger zusammengekippt, drei Monatelang in Sauternes-Fässern gelagert, bis die Melange eine bernsteinfarbene – sagen die  einen –, eine Leberschaden-Piss-gelbe – sagen die anderen – Farbe hat und dann für über 60 EURO den Liter verkauft. Wir hatten die Flasche Nummer 4841 von insgesamt 5115 Flaschen. Zum Martini Cocktail taugt er mit seinen 46% nicht, der Gin ist schlichtweg zu süß, trotz sehr deutlicher Wacholdernote, bitterem Hopfen und Früchten. Vielleicht im Sommer auf der Terrasse pur, oder als Mixgetränk in Verbindung mit Orange, eventuell Grand Manier, Orangenschale und Angostura  oder sogar Angostura Orange. Wenn ich Muße finde, erstehe ich im Frühling nochmals ein streng limitiertes Fläschchen und fange das Experimentieren mit Orangen an. More to come …

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