Danke Jar und Harald
Absolut köstlich der Aquamarin Gin.
Die Geschichten ähneln sich seit nun mehr Jahrzehnten alle miteinander so sehr, dass man sie nicht gar nicht mehr erzählen mag. Im Bayrischen Neu-Ulm bekommt der Inhaber einer kleinen Marketing-Agentur und Hobby-DJ eine kleine Destille zum Geburtstag geschenkt, dilettiert autodidaktisch an der Gin-Produktion herum, findet das Ergebnis irgendwann herrlich und nennt es dann auch gleich …
Die Geschichte kennt man. Hunderte, wenn nicht tausende Male mittlerweile: die Enthusiasten, die sich zusammengefunden haben, um herausragenden Schnaps zu destillieren, der Chef und Eigentümer ein studierter BWLer, dazu ein promovierter Apotheker und noch ein paar Leute. Bio, öko, small batch, handcrafted, schonend, demeter, regionale Zulieferer, naturnah, das ganze verbale Bullshit-Bingo-Arsenal in Perfektion. Dabei kleckern …
Mit minimalistischem Brick-Gin aus Erfurt, 40%, von Benjamin Trommler und Sascha Hagemann, mit nur drei Botanicals: Wacholder, Zitrone und Kubebenpfeffer – sehr mutig, etwas schwach auf der Brust, aber gar nicht mal so schlecht. In diesem Sinne: „Ich habe neulich zu Hofe eine harte, scharfe Predigt getan wider das Saufen; aber es hilft nicht.“ Martin …
Eines der teuersten Geschenke ever: Dibbern Fine Bone China Porzellan … jetzt trennen mich nur noch gut 10.000 EURO von einem kompletten Service.
… von Schwingstein vom Augsburger Stadtmarkt. Man muss halt das Beste aus der Situation machen.
Man kann dumme Dinge machen. Sehr dumme Dinge auch. Neulich, in Vancouver, British Columbia, Kanada, Downtown, ein gehobenes Mittelklassehotel, die Lage genial, die gesamte Innenstadt samt Vergnügungsmeilen und Philharmonie fußläufig, Zimmer so lala, Installationen, Matratzen und Fenster von anno Dunnemal, Teppichboden wahrscheinlich von der örtlichen Uni für die Zucht toxischer Bakterien- und Viren-Kulturen gepachtet, Strom-, …
Der erste deutsche Spargel Mitte März – von beheizten Feldern aus dem Gäuboden: pervers.
Welcher Öko-Irrwisch klebt Plastik-Bapperl mit der Aufschrift „Bio“ auf angeblich biologisch erzeugte Äpfel?
Die schöne neue kulinarische Welt kommt näher. Neulich, im Discounter, im Regal, vor Weihnachten, unter der hübschen Überschrift „Handeln aus Verantwortung“, zwischen Bio-Knabber-Hanf mit Chili und Jimini’s proteinreicher Pasta mit Buffalo Würmer Pulver und 18% natürlichem Protein: Grillen mit Salz und Essig, Grillen BBQ, Mehlwürmer mit Sesam und Kreuzkümmel, Buffalo Würmer mit Sour Cream und …
Nur leider sind in den Flaschen lediglich hübsch benamte önologische Belanglosigkeiten von Emil Bauer aus der Pfalz.
Da machen wir in Deutschland um jeden kleinen Krauter, der Dinkelmehl und Sojaflocken jetzt lose verkauft, einen riesen Bohei, dass wir nun der Rettung der Welt wieder etwas näher gekommen seien, dank Germanischen Verpackungsverzichts, während in Kanada in stinknormalen, riesengroßen, erz-kapitalistischen Supermärkten bereits ganze Regalfluchten mit verpackungsfreien Schütten für den losen Verkauf hunderter Grundnahrungsmittel stehen, …