Erster Apéro bzw. Sundowner im Garten
Knoblauch- und Kräuterdip, Salsa (zugekauft), Gemüsesticks, Tortilla-Chips, selbst gebackenes Brot, Köfte-Spießchen, Zigarre, allerdings ist die Präsentationsform noch optimierbar, das alte Seltmann-Weiden von meinem Vater, unsere Vorspeisenschälchen und -gläser schlummern noch irgendwo in den 220 unausgepackten Umzugskisten.
Old habits die hard: Ozapft is‘
Ich wette, so mancher Gast auf dem Oktoberfest hat gerade noch kein Bier bekommen. Ich schon. Nur die Maßkrüge sind noch irgendwo in den 220 unausgepackten Kisten, also aus der Flasche …
Angekommen …
… in der neuen-alten Heimat. Unser geliebter Esstisch und das Buffet stehen an ihren finalen Plätzen, das ist jetzt meine Heimat. Wände und Parkett sind fertig, berbel wartet im Hintergrund auf ihren ersten Einsatz, am 21. Oktober kommt die neue Küche von Häcker, einem kleinen westfälischen Küchenmöbelhersteller, Granitarbeitsplatte und Wandpaneele vom heimischen Steinmetzt, die Geräte …
Aus gegebenem Anlass …
… ein außerplanmäßiger Unter-der-Woche-Martini, zur Feier unseres wiederhergestellten Esstisches.
Unser geliebter Esstisch ist auch wieder hergestellt …
… nachdem die Umzugsfirma die Oberfläche durch unsachgemäßen Transport zerkratzt und ruiniert hatte, sich aber weigerte, den Schaden anzuerkennen, hat der Parkettleger Hubertus R. aus B. beherzt zu seiner Poliermaschine gegriffen, nachdem er unser neues Parkett (Eiche, Stäbchen) poliert hatte, die Maschine auf den Tisch gewuchtet und munter weiter poliert und versiegelt, das Ergebnis ist …
berbel hängt
Fehlt nur noch die Küche. Heute war der Küchenbauer da, Küche ist endgültig bestellt, Lieferung in der 43. KW. Und dann wird wieder richtig gekocht.
Der Raum für die neue Küche ist soweit fertig …
… 39 Steckdosen in den Wänden, abgesichert in Vierer-Gruppen, endlich mal keine lebensgefährlichen Mehrfachstecker mehr, aber einen Sicherungskasten, der größer ist als so mancher Kühlschrank, acht 4000L-LED-Strahler, Tageslicht auch bei Nacht, spezialversiegeltes Siebziger-Jahre Eichen-Stäbchenparkett als Boden, Küchenarbeitsplatten, Wandpaneele und Fensterbank aus anthrazitfarbenem Granit, in der Mitte der Kamin der berbel, der Profi-Dunstabzugshaube, für ihren Abzugsschacht …
Vorsicht dummer Spruch!
Gespräch mit Frank, dem Gastronomen
Ich kenne Frank schon lange, über zwanzig Jahre. Als wir uns das erste Mal trafen, betrieb er mit seiner entzückenden Gattin Anika ein kleines, feines Lokal mitten in der Stadt, er in der Küche, sie im Service, eine Küchenhilfe und am Wochenende noch eine zusätzliche Servicekraft, das war’s. Die Karte war bewusst klein gehalten, drei …
Vorsicht dummer Spruch!
Dank A.J. haben wir jetzt auch zwei Liegen im Garten, auf denen sich die Sundowner trefflich genießen lassen
Marginalie 113: Wir sollten wirklich netter zu unseren Wirten sein
Ein Wirt am österreichischen Wörthersee verlangt 8 EURO für einen leeren Teller, wenn sich zwei Gäste z.B. einen Vorspeisenteller teilen. Die Empörung im Netz darüber ist groß, die social media Volksseele schäumt: „Solche Wirte braucht man echt nicht.“, „Frechheit!“, „…sollten pleite gehen“, „Jetzt sans komplett wuggi wuggi“, „Wucher“, „Manche Wirte werden immer unverschämter.“ „Einfach nicht …
Goof WE!
Thüringer Hof Leipzig: urige, authentische Atmosphäre, enttäuschende Küche, große Portionen
Summa summarum: Uriges, alt scheinendes (tatsächlich aber 1948 aus gegebenem Anlass wieder aufgebautes), gemütliches, einfaches Wirtshaus direkt in der Leipziger Innenstadt und doch abgelegen vom größten Touristenrummel, auffällig viele einheimische Gäste, freundlich-launisch-flottes, unterbesetztes Personal, gut-bürgerliche, rustikale Speisekarte fast ohne zeitgeistige Spinnereien, aber viele kulinarische DDR-Reminiszenzen, sehr einfache, für uns unbefriedigende Küchenleistung mit großen bis riesigen …
Wahnsinn …
Schild an einem Gasthaus in Bad Karlshafen. Der Fischzuchtbetrieb lag direkt neben dem Bauernhof der Eltern meines Jugendschwarms, keine 10 Kilometer von hier entfernt.

