Das Pupp und ich oder warum man sich bei Huren vorab nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Währung einigen sollte. (5/8)

Eines schönen Tages in den späten Siebzigern, ich war gerade 18 geworden und hatte meinen Führerschein, lud mich mein Vater ein / forderte mich auf, ihn mit seinen Kumpels auf eine Tour in die Tschechoslowakei zu begleiten, es werde auch keine Nostalgietour zum ehemaligen Hof und zur alten Schule. Es wurde tatsächlich keine Nostalgietour, relativ rasch wurde mir klar, dass dies eine Sauftour werden sollte und die Herren einen Fahrer brauchten. In der CSSR herrschte (und herrscht) striktes Alkoholverbot am Steuer, 0,0 Promille. Die kommunistischen Machthaber hatten eine ebenso einfache, wie wirksame, wie lukrative Art und Weise entwickelt, dieses Alkoholverbot zu überwachen. In den alkoholischen Hotspots des Landes, allen voran die Brauerei-Stüberl in Budweis und Pilsen, saßen Polizisten in Zivil und beobachteten unbeobachtet das Geschehen. West-Touristen waren leicht an Kleidung, Sprache, Benehmen zu erkennen. Und in Brauerei-Stüberl geht man kaum allein des guten Essens wegen. Wenn sich nun so ein Pulk West-Touristen an Speis und Trank, zumal alkoholischem Tranke, gütlich tat, so notierten die Herren Zivil-Polizisten auf Strichlisten, wer was trank. Begab sich die Reisegesellschaft nach beendetem Male sodann zum Parkplatz, um die Reise fortzusetzen, folgten die Polizisten unauffällig. Und sobald sich einer aus der Gesellschaft, der lt. Strichliste auch nur ein Bier getrunken hatte, an’s Steuer setzte, ging der Zirkus los: Kollegen in Uniform herbeigewunken, Wagen gestoppt, alle aussteigen, Personenkontrolle, Anklage wegen Fahrens unter Alkohol (und tschechoslowakischen Richtern reichte angeblich die polizeilich Strichliste als hinreichender Schuldbeweis – Reaktionstest, Röhrchenblasen, Blutuntersuchung, alles überflüssige kapitalistischer Tinnef), dazu das Wissen, dass die Anklage sogar Rechtens war, dann die Panik, in einem kommunistischen Land hinter dem Eisernen Vorhang festgesetzt zu sein. In dieser Situation waren die angeheiterten West-Reisenden meist sehr – nennen wir es – „kooperativ“ und die Polizei wandte zwei unterschiedliche Vorgehensweisen an. Entweder wurde eine absurd hohe Sofort-Strafe verhängt, meist ein deutlich vierstelliger Betrag in DM oder anderen Devisen, und konnten die trinkfreudigen Reisenden diesen nicht sogleich vor Ort begleichen, so verstanden sie es in der Regel, mit einem panischen und dramatischen Telephonat aus dem Polizeigewahrsam mit Daheim dieses Geld per Blitzüberweisung oder persönlichem Boten unverzüglich beizubringen. Noch perfider war allerdings die zweite Methode. Die wurde besonders gerne angewandt bei neuen, großen und schönen Limousinen, vorzugsweise Mercedes, BMW und Volvo (der größte Teil der Regierung in Prag fuhr damals Volvo, komisch, komisch …). Den Fahrern wurde gesagt, sie hätten nach Tschechoslowakischem Recht eine schwere Straftat begangen, kämen nun in  Untersuchungshaft, sollten ihren Botschafter und einen Anwalt verständigen und sodann auf ihren Prozess in einigen Monaten, wie die Gerichte halt Zeit hätten, warten. Man stelle sich die Panik bei dieser Nachricht vor. Wenn diese Panik den letzten Nervenzipfel des Delinquenten hinreichend durchfahren hatte, machte die Polizei ein Alternativ-Angebot: man möge schriftlich zustimmen, dass der Wagen als Buße jetzt und hier konfisziert werde und ins Eigentum der CSSR übergehe, dann sei die Sache gegessen, man werde sie noch zum Bahnhof fahren, ihr Gepäck dürften sie ebenfalls mitnehmen und die Anklage werde fallengelassen. Die meisten stimmten sofort zu und unterschrieben, die anderen nach ein, zwei Nächten im Polizeigewahrsam, nur wer abgebrüht genug war und ein paar Nächte im tschechischen Knast durchhielt, den ließen sie wieder ziehen, weil dieses Konfiszierungs-Vorgehen hätten wahrscheinlich noch nicht einmal kommunistische Richter abgesegnet. Die konfiszierten Autos aber, die landeten als Dienstwagen im Staatsapparat oder wurden gegen Devisen zurück im den Westen verkauft. Clever, kann man da nur sagen. Man stelle sich vor, etliche tausend Mark an Devisen und ein paar konfiszierte Limousinen täglich, und das nur, indem vier Polizisten ein Bräustüberl überwachen, eine echt lukrative Ausbeute. Und just diesem wollte die Herrenriege um meinem Vater entgehen, nicht aber auf’s Saufen verzichten, und da kam ich dann in’s Spiel. Wir fuhren in die Tschechoslowakei, nahmen standesgemäß Quartier im Pupp alias Grandhotel Moskva in Karlsbad, und ich fuhr die Herren nach Pilsen in die Brauerei zum Saufen, während ich brav Wasser trank (die tschechische Limonade war pappsüß und schlichtweg ungenießbar, kapitalistische Cola gab es nicht, die hätte nur Devisen gekostet), ich fuhr die Herren nach Budweis in die Brauerei zum Saufen, während ich brav Wasser trank, ich fuhr die Herren zur Prager Kleinseite zum Saufen, während ich brav Wasser trank. Klingt nach einem erfüllten Urlaubskonzept, zumindest für die Herren, aber immer mit Stil. Des Abends saßen wir nach opulentem Male im Restaurant des Pupp nicht in der Bar, sondern in der ausgesprochen schönen neobarocken Hotelhalle in tiefen braunen Ledersesseln, und nun, da der Wagen abgestellt war, durfte auch ich mir die Kante geben, aber die Herren hatten immer einen beachtlichen Vorsprung. Aber was Bier nicht schaffte konnte leicht mit Bulgarischem Weinbrand wettgemacht werden (so man denn in Kauf nahm, dass einem am nächsten Morgen die Schädeldecke wegflog, aber nichts, was man nicht mit ein paar Aspirin hätte heilen können). So saßen wir also redend über die Erlebnisse des Tages in der Hotelhalle und da begab sich Folgendes … Aber nein, bevor ich Begebenheit schreiben kann, muss ich etwas über die Zeit, über meine Jugend, über das Milieu, in dem ich aufgewachsen bin, schreiben und gleichsam im Schreiben darüber reflektieren. Es war eine andere Zeit, eine ganz andere Zeit. Helmut Schmidt war Bundeskanzler, neben Gerhard Schröder der beste Kanzler, den die CDU seit Adenauer hatte, der Schah wurde gestürzt und die tollen Hunde begannen systematisch, Muselmanenlande aufzumischen, die Geiselnahmen in Teheran und in Mekka wurden noch für tägliche Einzelfälle gehalten, die stabilisierende Funktion eines Saddam Hussein, der im selben Jahr an die Macht kam, wurde vollkommen verkannt, die Cap Anamour begann, Probleme, die nicht die unseren waren, zu unseren zu machen, die Tommys zogen sich von Malta zurück, Salt II wurde unterzeichnet, Jimmy Carter und Leonid Breschnew als Dreamteam, die Grünen Öko-Faschisten  konstituieren sich endgültig als politische Partei, Eckart Witzigmanns Aubergine erhielt als erstes deutsches Restaurant  drei Sterne im Guide Michelin, Griechenland wurde mit massiv gefälschten Haushaltszahlen Mitglied in der EU, die Roten Khmer wurde endgültig der Garaus gemacht und China fiel in Nordvietnam ein. Es gab drei Fernsehprogramme, Erstes, Zweites, Drittes (ohne die DDR-Programme), da liefen  Dinge wie „Am laufenden Band“, „Detektiv Rockford“, „Derrick“ oder „Kottan ermittelt“. Der Ferntourismus wurde langsam en vouge, Italien und Jugoslawien lagen schon länger in Auto-Entfernung, nun kamen Spanien, Portugal, Asien, Mittelamerika dazu. Und doch war das Leben klein, behütet, eng, wir glaubten, die Welt noch zu verstehen. Es gab die „Bösen“ auf der einen Seite des Eisernen Vorhanges und die „Guten“ in Amerika und Israel, wir dazwischen und wir waren aufgefordert, die richtige Wahl zu treffen. Die Ölkrise war verdaut, ansonsten interessierte es niemanden, wen die Muselmanen gerade mal wieder umbrachten, und Asien war weit, selbst die Amis hatten sich einige blutige Nasen dort geholt, da hielt man sich besser raus. Und der Sozen-Ministerpräsident Holger Börner versprach, die Grünen mit Dachlatten aus den Parlamenten zu prügeln. So einfach war die Welt damals. Tja, und Alkoholismus, das war das, was die Penner am Hauptbahnhof taten. Die Damen und Herren der besseren Gesellschaft, die genossen den Alkohol, seine Geschmacksnuancen und seine leicht stimulierende Wirkung. Das Büro meines Vaters über dem Hauptgeschäft hieß nicht umsonst „Sektstübchen“. Dort trafen sich die Frau Doktor, der Herr Bürgermeister, der Herr Architekt, die Frau Direktorin, der Herr Schulleiter, die Frau Verwaltungsrat und wie die ganze kleinstädtische haute volée sich zusammensetze schon am Morgen zum gemeinsamen Trinken, meist eben Sekt, aber hier wurden auch ganz massiv Lokalpolitik und Geschäfte gemacht. Hier wurde man nicht trunken, hier genoss man. Und nach einem Besuch im Sektstübchen konnte man selbstverständlich noch Auto fahren, selbst wenn neben Sekt auch Likör und Schnaps zum Einsatz gekommen waren, was je nach Spendierlaune – das Sektstübchen funktionierte ökonomisch so, dass jemand in Spendierlaune nach unten in den Laden ging, eine Flasche eines alkoholischen Getränks (von denen es viele gab in der Drogerie) erwarb, regulär bezahlte, sodann nach oben trug, wo sie kollektiv vernichtet wurde, bis der Nächste mit Spendierlaune dran war; der chronische Mangel an Spendierlaune wurde rasch nicht nur mit dem Ausschluss aus der Sektstübchen-Runde, sondern auch mit einem schlechten sozialen Leumund abgestraft – variierte. Um es unverbrämt auszudrücken: es wurde gesoffen, was das Zeug hielt, und das war völlig ok, solange Arbeitskraft und Contenance gewahrt blieben. Nicht nur Franz-Josef Strauß und Herbert Wehner, auch die Medien machten das konsequent vor: nicht eine Folge des Kommissars oder von Derrick, wo nicht innerhalb der Dienstzeit ein paar Bierchen, Weinchen und Schnäpschen wie selbstverständlich gezwitschert wurden, und die Sekretärin Rehbein hatte immer eine Weinbrand-Flasche im Schreibtisch, für besondere Fälle, und die gab es sehr oft.  Dasselbe galt im Prinzip für’s Rauchen, obwohl meine Eltern wohl die einzigen Nichtraucher in ihrer Clique waren. Nicht-rauchen, das taten die Armen und die Gesundheitsapostel, ein g’standenes Manns- oder Weibsbild paffte, was das Zeug hielt. Anfang der 80er wurde unter großem Staunen mit viel Medienrummel das erste Nichtraucher-Lokal in München eröffnet; es machte nach kurzer Zeit mangels Zuspruch pleite. Und dann schließlich, als drittes unausweichliches Thema, die Promiskuität. Ich kam aus der Kleinstadt, aber da wurde fremdgegangen und rumgevögelt was das Zeugs hielt. Dank der kommunikativen Schaltzentrale des Sektstübchens waren wir über all die kleinen und großen ehelichen und außerehelichen Verfehlungen in der Kleinstadt weitgehend bestens informiert, Ehebrecher mussten sich schon sehr konspirativ und geschickt anstellen, um der kleinstädtischen Rundumüberwachung und Gerüchteküche zu entkommen, und vielen war es den damit verbundenen Aufwand auch nicht wert, alldieweil die entstehende häusliche Unbill um ein Vielfaches aufgewogen wurde durch den Ruf „Ganz ein toller Kerl“ oder eine „Richtig scharfe Mutter“ zu sein (hier existierte Gleichberechtigung tatsächlich schon damals). Die Pille gab es schon längst, AIDS gab es noch nicht, und einen kleinen Tripper konnte man diskret mit ein paar Antibiotika vom Herrn Doktor – der natürlich auch sofort ausplauderte, war was an der Nudel hatte – kurieren. Es muss eine schöne Zeit gewesen sein, bezogen auf die sexuelle Freizügigkeit, kurzum, es wurde gevögelt, was das Zeug hielt. Diesen Hintergrund muss man kennen, wenn ich erzähle, dass wir eines Abends redend über die Erlebnisse des Tages in der Hotelhalle saßen und sich da Folgendes begab. Einen Freund meines Vaters plagte das Testosteron gar sehr. Er war bekannt dafür, dass er alles, was nicht bei Drei auf dem Baum war, vögelte. Dabei war er ein Mann von Bildung und Stand in einem öffentlichen Amte, das ihn mit Ministern, Magnaten und gar leibhaftigen Monarchen umgehen ließ, und entsprechend stand er auch in der Öffentlichkeit. Die Ehre war groß, die Bezahlung sicher, aber sicher nicht berauschend, wie dies nun mal in den meisten öffentlichen Ämtern bis heute der Fall ist. Da kam nun seine Ehefrau in’s Spiel, eine ebenfalls gebildete Frau, und dazu ein richtig scharfer Feger, ihres Zeichens Privatsekretärin und Geliebte eines Industriemagnaten in der Stadt, der sie für ihre Sekretärinnendienste sehr gut entlohnte und für die anderen Dienstleistungen zusätzlich ungleich besser, da waren nicht nur schnödes Geld und Aktienpakete, sondern auch Ferienhäuser in schönen südlichen Gefilden, Schmuck oder einer der ersten der legendären Ro80 mit Wankelmotor. Man hatte sich arrangiert. Und Dalia Lavi, die traurige israelische Sängerin, spielte auch noch eine Rolle. Die Frau sekretärte und bumste unter der Woche in der Stadt, der Mann repräsentierte und bumste unter der Woche auf dem Lande. Am Wochenende kam sie heim, genoss das Sozialprestige ihres Mannes, parlierte gekonnt mit Ministern und Monarchen (Magnaten hatte sie ja unter der Woche schon reichlich), repräsentierte angemessen, gab die perfekte herrschaftliche Hausfrau, bereicherte dazu Haushaltskasse und Familienvermögen mit Teilen ihrer Alimentierungen aus der Stadt, und am Wochenende wurde gemeinsam ehelich gebumst. Scheinbar ein perfektes Leben, eine gelungene Symbiose, frei von Verklemmungen, mit viel Spaß und gegenseitigem Nutzen. Nun gut, man sollte vielleicht noch anmerken, dass sie sich einige Jahre später alleine auf einem Hotelzimmer das Leben nahm, er sich buchstäblich zu Tode soff und die gemeinsamen Kinder ihr Leben sehr erfolgreich vor die Wand fuhren, das elterliche Erbe in kürzester Zeit verjubelten und – niemals gelernt, für sich selber zu sorgen – in die Sozialhilfe abrutschten. Aber das war später. Nun also plagte besagten Herren von Stand ein Übermaß an Testatoren. Soviel zum zeitlichen und situativen Hintergrund. Mir war es in meiner jugendlichen Naivität gar nicht aufgefallen, aber in besagter Hotelhalle saßen seit längerem jeweils allein an Einzeltischen ein paar ausgesprochen hübsche, aufreizend gekleidete, junge Damen, scheinbar tatenlos, bei einem kleinen Getränk, an dem sie sporadisch nippten. Heute ist mir klar, das waren tschechische Nutten, ist ja nichts Ehrenrühriges. Der Freund sprach eine von ihnen an, setzte sich zu ihr an den Tisch, es folgte ein kurzer, getuschelter Dialog, der Freund kam kurz zu uns an den Tisch um uns mitzuteilen, dass er sich nun für ein Stündchen ausklinken, dann aber unfehlbar zurückkehren werde und verschwand Richtung Aufzüge zu den Zimmern. Ein paar Minuten später erhob sich die Dame, legte ein paar Münzen für ihr Getränk auf den Tisch und ging ebenfalls Richtung Lift. Die Männer in der Runde grinsten sich vielsagend an, mir wurde erst langsam klar, dass sich da gerade eine Respektsperson, die der Freund immer für mich gewesen war, eine Nutte ausgesucht und gemietet (oder wie nennt man diese Art der Geschäftsbeziehung?) hatte und sodann mit ihr zum Behufe des Vollzugs des Geschlechtsaktes auf’s Zimmer verschwunden war. Ich war gewiss nicht prüde, aber doch war ich schockiert, das kannte ich nun nur aus dem Fernsehen, und da war es so unendlich weit weg und irreal, aber plötzlich, hier vor meinen Augen, unvermittelt und ganz real … Aber es sollte noch besser kommen. Vielleicht fünf oder zehn Minuten später sauste die Dame offensichtlich sehr aufgebracht raschen Schrittes durch die Hotelhalle nach draußen, so schnell konnte selbst der quickeste Quicky nicht gehen; nochmals einige Zeit später erschien der Hurenbock bzw. der verhinderte Hurenbock, setzte sich ebenfalls sehr aufgebracht zu uns, orderte erst einmal ein Bier und einen dreifachen Schnaps (s.o., Alkoholmissbrauch), die er auf Ex herunterkippte, um dann folgende denkwürdige Geschichte zu erzählen: die Dame war ihm tatsächlich auf’s Zimmer gefolgt, wo er nach ihrem Eintreffen sogleich begann, sich seiner Beinkleider zum Behufe der Verrichtung besagter Tätigkeit zu entledigen. Vor der vollkommen beidseitigen Entblößung verlangte die Dame aber – aus nachvollziehbaren Gründen – vorab ihren tuschelnder Dings zuvor vereinbarten Liebeslohn, den der Mann mit den herabgelassenen Hosen – ganz der Profi – bereits auf dem Tische bereit gelegt hatte, und er reichte ihr 500 Kronen; sie aber begann angesichts des Geldes das Zetern und Schimpfen, man habe sich zwar tatsächlich auf 500 geeinigt, aber sie habe immer von DM gesprochen, niemals von Kronen. „Und dann versuch‘ Du mal, mit runtergelassenen Hosen über den Preis zu verhandeln!“ war der denkwürdige Satz, mit dem der Freund die ärgerliche Situation kommentierte, ein Satz übrigens, den ich bis heute im Geschäftsleben beherzige, nicht gerade im Umgang mit Huren, so doch beim Kauf von Unternehmen und ähnlichem: die Hosen werden erst runtergelassen, wenn man sich über Preis, Währung (!) und sonstige Konditionen einig ist, das hilft kolossal bei Verhandlungen, die Beinkleider – auch mental – noch anzuhaben. Posthum Danke für diese Lektion. Um die missliche Situation noch aufzulösen: der deutsche Herr von Stand mit Testosteron-Überschuss und herabgelassenen Hosen und die zeternde tschechische Nutte einigten sich dahingehend, dass sie die 500 Kronen als Entschädigung für ihre vor-verkehrlichen Mühen nehmen und verschwinden solle, denn 500 DM waren dem Hurenbock dann doch zu viel für eine schnelle Nummer ohne küssen auf Mund. Merke: bei Huren und sonstigen Geschäften vorab nicht nur den Preis, sondern auch die Währung vereinbaren. Der Rest der Reise verlief ohne besondere Vorkommnisse.

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