Bohnen im Speckmantel

Tja, Luc liebt sie, Bohnen im Speckmantel, er verputzt schon auch mal ein Dutzend von den Bohnenbündeln … sofern genügend davon da sind. Und er reagiert richtig fies, wenn ein Verbrecher-Wirt die Dinger als Convenience-Ware anbietet. Also mache ich sie doch lieber selber …

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Zutaten:

  • 500 g grüne Bohnen
  • Viel frisches Bohnenkraut*, hilfsweise 1 gehäufter Essl. getrocknetes Bohnenkraut
  • 2 Essl. Salz
  • 20 ml Obstessig
  • 8 bis 10 Scheiben Bacon oder geräuchertes Wammerl**
  • 2 Eßl. Butterschmalz

 

Zubereitung:

  • Bohnen putzen, Stielansätze und Spitzen abschneiden, aber ansonsten ganz lassen, waschen; frisches Bohnenkraut kurz abbrausen
  • Ca. 3 Liter Wasser aufkochen, Büschel Bohnenkraut mit Strunk und Stiel unzerkleinert, ggf. etwas gebrochen hineingeben, so dass es ganz vom Wasser bedeckt ist  (hilfsweise getrocknetes Bohnenkraut), ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen
  • Salz und Obstessig in das Wasser geben, ebenso geputzte Bohnen, so dass sie ganz vom Wasser bedeckt sind
  • Wasser kurz aufkochen lassen, dann Bohnen 10 bis 13 Minuten leicht köcheln lassen, bis sie gut bissfest sind (gefühlt einen Tick zu fest, denn beim Anbraten garen sie nochmals nach)
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Links auf dem Bild beizt übrigens ein Hasenrücken am Knochen mit Rotwein, Gin, Kräutern und reichlich Gemüse still vor sich hin …
  • Bohnen abgießen, in großer Schüssel mit Eiswasser kurz abschrecken, abtropfen lassen, Bohnenkraut-Büschel herausfischen, ein paar Blättchen Bohnenkraut an den Bohnen stören nicht, sondern sind eher positiv
  • Bacon oder Wammerl in einzelnen Streifen Abstand auf ein großes Brett legen; wenn nötig, Knorpel entfernen
  • 5 bis 8 Bohnen auf das Ende einer Scheibe Bacon oder Wammerl legen und fest einrollen; so alle Bohnen nacheinander zu Bündchen einwickeln

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  • Wenn man ein Menue vorbereitet, kann man an dieser Stelle innehalten und die vorbereiteten Bohnenbündchen bis kurz vor den Servieren gekühlt beiseite stellen
  • 15 Minuten vor dem Servieren große Pfanne (in die man alle Bohnenbündchen  auf einmal nebeneinander legen kann) gut (aber nicht „volle Pulle“, bei uns Stufe 7 bis 8 von 9) erhitzen, 2 Essl. Butterschmalz heiß werde lassen
  • Bohnenbündchen hineinlegen, Speck unter Wenden von allen Seiten knusprig-braun anbraten, das dauert schon seine 8 bis 10 Minuten
  • Bohnenbündchen kurz auf Küchenpapier entfetten, auf vorgewärmter Platte servieren oder auf den Tellern anrichten

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* Für mich kann es gar nicht genug Bohnenkraut sein, denn ich liebe den Geschmack des Pfefferkrauts, wie es auch heißt. Im Supermarkt bekommt man i.d.R. sowieso kein frisches Bohnenkraut zu den Bohnen, auf dem Markt geben die Bauern bzw. Händler meist „großzügig“ ein, zwei Stängelchen oft vertrocknetes Bohnenkraut als kostenlose Dreingabe zu den Bohnen, das ist mir viel zu wenig, ich kaufe dann noch für ein paar Cent oder Euro noch ein extra Büschel Bohnenkraut.

** Die Scheiben müssen „ganz“ sein, nicht mit Rissen und Löchern, sonst reißen sie beim späteren Wickeln. Und sie dürfen nicht zu dünn sein, damit sie nicht reißen, aber so dünn, dass man sie noch gut rollen kann. 1 mm ist eine gute Stärke. Bei zu zerrissenen oder zu dünnen Scheiben notfalls 2 Scheiben aufeinander legen. Und natürlich ist ein ordentliches Wammerl vom Dorfmetzger fast immer als abgepackte Supermarkt-Ware, aber der Bacon von Tulip ist richtig gut.

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