Lalelu

Das Musikgenie Beethoven ist jetzt 180 Jahre tot, und ich habe auch schon so ein Pfeifen im Ohr. Meine Musikalität wurde auf jeden Fall in die Wiege nebenan gelegt. Die Schule, die ich heimsuchen durfte, war bei meinem Eintritt noch ein musisches Gymnasium. Doch nachdem ich dort erstmals die Tonleiter hinab stieg, benannte das bayrische Kultusministerium die Lehranstalt sofort in ein neusprachlich-naturwissenschaftliches Gymnasium um. Bloß nix mehr mit Musik, hieß es damals seitens der Staatsregierung.

Als im Gesangsunterricht der Klasse 5d „What shall we do with the drunken sailor“ aus meinem Mund schallte, ging meine Musiklehrerin ins Kloster und kehrte erst Jahre später als katholischer Religionslehrer zurück.  Daraufhin wurde ich vom Musikunterricht befreit.
Beethovens „Unvollendete“ habe ich auch noch nie bis zum Schluss gehört. Vielleicht erklärt das, warum ich ein Rhythmusgefühl wie ein Amboss habe. Wäre ich mit meinem Taktgefühl bei der Bundeswehr Funker geworden, wäre der Warschauer Pakt wahrscheinlich schon früher zusammengebrochen –  vor Lachen.

Kurzkurzlanglangkurzkurz.

Es hat aber auch Vorteile, wenn man so musikalisch ist wie Dieter Bohlens Föhn. Immer wenn meine Kinder nicht einschlafen wollen, singe ich Ihnen einfach etwas vor. Lalelu. Dann stellen sie sich sofort schlafend. Das wirkt garantiert.

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