Marginalie 41: Irgendwie schon unheimlich, diese Globalisierung …

Neulich, in einem x-beliebigen Supermarkt in der Shopping Mall in Sliema auf Malta. Ein ganz normaler Supermarkt mit Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Wurst, Tiefkühlprodukten, Zucker, Mehl, Gewürzen … und Milch. Aber: die einzige Frischmilch, die es in diesem Supermarkt zu kaufen gibt, stammt aus … dem Berchtesgadener Land, frische Bio Alpenmilch aus Bayern, dazu Andechser Joghurt. Nicht, dass ich mich nicht über die Export-Erfolge der deutschen Landwirtschaft freuen würde, und wahrscheinlich ist ein karges Eiland wie Malta nicht so reich mit Kühen bevölkert, als dass diese den Milchdurst des gesamten Inselstaates und seiner zahlreichen Gäste stillen könnten, aber Bayern – Malta? Knapp 2.000 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Berchtesgaden und Valletta, Syrakus hingegen wäre gerade mal 200 Kilometer weit weg, und auf Sizilien gibt’s gewiss reichlich Kühe. Warum also Bayern? Welchen Aufwand und welche Umweltbelastung es wohl darstellt, einen Liter Milch aus Bayern nach Malta zu transportieren, und das auch noch Tag für Tag? Nicht meins.

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