So viele digitale Daten gibt’s doch auf der ganzen Welt nicht …

Gehört eigentlich nicht zu den Themen Essen, Trinke, Reisen, aber trotzdem: ich habe gerade irgendwelche Bilder von Schnitzeln und Hotelbetten, die ich auf meinen Reisen mit meiner Funke gemacht habe, für opl.guide ausgewählt, zurecht geschnitten, bearbeitet und formatiert. 4,86 MB hatte eines der Bilder, ganz normal für heutige Zeiten. Als ich Ende der achtziger Jahre promoviert habe – Thema: „Computergestützte Filmanalyse“, ziemlich revolutionär für damals … –, hat mir mein Stipendiengeber einen Computer bezahlt. Bis dato hatte ich auf einem Sinclair (der schwarze mit den zwei Cartridge-Laufwerken) rumgeklimpert, jetzt durfte es was „richtiges“ sein, und das Beste, was in meiner Preisklasse damals auf dem Markt war, war ein Atari PC, keine Spielekonsole (wofür Atari ja legendär war) sondern ein richtiger PC. Da ich ja ganz viele Daten mit diesem Computer zu erheben gedachte, bekam ich auch noch eine externe Festplatte bezahlt, groß wie ein Leitzordner, noch mit Dip-Schaltern zu programmieren, und mit der unglaublichen Speicherkapazität von 1 Megabyte! 1 ganzes Megabyte. Ein Freund, der damals schon was von Computern verstand, fragte mich ziemlich erstaunt: „Was willst Du mit so’nem Riesen-Oschi? 1 MB – so viele digitale Daten gibt’s doch auf der ganzen Welt nicht!“ Obwohl ich wirklich wie ein Blöder analysierte und Unmengen von Daten manuell in den Computer drosch, auch nur annähernd voll wurde die Festplatte nie. Und heute hat ein Schnitzel-Photo mit der Funke aufgenommen 4,86 MB, mit meiner Spiegelreflex wären’s noch mehr. Tss-tss-tss kann ich da nur sagen …

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