Quarknocken

Schon wieder so ein ganz ein typisches sudetendeutsches Gericht: man nehme, was gerade da ist und mache das Beste draus. Das Prinzip hier ist simpel: aus Quark, Eiern, Mehl rühre man einen Batz, forme Nocken daraus, koche diese ab und esse die Dinger mit irgendwas. Man kann diese Quarknocken sowohl salzig – z.B. als Beilage zu Geselchtem mit Kraut – zubereiten als auch süß mit Zucker und Zimt oder mit Kompott oder mit gerösteten Semmelbröseln, Butter und Zucker. Kalorisch und sättigend sind sie allemal.

Zutaten:

  • 50 g weiche Butter
  • Mehr oder weniger Salz*
  • 50 g Zucker*
  • 3 mittelgroße Eier
  • 500 g Quark**
  • 25 g Semmelmehl
  • 100 g Mehl***
  • Nach Geschmack abgeriebene Schale einer Zitrone

Zum Servieren:

  • 150 g Butter
  • Zucker Zimt
  • 50 g weiche Butter

Zubereitung:

  • Weiche Butter, eine Prise Salz, Zucker, Eier, Quark und nach Geschmack abgeriebene Zitronenschale in einer Schüssel schaumig rühren
  • Semmelmehl und so viel Mehl unterrühren, dass eine homogene, halbwegs feste, formbare, nicht mehr allzu klebrige Masse entsteht
  • Masse wenigstens 30 Minuten kaltstellen (Kühlschrank)
  • Wenigstens 3 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, leicht salzen
  • Aus der Quarkmasse mithilfe zweier Esslöffel****, die man immer wieder in kaltes Wasser taucht, Nocken formen, etwa in der Größe von ungeschälten Paranüssen
  • Nocken in das simmernde Wasser geben; nach 2 bis 4 Minuten Kochzeit steigen die Nocken nach oben (evtl. am Topfboden festgeklebte Nocken leicht mit dem Schaumlöffel anstupsen und so lösen); Nocken noch 2 Minuten schwimmend kochen lassen, dann mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und auf einem Sieb (besser ein planer, feinmaschiger Fettspritzschutz von der Pfanne) nebeneinander (!) abtropfen lassen; stapelt man die Nocken aufeinander, hat man ratz-fatz einen homogenen Nocken-Brei
  • Abgetropfte Nocken in eine große Pfanne mit aufgeschäumter, nicht zu heißer Butter geben, einmal durchschwenken, gebutterte Nocken mit Zucker und Zimt servieren
  • Die Nocken eignen sich allerdings auch trefflich zum Vorbereiten, z.B. wenn man nach einem Mahle noch einen schnellen Nachtisch servieren will. Dazu die fertig gekochten, abgetropften Nocken auf einem großen, feuchten Plastik-Brett nebeneinander zwischenlagern, evtl. mit einem Küchentuch abdecken und erst später in einer Pfanne mit Butter vorsichtig wieder warm ziehen (Vorsicht, nicht zu große Hitze, die Nocken sollen ja nicht gebraten werden) und servieren

* Will man die Nocken süß servieren, so reicht hier eine gute Prise Salz; als Beilage zu Fleisch oder Kraut kann es schon ein gestrichener Teelöffel voll Salz sein, dafür den Zucker weglassen.

** Quark … ja Quark halt, das Gericht funktioniert sowohl mit 40%igem, als auch mit 20%igem als auch mit Magerquark. Persönlich mag ich hier 20%igen am liebsten, Magerquark ist mir hier zu sauer, 40%iger zu fett und geschmacklich hier zu langweilig. Aber Geschmackssache …

*** Auch hier wieder: wir arbeiten mit Naturprodukten, und die können von Region zu Region, von Zeit zu Zeit, von Produzent zu Produzent durchaus unterschiedlich ausfallen. Also, hier können 75 g Mehl reichen, manchmal braucht’s auch 150 g. Es muss halt eine kompakte, nicht allzu sehr klebende Teigmasse geben, aus der sich Nocken formen lassen.

**** Feinmotoriker, die sehr kleine Nocken mögen und die sehr viel Zeit haben, können hier auch Teelöffel verwenden; am Geschmack ändert’s nix.

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