Na ja, im Februar gibt es eben frischen Spargel aus Südamerika. Jedenfalls haben Sie zumindst ein Flasche Champagne Taittinger auf dem Tisch, jedoch ohne einen richtigen Kühler, das geht nun mal überhaupt nicht. Über eine richtige Rezension würde ich mich sehr freuen, oder haben Sie Befürchtungen, dass man Ihnen das Wohnrecht in Augsburg abspricht?
Wir waren im Bistro von Kahn, nicht im Restaurant, und da gibt es vor allem die Spezereien aus dem Verkauf, so eine Art Mittelstädtchen-Dallmayr, und da brauche ich keinen ordentlichen Champagner-Kühler, so etepetete sind wir nicht, nicht in einem Bistro (wo die Tische von der Größe her schon gar nicht ausreichen für einen regulären Kübel, und auch die Bestuhlung ist ganz Paris-mäßig eng), und nicht für einen – gleichwohl sehr ordentlichen – wohlfeilen Tag-für-Tag-Champagner wie Taittinger. Und was den Spargel auf der Speisekarte von Thomas Abele im Winter anbelangt, in einem Kaff wie Augsburg müssen wohl Zugeständnisse an den Geschmack der Kleinstadt-Schickeria gemacht werden, hingegen Skrei, Hummer, Wintertrüffel von ihm – alle Saison-adäquat – waren Tage zuvor ausgesprochen gut. Und was eine Rezension anbelangt: über meine persönlichen gastronomischen hide-outs schreibe ich prinzipiell nichts, auch keine „Gefälligkeits-Berichte“. Stets der Ihre Eberhard Opl
P.S.: Witzig an dieser Stelle ist die Tatsache, dass unser Chefpilot – ausgewiesener Feinschmecker und ziemlich guter Koch – mir heute erzählte, er habe am Wochenende durch Zufall perfekten Grünen Spargel – frisch, quietschig, unvertrocknete Schnittflächen – gefunden und mit Entrecote und Nudeln köstlich verkocht.
Sie haben nichts über diesen Betrieb geschrieben. Jedenfalls hatte ich mir die Speisekarte angeschaut und was bietet man z.Zt. u.a. an:
Marinierter Stangenspargel
Wachtelei: Kerbel: Rucola-Öl: Salz-Zitrone: Sauce Rouille
€ 12,90
Na ja, im Februar gibt es eben frischen Spargel aus Südamerika. Jedenfalls haben Sie zumindst ein Flasche Champagne Taittinger auf dem Tisch, jedoch ohne einen richtigen Kühler, das geht nun mal überhaupt nicht. Über eine richtige Rezension würde ich mich sehr freuen, oder haben Sie Befürchtungen, dass man Ihnen das Wohnrecht in Augsburg abspricht?
Also servus!
Wir waren im Bistro von Kahn, nicht im Restaurant, und da gibt es vor allem die Spezereien aus dem Verkauf, so eine Art Mittelstädtchen-Dallmayr, und da brauche ich keinen ordentlichen Champagner-Kühler, so etepetete sind wir nicht, nicht in einem Bistro (wo die Tische von der Größe her schon gar nicht ausreichen für einen regulären Kübel, und auch die Bestuhlung ist ganz Paris-mäßig eng), und nicht für einen – gleichwohl sehr ordentlichen – wohlfeilen Tag-für-Tag-Champagner wie Taittinger. Und was den Spargel auf der Speisekarte von Thomas Abele im Winter anbelangt, in einem Kaff wie Augsburg müssen wohl Zugeständnisse an den Geschmack der Kleinstadt-Schickeria gemacht werden, hingegen Skrei, Hummer, Wintertrüffel von ihm – alle Saison-adäquat – waren Tage zuvor ausgesprochen gut. Und was eine Rezension anbelangt: über meine persönlichen gastronomischen hide-outs schreibe ich prinzipiell nichts, auch keine „Gefälligkeits-Berichte“.
Stets der Ihre
Eberhard Opl
P.S.: Witzig an dieser Stelle ist die Tatsache, dass unser Chefpilot – ausgewiesener Feinschmecker und ziemlich guter Koch – mir heute erzählte, er habe am Wochenende durch Zufall perfekten Grünen Spargel – frisch, quietschig, unvertrocknete Schnittflächen – gefunden und mit Entrecote und Nudeln köstlich verkocht.
Lieber Hr. Opl,
es war nur eine Frage.
Aber ist Augsburg denn ein Kaff?